Orginaltitel: Rainbow Bridge
1.Ausstrahlung: 17.September 1974
Hawk und Trap sind auf dem Sprung nach Tokio. Eine Reise, um die sie beneidet werden. Und sie freuen sich auch wirklich darauf, ein paar Tage zu verleben, ohne irgend jemanden aufschneiden zu müssen. Die anderen im Camp haben, wenn sie schon nicht selbst in den Genuß einer Tokio-Reise kommen, zumindest ein paar Einkaufswünsche auf dem Herzen. Auch Henry. Für ihn sollen Hawk und Trap in einem Buchladen alte japanische Fotos abholen. Allerdings nicht unter seinem Namen, er scheint anonym bleiben zu wollen. "Manche Dinge ändern sich ja nie", versucht Henry zu erklären. "Henry, du bist so subtil wie eine Gemeinschaftsbettpfanne", stellt Hawk fest. Dann erscheint Radar und bringt keine guten Nachrichten. Eine Wagenladung Plasma sei angekommen und sie alle wissen aus Erfahrung, daß dem immer ein Haufen Verwundeter folgt. Und so ist es auch. Nun stehen Hawk und Trap also wieder im OP. Und wundern sich darüber, daß sie Patienten auf den Tisch bekommen, deren Verwundungen durchaus noch warten könnten. Henry erklärt ihnen, daß Frank sich freiwillig zum Selektieren gemeldet hat. Was er ja offenbar großartig hinkriegt. Margaret beschwert sich bei Henry, daß man in Abwesenheit von Frank seinen Charakter kritisiert. "Wir haben nur die Abwesenheit seines Charakters kritisiert", bemerkt Hawk. Und sieht gleich mal draußen nach dem rechten. Frank erklärt ihm, daß seiner Meinung nach amerikanische Verwundete zuerst, dann Verbündete und Feinde zuletzt operiert werden sollten. So ist das also! Und als Hawk sich Franks Befehlen widersetzt oder sie vielmehr schlichtweg ignoriert, schimpft der, das sei Meuterei. Was Hawk auch nicht weiter stört. Nach sechsunddreißig Stunden ist die Schicht endlich vorüber. Erschlagen sitzt die Mannschaft im Messezelt. Henry kommt mit einem Funkspruch an, den Radar empfangen hat. Er kommt von den Chinesen. Die haben amerikanische Verwundete, die sie selbst nicht so intensiv behandeln können, wie sie behandelt werden sollten. Deshalb bieten sie an, daß die Verwundeten abgeholt werden. Bedingung: Keine Waffen. Übergabeort ist die 'Regenbogenbrücke', die fünfzig Meilen in feindlichem Gebiet liegt. Frank und Margaret halten das für eine Falle. Mag sein. Aber wenn nicht? Hawk und Trap wollen hinfahren. Und Henry überläßt ihnen die Entscheidung. Margaret überredet Frank dazu, auch mitzufahren. Das könnte eine lobende Erwähnung bringen. Aber er solle lieber einen Revolver mitnehmen. Und dann machen sie sich mit Radar und Klinger auf den Weg. Letzterer meint, wenn sie ihn nicht wegen Unzurechnungsfähigkeit entlassen, dann vielleicht wegen Tapferkeit! Dann sind sie da. Als ihnen die Chinesen entgegenkommen, drei von ihnen schwer bewaffnet, wird ihnen doch etwas mulmig. aber Frank erklärt den anderen, daß er für den Notfall auch bewaffnet sei. Entzückend! Hawk und Trap hatten immer schon an Franks Verstand gezweifelt, aber jetzt dreht die Meise unter seinem Pony wohl völlig durch. Der chinesische Offizier spricht sehr gut Englisch und will ihnen den Übergabevorgang erläutern. Als er seinen Männern einen Befehl gibt, fühlt Frank sich angegriffen und greift zur Waffe. Worauf Hawk und Trap ihm raten, das Ding rauszurücken. Der chinesische Offizier erklärt, daß die Verwundeten nun hierblieben, weil sie die vereinbarten Bedingungen verletzt hätten. Hawk versucht ihn zu beschwichtigen. "Sie tun etwas sehr Anständiges in einem unanständigen Krieg. Gefährden sie nicht neun Männer, nur weil irgendein Vollidiot General Custer spielen will." Es ist ihr Glück, daß sich der chinesische Offizier über Franks Minirevolver schlapplacht. Wieder im Camp sind Hawk und Trap nach einer weiteren OP-Schicht viel zu erschöpft, um ihre Reise nach Tokio anzutreten. Fix und fertig angezogen für die Reise hocken sie auf ihren Feldbetten, während Radar ihre Koffer packt. Als er damit fertig ist, sind die beiden eingeschlafen. Und Radar deckt sie leise zu.
|