Orginaltitel: A Full Rich Day
1.Ausstrahlung: 03.Dezember 1974
Hawk hat durch einige merkwürdige Umstände ein Tonbandgerät in die Finger bekommen. Und so verfaßt er den Brief an seinen Dad diesmal in mündlicher Form. Gestern gab es mal wieder reichlich Verwundete. Frank hat das Sagen im Bus. Und gleich Klinger am Wickel, dem er wiederholt, er wolle ihn nicht mehr in Kleidern sehen. "Erst wenn ich aus psychologischen Gründen entlassen werde." "Nur über meine Leiche!" "Auch das läßt sich machen, Sir." Klinger hat da einen türkischen Soldaten, der ein wenig aufmüpfig ist. Er will sich nicht behandeln lassen. Um seinen Willen zu bekräftigen, droht er mit einem Messer. Frank, die Großschnauze, überläßt es anderen, mit diesem Problem fertigzuwerden. Auch Radar bekommt Franks miese Laune zu spüren, den er leider aus Versehen anrempelt. "Und was ist aus dem Salutieren geworden, Corporal?" "Mir auch ein Rätsel, Sir." Radar ist auf der Suche nach einem Lieutenant der luxemburgischen Armee, der irgendwie abhanden gekommen ist. Aber es gibt noch andere Probleme. Da kommt ein Lieutenant mit einem Jeep ins Lager gefahren. Im Wagen liegt sein Sergeant, schwer verwundet. Der Lieutenant verlangt, daß sein Sergeant sofort behandelt wird. Da kommt er bei Frank an den Falschen. Leider hat Frank nicht damit gerechnet, daß es dem Lieutenant bitterernst ist. Als Frank sich einem Gewehrlauf gegenüber sieht, sucht er schleunigst das Weite und überläßt Radar alles weitere. Der soll den verwundeten Sergeant sofort in den OP schaffen. Frank ist sogleich zu Henry geeilt. Frank verbreite im OP etwa eine so beruhigende Wirkung wie Graf Dracula in einer Blutbank, erzählt Hawk seinem Dad. Da auch Henry den Lieutenant, der Smith heißt, nicht davon überzeugen kann, daß die Ärzte die Reihenfolge im OP festlegen, will Hawk es mal versuchen. Smith versteht auch durchaus, was Hawk ihm sagt. Und besteht weiterhin darauf, daß sein Sergeant zuerst operiert wird. Sonst würde es nämlich knallen. Ein überzeugendes Argument! Henry sieht sich gerade die Röntgenbilder des verwundeten Türken an, als der sich selbstständig macht. Henry versucht ihn zu beruhigen. Leider hat sich der Türke einer Betäubungsspritze bemächtigt. Henry greift aus Versehen in die Nadel, dreht sich einmal wie ein Kreisel um die eigene Achse und sinkt zu Boden. Und der Türke ist futsch. Glücklicherweise ist Henry bald wieder auf den Beinen. Da meldet sich ein Colonel Blanche bei ihm, Kommandant des luxemburgischen Kontingents der UN-Streitkräfte in Korea. Er hat erfahren, daß einer seiner Männer verwundet und ins 4077ste gebracht wurde. Radar klärt darüber auf, daß der Mann leider tot ist. Nun möchte Colonel Blanche den Leichnam gern für die entsprechenden militärischen Ehren mitnehmen. Und da muß Radar gestehen, daß man ihn gewissermaßen verlegt habe. Henry ist überzeugt, man werde ihn irgendwo finden. "Verlorene Tote finden wir meistens wieder." Während Trap und Frank den Sergeant operieren, unter der ständigen Beobachtung von Smith und seinem Gewehr, ist Radar auf der Suche nach dem entlaufenen Türken erfolgreich. Allein kann er ihn nicht fangen, also holt er Hawk als Verstärkung. Der Türke versteckt sich in der Küche. Da er mit einem Fleischerbeil bewaffnet ist, ist Vorsicht geboten. Es scheint so, als ob er zu seiner Einheit zurück will, um ein paar Chinesen fertigzumachen. Hawk hat da einen Plan. Zuerst einmal muß Radar seine Kleider rausrücken. Dann läßt Hawk für alle Pflaumensaft einschenken. Radar soll dabei dem Türken ein Wässerchen ins Glas mogeln, daß ihn außer Gefecht setzen wird. Und Radar fährt, mit einem Bettlaken wie mit einer Toga bekleidet, mit dem Türken Richtung Front. Henry und Colonel Blanche haben den abhandengekommenen luxemburgischen Lieutenant nicht finden können. Deshalb bietet Henry dem Colonel an, hier eine kleine Trauerzeremonie abzuhalten, was der Colonel sehr nett findet. Der Sergeant ist versorgt. Eigentlich könnte Smith sich jetzt etwas ausruhen und sein Gewehr beiseite legen. Da kippt er plötzlich um und Hawk stellt fest, daß er selbst schwer verwundet ist. "Den hat der Krieg wirklich ausgelutscht bis zum letzten." Draußen findet nun die Trauerzeremonie für den luxemburgischen Soldaten statt. Doch für Trauer ist es bei ihm noch zu früh. Der liegt nämlich eingegipst im Lazarett und als er seine Nationalhymne hört, rappelt er sich hoch und wankt nach draußen. Colonel Blanche ist überglücklich, ihn lebendig wiederzusehen. Und da kommt der Türke zurück, mit Radar, der selig schlummert. Offenbar hat Radar die Pflaumensaftgläser verwechselt. Behandeln lassen will sich der Türke aber immer noch nicht. Er verschwindet mit dem Jeep. Nachdem Hawk seinem Dad noch Grüße von seinen Zeltgenossen ausgerichtet hat, ist das Tonband auch fast zuende. "Mach's gut, Dad. Ich hoffe, Dich bald wiederzusehen ...".
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