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073. Trapper ist weg / Hunnicutt ante Portas |
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Orginaltitel: Welcome to Korea
1.Ausstrahlung: 12.September 1975
Mangels eines neuen, offiziellen Kommandeurs hat nun Frank das Sagen im 4077sten. Für das dadurch schon genug gestrafte Personal bedeutet dies unter anderem morgendliche Appelle. Weil es Frühling ist, trägt Klinger zu seiner Uniform ein schickes Hütchen. Anlaß für Frank, ihm mal wieder den Marsch zu blasen. "Ich habe sie gewarnt! Sie werden wegen dieser Spinnereien nicht entlassen. Wenn ich sie noch mal mit einem Hut erwische oder mit einem Büstenhalter, ha, dann werde ich sie befördern!" Gerade als Frank die Truppe wegen seines entwendeten Privatschinkens zur Rede gestellt hat, rollt eine Rikscha an. Darin sitzt Hawk, der von seinem Tokiourlaub zurückkehrt. "Ja, danke, genau hier ist es. 42ste/Ecke Schmutzavenue." Frank ist gleich auf hundertachtzig. "Captain!" "Niemand hat das Recht, mich so zu nennen." "Captain Pierce! Offiziere, die vom Urlaub zurückkommen, haben sich bei ihrer Rückkehr beim Kommandeur zu melden." "Schnauzelbauz, ich bin wieder da." Hawk hat ein Geschenk für Frank mitgebracht. "MacArthur als Puppe. Man zieht sie auf, sie kommt immer wieder zurück." Und mit diesen Worten wankt er, Franks Protest ignorierend, Richtung Dusche. Radar folgt ihm dorthin. Für Hawks Geschmack und Schädelbrummen spricht der Kerl etwas zu laut. "Leise, Radar. Sprich bitte in kleinen Buchstaben. Ich hab' nen Kater, größer als die Rocky Mountains. Sechs Aspirinfirmen streiten sich um meinen Kopf." Radar versucht ihm etwas zu sagen, aber Hawk hört nicht ganz zu. Man hätte die ganze Zeit versucht, ihn zu erreichen, vergeblich. Warum, fragt Hawk. Sie hätten doch Frank Burns und Trapper gehabt. Na, das wäre es ja gerade, sagt Radar. Trapper sei weg. Er hätte seinen Entlassungsbefehl erhalten und sei ab nach Hause. Warum sie ihn denn nicht angerufen hätten, fragt Hawk. "Ich sag doch: Wir haben's laufend versucht! - Er war zwei Tage lang betrunken. Und dann ist er splitterfasernackt durchs Messezelt gerannt und hat mit Bananen um sich geschmissen." Hawk fragt Radar, ob Trapper ihm nicht irgendwas dagelassen hätte, eine Nachricht oder so. Widerstrebend gibt Radar Hawk einen Schmatz auf die Backe - das sei das einzige gewesen und er solle zur Kenntnis nehmen, das sei Trappers Idee gewesen. Nun erfährt Hawk, daß Trap erst heute morgen abgefahren ist, um die Frühmaschine von Kimpo zu nehmen. Hawk drückt nun Radar vor Freude einen Kuß auf, was den veranlaßt, sich samt Uniform unter die Dusche zu stellen. Inzwischen beklagt sich Frank bei Margaret darüber, daß McIntyre gegangen ist und nicht Pierce. Letzterer sei der Schlimmste. Margaret fragt ihn, ob er sich nicht an die Nacht erinnere, wo McIntyre ihn betäubt und jedes Haar vom Körper abrasiert hätte. Da kommt Hawk herein, um Frank zu melden, daß er jetzt nach Kimpo fahre, um sich von Trapper zu verabschieden. Frank sagt natürlich nein. Es sei sein bester Freund gewesen, bemerkt Hawk ernst. "Überschätzen sie das nicht ein bischen?" "Er war auch für sie von großer Bedeutung, Frank." "Wieso?" "Über ein Jahr hat er mich davon abgehalten, sie umzubringen." Mitten in diese Diskussion platzt Radar, mit den Papieren eines gewissen Captain Hunnicutt, Captain McIntyres Nachfolger. Captain Hunnicutt käme in einer Stunde in Kimpo an und Radar bittet um Erlaubnis, ihn abzuholen. Warum er denn auch naß sei, fragt Frank. "Na, äh, weil Wasser auf der Uniform ist, Sir." Auch Hawk bittet um Erlaubnis, und zwar, sich in sein Quartier zurückziehen zu dürfen. Das hat er aber gar nicht vor. Draußen unterschreibt Radar gerade für den Jeep. Und da kommt Hawk und besteht darauf, mitzufahren. Er klemmt sich ans Steuer und düst mit einem Affenzahn Richtung Kimpo. Unterwegs treffen sie auf einen Kontrollpunkt der MP. Und Hawk rast einfach daran vorbei. Radar wird es ganz mulmig. Die MP hat natürlich gleich per Funk die Kollegen informiert und so kommen Hawk und Radar nicht weit. Aber Hawk hat sich schon was einfallen lassen. Als die MP sie anhält, schwindelt Hawk, Radar hätte Neurapraxia und müsse sofort ins 121ste. Die MP ist mißtrauisch, aber als sie hört, diese Krankheit sei sehr ansteckend, darf Hawk weiterfahren. In Kimpo angekommen, erfährt Hawk, daß er Trapper um zehn Minuten verpaßt hat. Zehn Minuten! Inzwischen hat Radar Captain Hunnicutt gefunden. Nun, da es hier nichts mehr zu tun gibt, gedenkt man, zurück zu fahren. Doch wo zum Geier ist der Jeep? Er muß geklaut worden sein! Radar flippt fast aus; er fühlt sich für den Jeep verantwortlich und befürchtet, daß er die Kiste für den Rest seines Lebens abstottern darf. Nun, sich aufregen bringt nichts. Wie wäre es denn mit einem Schlückchen im Offizierscasino? Radar will da nicht mit hinein. Er sei doch nur ein Corporal. Aber Hawk fegt seine Bedenken beiseite, leiht sich etwas von Captain Hunnicutts Modeschmuck und befördert Radar zum "Corporal Captain". Hunnicutt, der mit Vornamen B.J. heißt, meint: "Ich habe nur fünf Wochen Grundausbildung. Nennt man sowas Beförderung im Feld?" So ganz kommt er bei dem, was Hawk und Radar reden, noch nicht mit. Radar fühlt sich gar nicht wohl in seiner Corporalshaut. Nachdem Hawk die Drinks bestellt hat - Grapefruitsaft für Captain O'Reilly - meint er zu B.J.: "Korea wird ihnen gefallen: Camping, Wetten beim Rattenrennen und fließend heißer und kalter Durchfall." B.J. ist verheiratet. "Sind sie verheiratet?", fragt er Hawk. "Nein. Da müßte mich erstmal jemand schwängern." B.J. erzählt, vor kurzem sei er noch zu Hause gewesen. Kleines Haus in Mill Valley, seine Frau Peg im achten Monat schwanger. "Und die ziehen mich ein!" Radar macht sich Sorgen um einen Colonel, der ihn schon eine ganze Weile beobachtet. Und dann kommt er sogar zu ihnen rüber. Hawk erklärt, was es mit der Corporalsstreifen-Captainsbalken-Kombination auf sich habe. Das sei eine neue Direktive vom Pentagon und sie seien hier, um die Akzeptanz dieses neuen Rangs festzustellen. So ganz frißt der Colonel das nicht, aber er verzieht sich wieder. B.J. fragt, wie die 4077ste denn so sei. "Flickwerkchirurgie, keine Verzierungen. Nur, wenn bei uns ein Verwundeter auf der Matte steht, dann sind seine Überlebenschancen bei 97,8 Prozent." "Sagt viel über's Personal." "Ein guter Haufen. Nur die beiden Größten der Welt haben sie verpaßt. - Henry Blake, unser Commander. Henry war ein Riese, vom Scheitel bis zur Leber." Henry hätte es aber nicht geschafft. Und Trapper John hätte er um zehn Minuten verpaßt, der, für den er der Ersatz sei. Radar wirft ein, daß Frank Burns jetzt auf sie warten würde. Das sei jetzt ihr Commander. "Laterne, ziemlich weit unten", erklärt Hawk. "Major Burns. Major Frank Burns! Wir nennen ihn 'das Frettchengesicht', da haben sie 'ne Vorstellung, wie wir den Typen mögen." "Ein guter Chirurg?" "Genauso gut, wie ein Betonpfeiler zartfühlend sein kann." Als sie aus dem Offizierscasino kommen, steht da ein Jeep. Er gehört dem General, der gerade gekommen ist. Aber Hawk behauptet, es sei ihrer. Widerwillig setzt sich Radar ans Steuer und ab geht's - Richtung 4077stes MASH.
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073. Trapper ist weg / Hunnicutt ante Portas |
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Orginaltitel: Welcome to Korea
1.Ausstrahlung: 12.September 1975
Auf der Rückfahrt zum Camp treffen Hawk und Radar auf dieselbe MP, die sie bei der Hinfahrt angehalten hat. Jetzt heißt es, sich schnell etwas auszudenken. Im 121sten sei kein Platz für Radar gewesen. Also würden sie ihn wieder ins 4077ste bringen. Dies sei Captain Hunnicutt, extra für seine Behandlung eingeflogen. Und daß Radar den Jeep führe, sei eine gute Therapie. Die MP ist mißtrauisch. "Ein anderer." "Ein anderer?", fragt Hawk. "Ein anderer Jeep. Der Jeep ist ein anderer!", bemerkt die MP ungeduldig. "Ach so, ja. Sie haben ein gutes Auge, Lieutenant, gut. Ja, dieser andere Jeep ist zweifellos ein anderer Jeep. Wir haben ihn in Seoul abgeholt. Er wurde unserem Kommandeur gestohlen." "Sein Name?" "Major Burns. Major Frank Burns. Spezialist für chronische Kurzlebigkeit." "Frank Burns", notiert sich die MP. "Oder Frettchengesicht. Er hört auf beides." Jetzt wird es der MP zu bunt. Aber da bekommt Radar einen rettenden 'Anfall' und die MP kriegt es mit der Angst zu tun. Der Lieutenant läßt sie weiterfahren. Puh! Auf der Weiterfahrt kommen sie an einem Feld vorbei. Dort steht eine koreanische Bauernfamilie mit einem Ochsen. Zwei Mädchen stochern mit Stöcken in dem Feld herum. Radar hält an und Hawk erklärt B.J., daß die Mädchen das Feld nach Landminen absuchen. Wenn ihnen nichts passiert, ist der Ochse sicher. Radar und Hawk rufen ihnen zu, sie sollen damit aufhören, aber der Vater der Mädchen sagt ihnen auf Koreanisch, daß sie weitermachen sollen. Hawk ist des Koreanischen nicht so gut mächtig wie Radar und so sagt er zu dem Alten "Usan", worauf ihm Radar erklärt: "Sie haben ihn einen Regenschirm genannt." In dem Moment geht eine Mine in dem Feld hoch und Radar rennt ohne nachzudenken mitten ins Feld hinein. Zum Glück kommt er unbeschadet mit dem verletzten Mädchen wieder heraus. Das Mädchen wird in den Jeep gepackt, um es ins nächste Krankenhaus zu fahren. Radar soll der Familie klarmachen, daß nicht alle mitfahren können, vor allem der Ochse nicht. "Kein Ochs! Nix Ochsikowski!" Inzwischen, im Camp. Frank beaufsichtigt Klinger beim Saubermachen im Sumpf. Der Neue soll schließlich einen guten Eindruck bekommen. "Sagen sie, was machen die Ohrringe da in ihren Ohren?", will Frank wissen. "Die hängen da nur so rum, Sir." "Nehmen sie sie ab!" "Ja, Sir." "Und, äh, haben sie da wieder etwas Verrücktes unter ihrer Uniform?" "Nichts Verrückteres, als sie unter ihrer auch tragen, Sir!", bemerkt Klinger mit einer gewissen männlichen Würde. Hawk, B.J. und Radar haben unterwegs eine Reifenpanne. B.J. hatte Hawk gerade gefragt, ob hier alle einheimischen Krankenhäuser so furchtbar seien, so primitiv. "Ja, im Rückständigsein sind sie uns ein Jahrhundert voraus", gibt Hawk Auskunft. "Was ihnen an Hygiene mangelt, machen sie durch Armut wieder wett." Während sie den Reifen wechseln, kommen ein paar Einheimische vorbei. Plötzlich sind sie verschwunden. Oh je! Das werden Guerillas sein. "Schießen die auf Ärzte?", fragt B.J. "Auf Ärzte, Anwälte, Indianerhäuptlinge - auf jeden mit normalem Stuhlgang." In aller Eile wird der Reifen gewechselt, während ihnen tatsächlich schon die Kugeln um die Ohren pfeifen. Schnell machen die drei, daß sie fortkommen. Später treffen sie auf Soldaten aus der Heimat. Während sie sich erkundigen, ob jemand aus ihren Heimatstaaten dabei ist, geraten sie plötzlich unter Granatbeschuß. Schnell suchen sie Deckung unter einem Jeep, aber die müssen sie aufgeben, da sie gebraucht werden. Leider gibt es bei diesem Angriff auch Tote. B.J. versucht, einem Soldaten zu helfen, der keine Herzfunktion mehr hat. Nur, was er da sieht, ist für ihn, der so etwas noch nicht gewöhnt ist, zuviel. Er muß sich übergeben. "Laß' mal. Ist dein erster Schultag. Wir sollten uns duzen, sonst gewöhnen wir uns das Siezen noch an." Nachdem die Verwundeten versorgt sind, machen sie sich wieder auf den Weg. Inzwischen hat Frank herausbekommen, daß O'Reilly Hunnicutt in Kimpo mit dem Jeep abgeholt hat. Und Margaret vermutet, daß Pierce' Verschwinden etwas damit zu tun hat. "Margaret, ich werde Hunnicutt nach meinem Ebenbild formen - soldatisch, effizient. Man gebe mir einen Mann mit 28 und er wird mein sein, sein Leben lang!" "Frank!" "Ja, Schatz?" "Für einen Moment sah es aus, als hättest du ein Kinn!" Endlich im Camp angekommen, zeigt Hawk B.J. erstmal Rosies Bar, obwohl Radar Einwände macht. Sake und Bier und für Radar Grapefruitsaft - und Hawk gesteht B.J., daß dieser Luxuslokus für ihn in zwei Monaten die schönste Kneipe der Welt sein würde. Der kleine Tumult durch eine Schlägerei läßt Hawk und Radar völlig kalt, während er B.J. leicht beunruhigt. Aber später sieht die Welt schon anders aus. Fröhlich lachend torkelt man in leichter Schräglage zum Jeep. Radar besteht darauf, zu fahren. Nach einigen Metern ist man da. Angelockt von Radars lautem Gehupe stehen die beiden Majors schon erwartungsvoll bereit. Leicht lallend stellt Hawk B.J. ihnen vor. Und B.J. wendet sich zu Frank: "Wie geht's, Frettchengesicht?" Dann kann er sich vor Lachen nicht mehr auf den Beinen halten. Auch Hawk erstickt fast an einem gigantischen Lachanfall. Und die Majors sind völlig entgeistert. Später erscheint die wohlbekannte MP mit Gefolge und kassiert Frank ein, wegen des gestohlenen Generals-Jeeps. "Ich würde für den Charakter dieses Mannes bürgen, aber er hat keinen", erklärt Hawk der MP.
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