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Spruch |
Frank: "Hier ist der morgige Dienstplan. Hängen Sie ihn aus."
Radar: "Der macht unbeliebt."
Frank: "Ich bin nicht hier, um geliebt zu werden."
Radar: "Dann sind Sie hier allerdings genau richtig, Sir."
aus Folge: Ach Henry, komm doch wieder
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Robert Altman'S Kommentar zum M.A.S.H Film |
Ich weiß nicht, was ihnen genau mißfiel. Sie spürten wohl die Respektlosigkeit, aber sie konnten sie nicht genau festmachen.
Frank Burns und Hot Lips waren erzkonservative, pedantische Figuren. Alle anderen Figuren waren keine Soldaten, sondern Ärzte. Sie hatten keine Gewehre und waren nicht im Kampfeinsatz. Sie pflegten die Soldaten gesund oder versuchten es zumindest. Sie pflegten oder beerdigten die unendlich vielen Verletzten. Es war damals schwer für Militärärzte, Armeeangelegenheiten ernstzunehmen. Jeden Tag ging es um Leben und Tod, und es war daher völlig egal, ob sie degradiert oder befördert wurden oder vor dem Kriegsgericht landeten, denn die Armee brauchte die Chirurgen dringend. Die Ärzte wären wahnsinnig geworden, wenn sie nicht diese Einstellung gehabt oder sich nicht so verhalten hätten. Und die Respektlosigkeit ist etwas ...
Man darf nicht vergessen, welche Stimmung 1970 im Land herrschte. Wir befanden uns mitten im Vietnam-Krieg, dem die Leute ablehnend gegenüberstanden. Das Militär und die Armee waren zwar durchaus Institutionen, die die Leute anzugreifen und zu kritisieren wagten. Aber von sämtlichen konservativen Autoritäten im Land, ob kirchlich oder politisch, ernteten wir harsche Kritik. Man warf uns vor, wir würden uns über das Militär lustig machen - was ja auch stimmte. Aber das Verhalten, das wir im Film zeigen, war der Wirklichkeit sehr ähnlich.
Jemand von der Schnittabteilung sagte: „Oh Gott, das muß raus, dieser Mann mit der blutenden Halsader, das muß raus. Das muß geschnitten werden. Das können wir nicht zeigen.“
DARRY ZANUCK war gerade in Europa gewesen. Er kam zurück, als wir gerade fertig waren. Er kam mit zwei jungen Frauen, die er in Europa kennengelernt hatte, ins Studio. Als DARRY ZANUCK sich den Film ansah, sagte er: „Mein Gott, die Blutszenen müssen aber raus.“ Er war Leiter der Schnittabteilung. Ich versicherte ihm, sie würden rausgenommen werden, aber die jungen Frauen sagten: „Das ist doch der beste Teil des Filmes.“ Und ZANUCK richtet sich nach ihnen. Dadurch konnte der Film, wie ich schon sagte, „entfleuchen“.
Ich erinnere mich an einen Vortrag, den ich vor 5.000 Leuten in Wisconsin hielt. Jemand stand auf und fragte: „Warum behandeln Sie Frauen so miserabel? Sind Sie ein Frauenfeind?“ Und ich sagte: „Nein, ich behandle Frauen nicht so. Ich zeige Ihnen, wie Frauen meiner Erfahrung nach behandelt werden. So hat man Frauen behandelt, und so behandelt man sie immer noch.“ Vor allem in der Armee, wo es zahllose Männer gibt, die auf der Stufe von Vierzehnjährigen stehen geblieben sind. Das war das eigentliche Thema des Films - zu zeigen, wie Frauen behandelt werden.“
Es gab ein paar religiöse Gruppen, die uns kritisierten. Die Darstellung des katholischen Kaplans mißfiel ihnen. Sie wissen schon, das Übliche ...
Politisch Rechtsgerichtete, Konservative kritisierten uns. Und die, die gegen diese Ideologie protestierten, verteidigten uns. Darum wurde der Film ein Erfolg.
Für mich und alle anderen, die an dem Film arbeiteten, ging es um eine Auseinandersetzung mit dem Vietnam-Krieg. Laut Drehbuch ging es zwar um den Korea-Krieg, aber die politische Einstellung, die Respektlosigkeit und die Kritik war gegen NIXON und den Vietnam-Krieg gerichtet. Wir benutzten den Korea-Krieg als Ersatz für den Vietnam-Krieg.
Die Schauspieler teilten alle die gleiche Einstellung, vor allem die mit den kleineren Rollen. Jeder in dieser Szene kam aus San Francisco, und sie waren, wie es so schön heißt, Rebellen, sowohl beruflich als auch privat. DONALD SUTHERLAND und ELLIOT - auch wenn ELLIOT nicht so fanatisch war - waren die Einzigen, die ihre Schauspielkarriere sehr ernstnahmen.
Diese Szene war wirklich absurd. Die Nachstellung von da Vinics „Das letzte Abendmahl“ war eine Farce, aber wir kamen damit durch. Wir wollten an dem Tag die Szene drehen, in der sie Painless in den Sarg legen. Ich wußte noch nicht genau wie, aber dann kam ich auf die Idee, sämtliche Schauspieler in Weiß antreten zu lassen. Und so stellten wir das Tableau vom letzten Abendmahl nach. Das hat viel Spaß gemacht.
Den Song „Suicide is Painless“ ist übrigens von meinem Sohn, MICHAEL ALTMAN. Er schrieb ihn zusammen mit JOHNNY MANDEL. Der Song sollte ursprünglich nur diese Szene untermalen. Aber dann gefiel uns die Musik so gut, daß wir sie als Titelmusik benutzten. Der Film beginnt damit. „Suicide is Painless“ hätte ein Hit werden können, aber die Plattenfirmen brachen den Song nur als Instrumentalversion raus. Der Text durfte nicht gespielt werden, weil Selbstmord darin erwähnt wurde. Das schien nicht gut für die Öffentlichkeit
Hier hören wir KENNY PRYMUS. Er ist schon seit zwanzig Jahren mit „Cats“ am Broadway, aber ich habe ihn seither in keinem anderen Film gesehen. Er hat eine tolle Stimme. Und das ist COREY FISCHER mit der Gitarre. Er hat bei „McCabe & Mrs. Miller“ und „Nur Fliegen ist schöner“ mitgearbeitet. JOHN SCHUCK, der Painless Pole spielt, war auch in den beiden Filmen. Er war in „Nur Fliegen ist schöner“ und ... Er hat in vielen meiner Filme mitgespielt. GARY BURGHOFF ist der Einzige, der später auch in der Serie mitspielte.
Mir gefiel die Serie nicht, denn sie war das genaue Gegenteil von dem, was ich mit dem Film hatte ausdrücken wollen. Mein Film handelte von einem Krieg in Asien, der ja damals auch wirklich stattfand. Aber in der Serie wütete der Krieg 12 Jahre lang jeden Sonntagabend. Was an Gemeinplätzen und kleinen Botschaften auch gesagt wird, die dunkelhäutigen Leute mit den Schlitzaugen sind immer Feinde. Deshalb fand ich die Serie ziemlich rassistisch. Sie gefiel mir ganz und gar nicht. Für mich war die Serie das Gegenteil von dem, was ich hatte bewirken wollen, aber viele Leute wissen nicht mal, daß der Film existiert. Eine weltweite Umfrage ergäbe: „Oh, das war doch diese Serie mit Alan Albert oder so ähnlich.“
Der Humor in „M*A*S*H“ war sehr vulgär, viele Witze waren sexistisch, und es kam viel Fäkalsprache darin vor, ziemlich geschmacklos. Aber unserer Meinung nach war nichts so obszön und so geschmacklos wie das Abschlachten dieser jungen Männer. Es war sinnlos, sie wieder zusammenzuflicken, nur um sie wieder an die Front zu schicken, damit sie wieder in die Luft gejagt wurden. In einem Krieg, der aus rein politischen Gründen geführt wurde. Niemand bedrohte die Sicherheit der USA. Niemand wollte uns angreifen. Es war nur ein Popanz, den Leute wie MCCARTHY und die Rechten aufgebaut hatten.
Der Erfolg unseres Filmes lag im Timing. Er kam zum richtigen Zeitpunkt in die Kinos. Denn die Öffentlichkeit war ... Die Leute teilten unsere Einstellung gegen Krieg, Macht und Patriotismus. Daher fand der Film Anklang.
Der Humor war wirklich ziemlich lustig. Die Zuschauer hatten damals noch nie solche Operationsszenen gesehen. Andere Filme über dieses Thema waren extrem seriös und zumindest todernst. Wenn die Ärzte in der damaligen Situation ihren Humor verloren hätten, hätten sie den Krieg nie überstanden.
Dieser Hubschrauber stürzte wirklich ab. Wir drehten die Szene, zwei Typen lagen auf Bahren, der Hubschrauber hob ab und fiel dann wie ein Stein runter. Zum Glück wurde niemand verletzt, aber es war ein böser Unfall, und die zwei Leute auf den Bahren wurden durch die Luft geschleudert. Ihr Make-up war das von verwundeten Soldaten, überall Blut. Wir brachten sie ins Krankenhaus, und als sie dort ankamen, wußten die Ärzte schon, daß unser Hubschrauber abgestürzt war und daß zwei Opfer auf dem Weg waren. Beim Anblick der blutüberströmten Leute fiel eine Krankenschwester in Ohnmacht. Der abgestürzte Hubschrauber blieb am Drehort, und wir benutzten ihn für weitere Szenen.
Jetzt kommt die berühmte Szene mit Hot Lips im Duschzelt. SALLY war sehr nervös deswegen. Sie war wohl noch nie nackt aufgetreten, weder in einem Film noch sonst wo. Sie sagte: „Ich weiß wirklich nicht, wie ich das soll.“ Ich sagte: „Geh einfach rein und dusch dich, und wenn die
Zeltklappe auffliegt tust du alles, damit man nichts sieht. Es ist einfach.“ Aber sie war wirklich nervös. Ich dachte, SALLY wäre zu schüchtern, sich nackt zu zeigen, aus den üblichen Gründen. Später kam raus, daß es ihr nichts ausmacht, ihren Körper oder ihre Brüste zu zeigen. Aber sie fand ihre Hüften zu breit und sie wollte nicht, daß jemand ihre Beine sah. Es war also eine Frage der Eitelkeit, nicht der Schamhaftigkeit.
Als wir die Szene zum ersten Mal drehten, sagte ich: „Geh duschen, und wenn die Klappe hochfliegt, soll man nichts sehen.“ Bei der ersten Aufnahme ging die Zeltklappe hoch, SALLY schaute uns an und warf sich so schnell auf den Boden daß wir kaum mitbekamen, was geschah. Sie lag auf dem Boden, bevor sich die Zeltklappe bewegte. Das hier war die zweite Aufnahme. Nachdem sie im Zelt verschwunden war, stellten Radar und ich uns draußen auf. Wir standen neben der Kamera, mit runtergelassenen Hosen. Die Zeltklappe flog auf, sie schaute raus, und weil sie uns beide nackt dastehen sah, zögerte sie und erstarrte für einen Moment. Auf diese Art bekamen wir, was wir wollten. SALLY ist eine tolle Schauspielerin, und dieser Wutausbruch ist ein Höhepunkt des Films. Es wäre unmöglich gewesen, Sally zu bewegen, die Szene zu wiederholen.
Diese Szene drehten wir auf einer kleinen Straße auf dem Aufnahmegelände. Die Straße ist voller Menschen.
Das ist TED KNIGHTS Stimme. Er hat sehr viele von diesen Durchsagen gesprochen.
Ich glaube ELLIOT dachte bei den Dreharbeiten oft an GROUCHO MARX.
Das ist BOBBY TROUP. Er ist vor ein paar Jahren gestorben. Er war ein fantastischer Komponist und Schauspieler.
Schauspieler machen gewöhnlich, was ihnen am besten liegt, auch beim Improvisieren. Sie kennen das Drehbuch und wissen, was die Aussage des Films ist. Und... Ich lasse sie immer selbst herausfinden, wie es am besten geht. Die meisten halten sich an das Drehbuch, denn so fühlen sie sich am sichersten. So besteht keine Gefahr, daß sie das Drehbuch fehlinterpretieren. Sie geben nur das wieder, was im Drehbuch beschrieben ist. Das Einzige was sie dabei variieren, ist die Anzahl der Worte.
Ich bin mir sicher, daß dies genau so im Drehbuch stand. Aber ich bezweifle, daß die Pointe am Ende, der kleine Satz, im Drehbuch stand. Ich weiß nicht, vielleicht doch. Aber ich will das Drehbuch nicht kritisieren. Wir sprechen davon, wie sich Schauspieler verhalten, wie sie die Intention des Drehbuchs rüberbringen.
Das ist MICHAEL MURPHY. Er spielt den Arzt Me Lay.
HAL STINE, der Kameramann, war viele Jahre beim Fernsehen gewesen, und er war es gewöhnt schnell zu arbeiten. Er machte eine Aufnahme und fertig.
Ich glaube, das ist die Szene, in der der Hubschrauber abstürzte. Mit den Leuten an Bord. Man kann sehen, daß sie als Verwundete zurechtgemacht sind.
Es gab ursprünglich eine Poker-Szene, die im Film dann aber nicht vorkam. In der ersten Folge der TV-Serie war sie dann jedoch enthalten. Für die Serie wurde alles neu verfilmt, was im Drehbuch stand. Von seinem Drehbuch kann in der Regel viel weggelassen werden. Aber ganze Szenen haben wir nur selten rausgeschnitten.
Die Kritiken waren herausragend. Man wollte kein Geld dafür ausgeben, mich zur New Yorker Premiere einfliegen zu lassen. Aber dann erschien PAULINE KAELS Kritik im New Yorker, und ein anderer Produzent, mit dem ich danach „McCabe & Mrs. Miller“ drehen wollte. DAVID FOSTER bezahlte meine Reise.
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Information |
Auf der M.A.S.H DVD findet ihr die englische Orginalversion des Kommentars von Robert Altmann.
Großen Dank an Hiltrud, die sich die Arbeit gemacht hat, alles mitzuschreiben und zu übersetzen!
Wem das lesen hier zu anstrengend ist, kann sich die gesamte Übersetzung als doc-Datei herunterladen.
Download
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DVD in DEUTSCH |
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