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Spruch |
General Barker: "Haben Sie eigentlich mitbekommen, daß bei Ihnen ein Mann Wache schiebt, der in einem Kleid rumläuft?"
Henry: " Ja, glücklicherweise hat er ja die Beine dafür."
aus Folge: Das total verrückte Feldlazarett
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Robert Altman'S Kommentar zum M.A.S.H Film |
Der Film lief Anfang Januar in New York an. Draußen tobte ein Schneesturm, als ich zur Premiere im Kino an der East Side ging. Es herrschten 15 Grad minus, und die Straßen waren menschenleer. Aber als wir zum Kino auf der Third Avenue kamen, da stand die Schlange bis zur nächsten Straßenecke und um mehrere Blocks herum. Etwas Aufregenderes habe ich nie gesehen. Die Mundpropaganda funktionierte gut, und der Film war wirklich erfolgreich.
In einigen Kinos... Man darf nicht vergessen, es waren die 70er Jahre. In einigen Kinos, unter anderem in Vancouver, lief „M*A*S*H“ ein ganzes Jahr. Ein Jahr im gleichen Kino. Und das, bevor es Multiplex-Kinos gab. Der Film war eine Art Zäsur, er war ein Phänomen.
Die Schauspieler am Set standen sich alle sehr nahe, bis auf ELLIOT und DONALD. Alle anderen wurden dicke Freunde. Nur die zwei sonderten sich ab, nicht unbedingt gegen den Rest, aber sie blieben unter sich. Ihr Benehmen am Drehort war ziemlich albern. Sie benahmen sich etwas seltsam. Die beiden beachteten die anderen Darsteller kaum. Sie verstanden sich nicht gut mit ihnen, aber der Rest der Truppe war fantastisch, wirklich, es war ein richtiges Ensemble. Doch ELLIOT und DONALD, vor allem DONALD, fühlten sich als die großen Stars, und ich glaube, es gefiel ihnen nicht, Teil eines Ensembles zu sein.
Das ist FRED WILLIAMSON. Er war ein guter Football-Spieler. Ich glaube, er macht immer noch Filme. Auch TIMMY BROWN war ein Football-Spieler, eben so FRED WILLIAMSON, den wir hier gerade sehen.
Die Spieler, die wir im Film benutzen - hier kommen sie gerade auf das Feld, waren Halb-Profis, und zwei oder drei waren Voll-Profis. Das ist BUCK BUCHANAN von „Kansas City Chiefs“. Wir hatten also echte Profis in der Mannschaft. Sie gaben ihr Bestes.
Dieser Spieler wurde von allen „Super Nat“ genannt. Er war unglaublich schnell, ein echter Sprinter. Kein Mensch konnte ihn aufhalten.
SALLY war in dieser Szene sehr witzig. Als Cheerleader war die herausragend. Sie ist eine tolle Schauspielerin, und sie gibt in jeder Situation ihr Bestes. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr ich sie bewundere. Wir drehten diese Szene in Kalifornien, im Griffth Park, glaube ich. Es war ein Stück Land, aber wir machten ein Football-Feld daraus.
JOHNNY MANDEL hat die gesamte Filmmusik komponiert. Niemand ist besser als MANDEL. Er ist einfach der beste Musiker. Er hat alles geschrieben. Er komponierte die japanische Musik, die asiatischen Lieder, die man am Anfang hört. Er nahm das alles mit Gruppen auf, während wir nach untalentierten Sängern suchten. MANDEL schrieb die gesamte Musik, jede Note.
Hiernach arbeitete ich mit einem Acht-Spuren-System. Später dann mit einem 16-spurigen. Jeder Schauspieler bekam ein Mikro, weil ich die Atmosphäre des Ganzen einfangen wollte, nicht nur die Stimmen der Stars. Wir waren nicht allzu sehr an der Tonqualität interessiert. Es kam uns auf die Atmosphäre an, nicht darauf, jedes Wort zu verstehen.
Jedes Mal, wenn man sich den Film wieder ansieht, findet man etwas Neues, weil man in die Ecken sehen kann, in den Hintergrund. Jeder Schauspieler macht etwas Interessantes, auch wenn er nicht im Mittelpunkt steht. So gehe ich Filme nun einmal an. Ich mag diesen Stil, und ich fühle mich wohl, wenn ich so arbeite. Das bedeutet nicht, daß alle Filme so sein müssen. Dies sind unsere metaphorischen Kriegsschauplätze.
Als die Dreharbeiten zu dem Film angekündigt wurden, kamen viele befreundete Schauspieler zu mir, darunter viele Schwarze und sagten: „Das ist toll. Du gibst mir doch eine Rolle, oder?“ Und ich sagte: „Als Schwarzer spielst du in diesem Film einen Burschen oder Diener.“ Sie meinten: „Aber im Korea-Krieg gab es in der Armee keine Rassentrennung.“ Und ich: „Ja, theoretisch, aber nicht in Wirklichkeit.“ Wir leben selbst im Jahre 2000 noch in einer sehr rassistischen Gesellschaft, und das war 1970, also vor dreißig Jahren. Zu dieser Zeit, als sich dies alles abspielte, waren wir in diesem Land, und vor allem in der Armee, rassistisch. Dieses Thema konnte man nicht ignorieren. Meinen schwarzen Freunden sagte ich: „Wenn ihr eine Rolle in dem Film wollt, werdet ihr einen verwundeten Soldaten oder einen Offiziersburschen spielen, denn genau so war es damals.“ Ich wollte zeigen, wie unsere Gesellschaft wirklich war, nicht wie wir sie gerne gehabt hätten.
Der Film ist sehr direkt und gradlinig. Nichts ist subtil. Je schlechter der Witz, umso größere die Chancen, daß ich ihn verwenden würde. Ich wollte nichts Subtiles, nichts Abstraktes. Wir waren auf der Suche nach Geschmacklosigkeit, denn nichts war geschmackloser als die lange Schlange der Verletzten. Geschmacklosigkeit war unser Glaubensbekenntnis. Es brauchte nur jemand etwas Geschmackloses vorzutragen, und ich stimmte zu.
Eines vergesse ich nie: Nach dem Tod meiner Mutter kehrte ich nach Kansas City zurück, und nach der Beerdigung hielten wir die Todesfeier in unserem Haus ab. Die Frauen aus der Nachbarschaft kochten und erledigten das Praktische, und eine von ihnen sagte zu mir: „Ihre Mutter war so stolz auf Sie. Wir sind alle ganz verrückt nach „M*A*S*H“. Wir lieben diese Serie.“ Und ich: „Mit der Serie habe ich nichts zu tun.“ Und diese Leute wußten nicht mal, daß der Film existierte. Nachdem mein Vater den Film gesehen hatte, rief er meine Tante an und sagte: „Geh bloß nicht rein. BOBBY hat einen schmutzigen Film gemacht.“ Sie waren wirklich schockiert. Aber das war vor dreißig Jahren, und damals hatten die Leute völlig andere Moralvorstellungen als heute.
Während des gesamten Films kündigten wir Spielfilme an, die gezeigt wurden, und wir unterhielten uns über ältere Filme. Und am Ende dieses Films, zu dem wir jetzt kommen, als wir sämtliche Figuren vorstellten,... Dieser Film hat kein Ende, er ist eine unendliche Fortsetzung. Ein paar Soldaten durften nach Hause gehen, und ein paar mußten bleiben. Und dann habe ich die Schauspieler vorgestellt. Wie der Krieg hatte dieser Film kein richtiges Ende, der verlor sich einfach. Und dann sprachen die Leute auch nicht mehr allzu viel davon.
Es gab im Armee-Gesangbuch wirklich ein Gebet für die Segnung eines Autos. Das fand ich ziemlich merkwürdig.
Und das war´s.
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Information |
Auf der M.A.S.H DVD findet ihr die englische Orginalversion des Kommentars von Robert Altmann.
Großen Dank an Hiltrud, die sich die Arbeit gemacht hat, alles mitzuschreiben und zu übersetzen!
Wem das lesen hier zu anstrengend ist, kann sich die gesamte Übersetzung als doc-Datei herunterladen.
Download
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DVD in DEUTSCH |
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