Alternative Medizin!

  • Blöder Titel, aber mir fiel nichts Anderes ein.


    Wir waren ja heute auf dem Geburtstag eines Freundes. Dessen Mutter beschäftigt sich sehr mit allen möglichen esoterischen Dingen. So mit Energiekanälen, Pendeln usw. Als bodenständiger Westfale würde ich ja erst mal sagen: Alles Kokolores!!!


    Aber ich kenne einige Fälle, die mich ins Grübeln bringen:


    1. Das Kind einer Handball-Kollegin wollte ums Verrecken nicht durchschlafen. Da wurden vier Steine genommen, ausgependelt und mit einem Holzstück beklopft um irgendwelche Schwingungen auszulösen. Diese Steine wurden um das Bett plaziert und seitdem schläft das Kind.


    2. Diese Reki-Massagen. Ein Spieler von uns bekam einen Schlag aufs Schienbein. Riesenei, Schmerzen, er konnte nicht weiterspielen. Besagte Mutter legt ihre Hand auf, und kurze Zeit später kann er weiterspielen. Der Spieler ist selbst Physiotherapeut, er konnte es sich nicht erklären und hat sofort so einen Reki-Kursus belegt.


    3. Mein ehemaliger WG-Genosse hatte einen Insektenstich. Da wurde einfach ein Sinuszeichen drum gemalt (umgedrehtes S) und der Juckreiz war weg.


    Hört sich alles etwas komisch an, eigentlich glaube ich auch nicht an sowas. Aber das sind Fälle, die ich wirklich glaubenswürdig berichtet bekam. Ausserdem habe ich selbst meine Neurodermitis durch Akkunpunktur wegbekommen, seitdem bin ich nicht mehr ganz so ungläubig.


    Ist da was dran?

    "Ich glaube das kleine Scherzchen wurde soeben ins Fegefeuer verdammt"

  • Also bei den Techniken selber weiss ich nicht, ob da speziell was dran ist.


    Allerdings, wenn der Mensch dran glaubt, dass dies oder jenes hilft, dann hilfts meist auch.
    Er kann es natürlich vornherein als Unfug abtun, wenn aber der Heiler von der Methode überzeugt ist, dann färbt das unbewusst auf den Patienten ab.


    Man kann das natürlich auch als Placeboeffekt abtun, aber wenn man sich mal vergegenwärtigt, wie Mächtig dieser ist wird einem ganz anders.
    Es ist ja sogar so, dass Medikamente getestet werden, indem man den Placeboeffekt auschliesst, also der Patient gar nicht weiss, ob er ein Medikament erhält. Das sollte einem zu denken geben.


    Hier mal ein interessanter Film zur Thematik:
    http://www.youtube.com/watch?v=-Ni3qGsvlzo


    ...dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen und dieses ist:
    Sein, Wissen und Glückseligkeit

    Yoga Weisheit

  • Also ich weiss jetzt nicht so in weit der Gedanke dran hilft, aber ich bin auch eher ein Freund der Naturheilkunde. Weil die ganze Chemie okay, sie hilft dann erst aber so richtig gut für´n Körper nicht sein weil er muss es ja auch abbauen, also (bin kein Mediziner aber ich denke mal) eine Substanz die er nicht kennt da kann der Körper doch nicht unbedingt umgehen.
    Und wenn die anderen Methoden als Placeboeffekt helfen warum nicht ? Warum gliech so´ne chemische Keule.
    Hmm, kann es sein ich jetzt paar Menschen überrascht habe ?
    Aber ich wollte schon vor einer halben Stunden Duschen und danach gehe ich dann Bäume umarmen... ;) :D

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Denke mal, da ist die hälfte Aberglauben die andere Hälfte wahres drann! und wenns hilft!


    Der hat ein recht darauf, daran zu glauben. :rolleyes:

    Gruß Uwe


    Ich kenne Gelbe, die mir für rote Scheine, grüne Olive auf dem Schwarzmarkt besorgen können :) :)


  • Placebo = das aufrufen der Selbstheilungsorganismus des Körpers. Kann dementsprechend schon einiges bringen, aber nicht alles.


    Sonst: wie erklärt man sich dass bei Legastheniker oft (bis zur 80%) der Linker-Schädelplatte rundum das Ohr blockiert ist und unter der Equator ist das in der gleiche hoche Anzahl der Rechterplatte? Magnetismus spielt da eine grosse Rolle, jetzt wieder zurück zum Handauflegen, Reiki, Cranio, Chakras ... usw.

  • Auch wenn ich persönlich diesen "Esoterik-Klamotten" (soll jetzt nicht abwertend gemeint sein!) eher skeptisch gegenüber stehe,so halte ich absolut nichts davon für jedes Wehwehchen gleich irgendwelche Pillen zu schlucken.
    Der Mix machts.


    Im Allgemeinen vertraue ich auf die Selbstheilungsfähigkeit meines Körpers, unterstütze diese dann evtl. mit Tee trinken, Warm/Kühl halten, etc.
    Bei schwerwiegenderen Sachen halte ich mich jedoch auch an Pharmazeutika, da jedoch immer erstmal das einfachste, sprich simpelste/schwächste, das ich kriegen kann.


    So lasse ich Wunden meist eintrocknen und tue nur wenn sie anfangen zu nässen oder sich zu entzünden etwas Iodsalbe drauf. In weit über der Hälfte der Fälle brauche ich die Iodsalbe nicht einmal. Und in weiteren 98% der Fälle, wo ich welche brauche, da reicht das vollkommen.

  • Früher war ich der absolute Skeptiker, was sowas angeht, und mit Beginn meiner Ausbildung hat sich diese Skepsis am Anfang sogar noch vergrößert.
    Ich weiss nicht genau was mich gedreht hat, aber mittlerweile bin ich ein richtiger Anhänger von Naturheilverfahren und Naturheilmitteln geworden! Trotzdem verteufel ich nicht die chemischen Präparate, denn erstens ist der Umgang damit mein Beruf, und zweitens sind besagte chemische Stoffe nicht selten schonender für den Körper als das ein oder andere Naturprodukt!

  • Quote

    Original von Stethoskopfetischist


    So lasse ich Wunden meist eintrocknen und tue nur wenn sie anfangen zu nässen oder sich zu entzünden etwas Iodsalbe drauf. In weit über der Hälfte der Fälle brauche ich die Iodsalbe nicht einmal. Und in weiteren 98% der Fälle, wo ich welche brauche, da reicht das vollkommen.


    Wie oft hast du denn sowas ? Was treibst du so ? Fight-Club ;) :D ?
    Iodsalbe besitze ich auch garnicht habe recht gutes "Heilfleisch".
    Und ich glaube entzündete Wunden hat ich bislang nur zweimal einmal bin ich mit 12 beim Äppelklauen in Stacheldraht gefallen nette Wunde am rechten Oberarm die Narbe sieht man immer noch...
    Und dann als ich mir habe mir ein Loch ins Oberohr habe stechen lassen, durch den Knorpe ldurch ergo nette Entzündung, na ja, was da dann half war ein Tipp meiner Oma: Einfach Schmalz (das was man sich auch auf´s Brot schmieren kann) drauf hat geholfen, also mit der Naturheilkunde hat es dann doch was auf sich.


    Also verteufeln tue ich die chemischen Produkte auch nicht.
    Aber wenn man dann auch daran denkt, dass sich die Pharmaindustrie um und dusselig verdient..... Und wie gesagt wenn anderes auch hilft...

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

    Edited 3 times, last by Matthias ().

  • Quote

    Original von Jesse James
    Trotzdem verteufel ich nicht die chemischen Präparate, denn erstens ist der Umgang damit mein Beruf, und zweitens sind besagte chemische Stoffe nicht selten schonender für den Körper als das ein oder andere Naturprodukt!


    @ Jesse James
    Was machst du für eine Ausbildung?
    Aber daß irgend ein chemisches Produkt schonender sein soll, als so manch ein Naturprodukt, kann ich nicht so glauben... Hast du da mal ein Beispiel?



    Ansonsten kann ich dazu nur sagen, mache ich auch grade so den einen oder andere Grad im Reiki und bin von "alternativer Medizin" absolut überzeugt.


    Zum Thema Plazebo: Das spielt im Großen und Ganzen schon eine große Rolle und ist bei Selbstheilung sehr wichtig! Aber dennoch helfen solche Dinge, wie Hand auflegen, Besprechen, Reiki usw... auch bei Menschen, die nicht dran glauben ;).

  • @ Katrin: ich habe vor sieben Jahren eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-technischen Assistentin gemacht, und mittlerweile studiere ich Pharmazie!
    Und ein Beispiel habe ich auch: das Paradebeispiel schlecht hin sind z.B. Abführmittel. Die pflanzlichen Abführmittel wie Sennesblätter oder Aloe haben eine viel drastischere Wirkung als beispielsweise chemische Präparate mit dem Wirkstoff Bisacodyl. So ist bei diesen der Mineralstoff und Flüssigkeitsverlust viel drastischer, es kann häufig zu starkem Kaliumverust, Austrocknung und Krämpfen kommen.
    Pflanzlich ist also nicht immer mild! Einige der stärksten Wirkstoffe die es auf dem Pharmamarkt gibt sind pflanzlichen Ursprungs, so z.B. die Herzglykoside, viele Opiate usw.!


    Das soclhe Dinge, wie du sie im letzten Satz erwähnst nicht nur bei Leuten helfen, die darn glauben sieht man glaube ich auch ziemlich deutlich an Kleinkindern und Säuglingen. Diese haben noch nicht die Fähigkeit sich etwas "einzureden", sprechen aber oftmals sehr gut auf alternative Therapien an!

  • @ Jesse
    Danke für die Information! Ich finde es sehr interessant, und gut zu wissen ... Wie sieht es mit den Nebenwirkungen im Vergleich aus?


    Wie kannst du für dich, die beiden Dinge so gut miteinander kombinieren?



    Was ich echt gut finde, ist, daß immer mehr Allgemeinmediziner von der Wirkung alternativer Heilmittel überzeugt sind!
    Und gerade bei Allergien und Neurodermitis sagen sie, daß homöopathische Mittelchen bessere Erfolgchancen versprechen (langfristiig gesehen) als andere Präperate.

  • Jetzt mal speziell die Nebenwirkungen von Bisacodyl mit Sennesblättern vergleichen sind sie sich sehr ähnlich. Bei beiden halt die "Standartnebenwirkungen" die bei wirklich jedem Präparat im Beipackzettel stehen, bei den Sennesblättern sind aber noch einige zusätzlich aufgeführt, wie verstärketer Elektrolytverlust und die Neigung zu Bauch-, aber auch Muskelkrämpfen.


    Mmmh, aber wie kann ich beide Seite miteinander kombinieren, das ist eine sehr gute Frage! Zum einen denke ich, das die eine Seite ohne die andere nicht auskommt. Es gäbe sehr viele chemisch definierte Arzneimittel nicht, wenn es nicht entsprechende Naturprodukte als Vorbild gäbe. Die Entwicklung einiger Wirkstoffe wäre ohne Naturprodute und Naturstoffe überhaupt nicht möglich!
    Ich denke das Problem des manchen Pharmazeuten ist, das ihn seine Patienten garnicht interessieren, sonder hauptsächlich das Geld von großer Bedeutung ist.
    Ich sehe meinen Beruf aber als Chance, den Menschen zu helfen, und Hilfe muss nicht immer daran bestehen, ein möglichst teueres Medikament zu verkaufen! Oftmals kann man mit Ratschlägen, mit Naturheilmittel einschließlich Tees, oder der Empfehlung eines guten Homöopathen mehr bewirken, als mit jeder teuren Medizin. Im Gegensatz zu früher wo die Leute nicht zufrieden waren wenn sie die Apotheke nicht mit einem Arzneimittel verlassen haben, sind die Kunden aber auch dankbar für solche Tipps.
    Nichts desto trotz sind manche Krankheiten ohne den Einsatz einer gewissen Chemie nicht vollständig zu bekämpfen! Das ganze braucht einen gesunden Mittelwert!
    Des weiteren, habe ich selber die Erfahrung gemacht, das ich mit Naturheilmitteln sehr gut zurecht komme, und ich denke daher kann ich auch als angehender Pharmazeut diese beiden Dinge kombinieren ohne in eine Zwickmühle zu geraten!

  • Mein Hausarzt und mein HNO Arzt versucht weitgehend ohne die chemische Keule aus zukommen. und das finde ich gut so!!

    Gruß Uwe


    Ich kenne Gelbe, die mir für rote Scheine, grüne Olive auf dem Schwarzmarkt besorgen können :) :)


  • Quote

    Original von Jesse James


    Das soclhe Dinge, wie du sie im letzten Satz erwähnst nicht nur bei Leuten helfen, die darn glauben sieht man glaube ich auch ziemlich deutlich an Kleinkindern und Säuglingen.


    ...und Hunden! Mein Hund bekommt homeopatische Mittel (die helfen), und der kann sich das nun wirklich nicht einreden!

  • Quote

    Original von Stethoskopfetischist
    @ Wyzo: Nee, ich ringe immer mit den Krankenschwestern:D


    " Für immer krank möchte ich sein für immer bei der Krankenschwester ! " ("Goldene Zitronen" aus "Für immer Punk") :D :D :D :D :D

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Quote

    Original von Birgit ... und Hunden! Mein Hund bekommt homeopatische Mittel (die helfen), und der kann sich das nun wirklich nicht einreden!


    Der Bouvier einer Freundin ist mit Sylvester immer voll panisch die Wände hochgegangen und hat sich beissend gegen die Knallerei gewehrt. Das vorletzte Jahr hat er sein Herrchen richtig erwischt und stand die 'Einschlafen-lassen-oder-nicht'-Debatte an. (Muss dabei sagen; er ist bei jeder Knall ausgeflipt und versuch als 1.50 meter-Frau eine gross-gewachsene Bouvier zu halten, wenn ein Moped knattert und gerade Kinder vorbei laufen.)


    Dann kam über Hunderunde-Bekanntschaft Der Tip Bachblüten zu probieren. Wie ein Wunder: er ist die Ruhe selber bei diversen Geräuschkoulisse und hat trotzdem sein spielerischen, aufgeweckten Character behalten.