Bin ich arm? - Der Armutsbericht 2008

  • Die Nachricht ist zwar schon ein paar Tage her, aber weil wir beim "Realen Sarkasmus" da auch grad drauf gekommen sind, dachte ich, dass dieses Thema es wert wäre, hier mal dureber zu reden.



    UND


    Quote

    Man kann die Armut in Deutschland vielleicht an der Länge der Schlange vor den Brotgeschäften messen, an denen es das billige Brot vom Vortag zu kaufen gibt. Wie gesagt: Diese Armen sind nur relativ arm. Daraus ergibt sich aber das Bittere für die Bedürftigen hierzulande. Sie haben die Anerkennung ihrer Bedürftigkeit verloren. Deshalb konnte das soziale Netz als Hängematte diskreditiert werden.


    Vollstaendiger Artikel auf Sueddeutsche.de



    OK -- wie gehts euch damit?


    Ich selbst könnte hier jetzt einen kleinen Roman schreiben. Ich versuch mal die Gedanken, die mich (nicht erst seit dem Bericht) bewegen in einigen Stichpunkten zusammen zu fassen.


    - Ich kann verstehen, dass Leute es vorziehen ALG II zu empfangen statt arbeiten zu gehen, wenn sie für ihre Arbeit nicht mehr bekommen als ALG II!


    - Ich finde es bedrohlich, dass immer mehr Menschen in D weniger zum Leben haben und einige wenige immer mehr bekommen - WO ist da die soziale Gerechtigkeit?


    - Selbst eine gute Ausblidung schützt nicht vor Armut! Wir müssen uns davon verabschieden, dass nur diejenigen arm sind, die "nix Gscheites" gelernt haben --- also ich krieg da Angst!


    - Ich wohn in einem armen Stadtteil und ich weiss, dass oft Kinder hier ohne Frühstück aus dem Haus gehen! Das ist mehr schauderlich!


    - Und wie wird das in 5 Jahren aussehen in Deutschland, oder in 10?


    -- -Und und und..

  • Offiziell gehöre ich damit zu den Armen in Deutschland, weil ich von BAföG leben muss. Und ab August siehts dann ganz finster aus. Als Doktorant sitzt man nämlich zwischen allen Stühlen. Man kann nicht voll arbeiten, weil ja irgendwann auch noch an der Diss geschrieben werden muss, aber in Teilzeit ist man so unterbezahlt, dass man zwei Jobs braucht -- und dann mehr arbeitet als in Vollzeit -- und dann schon wieder keine Zeit hat die verdammte Diss zu schreiben. Warum tu ich mir das eigentlich an?

  • Mmhh, dann liege ich mit 4k €uro etwas über den durchschnitt; nur bei 30 % Steuern (Lohnsteuerklasse I) und etwa 2€ /m² Fehlbelegungsabgabe sind da keinen Teuren reisen drinne.


    Ich kann mein Geld auch leichter Verdienen; aber den ganzen Tag auf den faulen Haut liegen, das kann ich nicht!!

    Gruß Uwe


    Ich kenne Gelbe, die mir für rote Scheine, grüne Olive auf dem Schwarzmarkt besorgen können :) :)


    Edited once, last by Wölle ().

  • selbst als arbeitende bevölkerung liege ich unter der armutsgrenze
    ok ich hab auch nur ne halbtagsstelle aber auch mit dem was ich als selbstständige noch dazu verdiene komm ich nicht an die grenze.
    ohne familie die hin und wieder mal nen essen spendiert hätte ich ein problem

  • Na ,super ihr deprimiert mich noch mehr jetzt weiss ich auch noch Offiziell das wir arm sind Klasse ,besser kann mein Tag garnicht sein wo ist der Sarkassmuss smily??

    -Leben bedeutet unterwegs zu sein.
    Nicht um möglichst schnell anzukommen, sondern um seinen Träumen Zeit zu geben, wahr zu werden.

  • Ich find den Armutbericht richtig klasse! Vielleicht wird dadurch doch mal der eine oder andere aufgweckt! Und grad die Grenzen finde ich gut.


    730 Euro beim Single zum Beispiel. Das ist glaub ich so etwa das Gehalt einer Friseuse oder Kosmetikerin.


    Niemand wuerde sagen, dass jemand, der 730 Euro verdient, arm ist, aber hier stehts mal Schwarz auf Weiss udn das find ich richtig gut so!

  • Mit 730 € könnte ich mir auch nicht vorstellen dauerhaft zu leben.


    Vor 6 Jahren musste ich 2 Jahre lang mit ungefähr 600 € leben weil ich eine weiter Ausbildung gemacht hatte.


    Damals musste ich immer wieder meine Reserven angreifen obwohl ich in den Ferien mir immer wieder Geld dazuverdient hatte.
    Ein Auto ist auch fast nicht mehr finanzierbar von so wenig Geld. Miete muss ja auch bezahlt werden.

  • Wohl wahr. Ich bin kurz über der offiziellen Armutsgrenze und zahle 600 Euro Miete. Wie mach ich das eigentlich nur jeden Monat??? Irgendwie wird man zum Zauberer... ok, ich tanke auch nur alle 6-8 Wochen mal. Aber trotzdem kann ich nicht sagen, dass es mir richtig schlecht geht.

  • Ich bin grad unter der Grenze, zahle aber wenig Miete und muss nun endlich mal die restlichen Unterlagen fuer den Wohngeldantrag zusammen suchen!!


    Ich frag mich auch, wie ich das mache und bin dankbar, dass mein Freund den einen oder anderen Flug bezahlt hat (auch wenn ich mich dabei scheisse fuehle) .. aber es geht noch. Und das ist erschreckend! Es geht eben immer irgendwie,


    Aber he .. da soll man private Rente und so, privat sich da und dort versichern, sparen -- was denn?? wovon denn?

  • Ich kenne in Deutschland einige Leute, die genau wissen wie man trotz Hartz 4 mehr Kohle zur Verfuegung hat, als Leute die z.B. 40 Stunden die Woche im Buero als Buerokauffrau arbeiten.
    Was ich persoenlich schon recht happig finde.


    Generell ist der Standard in Deutschland verdammt hoch - merkt nur mal kurz an, dass sie fuer einer 15 qm Wohnung umgerechnet 900 Euro im Monat bezahlt ;(


    Gut ich bekomme auch wesentlich mehr Gehalt als in Deutschland.


    Aber der er Standard der in Deutschland als "arm" bezeichnet wird, (Auto, 2 Zimmerwohnung, 1 mal im Jahr Urlaub), das ist ein Standard den man sich in London erst leisten kann wenn man so seine 4000 Pfund im Monat nach Hause traegt.


    Fuer alle anderen (und mich) gilt - Mini Wohnung oder WG (Hier wohnen auch Baenker in WG's), oefter mal zu Primark anstatt Selfridges, Speiseplan nach Buy 1 get 1 free gestalten, nicht jedes Wochenende weggehen und froh sein, wenn man am Ende des Monats zumindest ein bisschen was fuers Rentenkonto uebrig hat.


    Ich habe Glueck, das ich wenig fuer Flugticktes bezahle, sonst waere Urlaub bei mir auch nicht so oft drin.


    Nicht falsch verstehen - ich beschwere mich nicht - klar Lebensstandard muss man hier im Vergleich zu Deutschland maechtig zurueck schrauben... aber das Opfer muss mal halt breit sein zu bringen wenn man in der schoensten Stadt der Welt leben will.

  • Soll ich jetzt mal verraten, dass ich von weniger als € 600,- im Monat lebe? Ohne WG mit Kohleofen hätte ich da schon ein Problem... Ab Sommer muss ich dann auch voll Krankenversicherung zahlen, weil ich zwar immatrikuliert bin, aber nicht als Student. Da kommt Spaß auf.


    Gestern hat mir ne Freundin erzählt, dass im Supermarkt ne Stelle als Kassiererin frei wird -- für € 5,80 die Stunde. Toll. Da geh ich arbeiten und bekomm für diese Stelle (17 Stunden die Woche) nicht genug Geld beisammen, um Miete und Strom zu bezahlen. Da ist noch keine Versicherung dabei, kein Essen, kein Bahnticket um alle zwei Monate mal nach Hause zu fahren... Das sind echt Jobs, die nur von Schülern besetzt werden können, weil die noch zu Hause leben und keine Miete zahlen müssen. Der blanke Hohn.


    Je mehr ich drüber nach denke, um so mehr kommen mir die Zweifel, ob ich mir dieses Halbtagsarbeiten und von Monat zu Monat hangeln nochmal drei Jahre lang antun will...

  • Quote

    Original von rita
    Das sind echt Jobs, die nur von Schülern besetzt werden können, weil die noch zu Hause leben und keine Miete zahlen müssen. Der blanke Hohn.


    Genau die gleiche Erfahrung habe ich auch gemacht, ich habe in Nuernberg studiert, da ist das groesste Kino Europas das Cinecitta (zumindest war es das als ich da gejobt habe).
    Und die haben ausser Verwaltung und Kuechenpersonal, den gesamten Komplett (Kasse, Popcorntheke, Film starten usw. usw.)nur mit Studenten betrieben.
    Die sind billig und nachwachsender Rohstoff :(
    UND von dem was ich da verdient habe, haette ich nie im Leben als Student ueberleben koennen, waere ich nicht von meinen Eltern unterstuetzt worden.


    Viele meiner Freunde hatten knapp 600 euro im Monat und mussten damit Miete, Essen, Versicherung, VAG usw. bezahlen, und sind damit ausgekommen.


    Und andere Studenten, die von Mama und Papa alles bezahlt bekommen haben (BWL'er) die haben neben dem Studium gar nicht gearbeitet, sind mit ihren Auto's vorgefahren und haben sich beschwert, das sie nun Studiengebuehren zahlen muessen.

  • komisch, nicht, dass es immer die BWLer sind?
    Ich habe in England studiert, die BWLer mit Auto hießen bei uns "Sloanes" und hatten meistens eine Karriere in der City vor sich.... :(


    Ich hab in London aber auch gut gelebt, ich hab mir eine Wohnung in East Finchley mit einer Freundin geteilt, wir hatte ca. 80 qm zu zweit mit riesigem Garten, wir hatten jede ein Auto und in den Urlaub bin ich auch einmal im Jahr gefahren (mehr geht bei 15 Tagen Jahresurlaub eh nicht. Nicht gerade in die Karibik, aber Amerika/Canada war ein paar Mal drin).
    Ich hab aber keine 4000 Pfund verdient sondern "nur" 2.000. Aber das ist auch schon wieder 7 Jahre her. Die Wohung in East Finchley hat damals zum Schluss 230 Pfund pro Woche gekostet (also 115 pro Person), und ging jedes Jahr um ca.20 Pfund hoch. Heute könnte ich mir die sicherlich auch nicht mehr leisten.


    (Ehrlich gesagt, London ist schon schön, nur wohnen würd ich da nie mehr wollen, außer ich werde außerordentlich reich und kann mir Hampstead leisten. Wenn ich nach England zurück gehe, dann nur Richtung Norden oder Südwesten.)

  • So. Morgen früh, 7.30 Uhr steh ich in der Jobvermittlung des Studentenwerks auf der Matte -- wenn dann mal der Job bis dahin nicht weg ist. Hätte da nämlich was für teilzeit uaf längere Frist gefunden. Mal schauen, was draus wird und was der Arbeitgeben so für Vorstellungen vom Gehalt hat, wenn er schon jemanden für 3-4 Tage die Woche einstellen will.

  • Wenn man sich was teilt, kann man teilweise schon recht nette Sachen finden, ich habe vorher in einer WG in Ealing gewohnt - war super schoen, auch mit grossem Garten usw. ca. 120 pro Woche (mit Nebenkosten) - pro Person.


    Aber ich habe einfach keine Lust mehr auf sharing.
    Und 1 Bedroom oder auch Studio flat - da kannst hier (Zone 2,3) mit 150 pro Woche aufwaerts (teilweise ohne Nebenkosten) rechnen.


    Gerade im Momant sind die Mieten einfach unverschaemt - es sei denn man wohnt in Neasden oder so.
    Ich meine Zone 1 will ich ja gar nicht, aber Zone 2 oder 3 sollte schon drin sein.
    Sonst komm ich ja wenn ich nachts nach zuviel Martini aus dem Sumpf stolper gar nicht mehr nach Hause :]

  • Und trotzdem gibt es noch so Kanditaten bei mir in der Firma die das Thema viel zu lässig nehmen.
    Neulich gab es wieder so ein Beispiel. In der Nachschicht war ich mach wieder Chefchen und da da wollte ein einer frei haben nur einen Tag. Ok da ich genügend Leute übrig hatte bekam er den auch.
    Am gleichen Tag haben mich dann noch 2 Kollegen gefragt ob sie die restlichen 3 Tage frei haben können. Da ich ja gerechnet hatte das der andere wieder kommt war das ja kein Problem.
    Am nächsten Tag kam er aber nicht. Ich habe ihn dann angerufen und er hat mir gesagt er sei krank.
    Das Personal her konnte ich das auch noch gerade so verkraften. Nur beim Pause ablösen musste ich halt selber mehr einspringen.
    Nur jetzt kommt der Hammer. In der darauf folgenden Mittagschicht war er immer noch krank geschrieben.
    In unserem Betrieb haben wir keine eigene Kantine mehr und zum Automaten auffüllen wurde deshalb jemand gesucht und eingestellt. Diesen Job hat der angeblich kranke Mitarbeiter damals übernommen.
    Und jetzt kommt die dreistigkeit. Zum arbeiten bei uns auf der Schicht war er zu krank aber er hatte wohl in der Zeit die Automaten aufgefüllt. Weil er angst hatte er könnte seinen 400 Euro Job verlieren. Ich war stinksauer als ich das erfahren hatte. Da ist er bei uns krank geschrieben und er hat am Nachmittag die Getränkeautomaten aufgefüllt als wir Nachtschicht hatten.
    Zum Glück musste ich das nicht weiter melden weil das schon jemand von der Mittagschicht getan hatte der wusste das er krank geschrieben war.
    Das Ende vom Spiel ist. Es gab nur eine Abmahung für ihn und er musste seinen Zweitjob kündigen. Für die Krankheit wurden im Überstunden abgezogen da er ja wohl nicht wirklich krank war.
    Ich verstehe solche Leute nicht die meinen es ist selbstverständlich Arbeit zu haben?
    Wenn er jetzt gekündigt worden wäre hätte er sich auch nicht beschweren können. Und er hätte sich sehr schwer getan einen neuen Job zu bekommen. Er ist ja auch schon um die 40.
    Einerseits hätte es mir Leid getan. Aber andererseits hätte ich es auch verstanden das sie ihn gekündigt hätten.

  • Naja, ich lebe momentan von Harz IV und nem 165€ Job (nachts mit dem Transporter in Berlin Zeitungen an die Zeitungsburschen verteilen) und komme, dadurch dass ich kein Auto habe, halbwegs über die Runden. Habe ne 1-Zimmerwohnung, ein (geliehenes) Fahrrad, nen PC, nen Fernseher und ne Stereoanlage. Also in Saus und Braus lebe ich nicht gerade und am Monatsende wird jeder €uro 2mal umgedreht. Urlaub ist auch nicht drinne, auch wenn ich gerne mal wieder für ne Woche oder 10 Tage weg wollen würde.
    Finde es aber ne absolute Frechheit von den Politikern, das die wieder mal ihre Diäten erhöhen wollen. Den Erziehern hier in Berlin (die eh schon nicht viel verdienen) werden Einmalzahlungen angeboten und die Herren Politiker wollen sich mal eben ganz dreist die Diäten um mehere Hundert €uro erhöhen. Wenn ein Finanzsenator Sarazin der Meinung ist, dass ein Harz IVer mit 3,50€ pro Tag fürs Essen über die Runde kommt, dann stelle ich mir die Frage warum solche Politiker selbst den Hals nie voll genug bekommen können und sich die Diäten erhöhen wollen.
    Vom JobCenter wird man als "minder Qualifizierter" im Stich gelassen, da bekommt man entweder keine Jobangebote oder man wird zu Sklaventreibern (auch Zeitarbeitsfirmen genannt) zu nem Hungerlohn vermittelt und muss noch Zuschüsse beantragen, da das Geld hinten und vorne nicht reicht. Die Zeitarbeitsfirmen wehren sich mit Händen und Füßen gegen den Mindestlohn, da dann ja die Gewinne und damit die eigenen Gehälter einbrechen würden. Fands damals immer "nett" wenn ich meinen Disponenten von der Leihbude mit nem schicken BMW Cabrio rumdüsen sah und ich dann mit der BVG, Fahrrad oder zu Fuß unterwegs war, weil die Kohle für ein Auto einfach nicht gereicht hat. Ich arbeite 40 Stunden die Woche als Bauhelfer o.ä. und bekomme nen Hungerlohn und der Disponent sitzt sich im Büro den Hintern platt führt ein paar Telefonate, macht die Buchführung und kauft sich von "meinem" Geld (1.400€ gabs für die Leihbude und ich bekam die Hälfte davon) ein schickes Cabrio.

    "Es gibt einen perfekt logischen Grund, warum der liebe Col. Potter diese Anforderung bis her nicht gesehen hat."
    "Was soll das sein?!"
    "EHAHOLODRIO"


    aus M*A*S*H - Folge 175 - Krank vor Heimweh


    Klinger zu Hot Lips

    Edited once, last by Sgt. Klinger ().

  • ja sowas is schon häftig.
    aber ich glaube heute morgen gelesen zu haben, dass die diaäten-erhöhung wohl wieder abgeblasen wurde. immerhin etwas, wenn es denn stimmt.
    das jeder vierte deutsche bereits arm ist oder von der armut bedroht ist, finde ich eine sehr bedrohliche entwicklung. eine traurige sache, dass sich die politiker in sachen mindestlohn so von den lobbyisten beeinflussen lassen. ein mindestlohn könnte einiges verbessern denke ich.
    Aber es kommt mal wieder das "argument", dass das nicht funktioniert und dann betriebe schließen werden und noch mehr arbeitslose etc.
    Aber in anderen ländern hat es doch auch geklappt, warum nicht hier?

  • Ja, die Diäten sollen wohl nicht steigen, zumindest im Moment. Aber steigen werden sie früher oder später (eher früher), das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und dann nicht Einmalzahlungen, neeeeee... Dann gibts gleich wieder ein paar Hunderter mehr im Monat, neben den ganzen Vergünstigungen die das Politikerpack sonst noch bekommt (steuerfreie Pauschalen, vergünstigte Krankenversicherungen, Nebenjob als Anwalt, Berater...). Frage mich wie ein "Vollzeitpolitiker" noch nen Nebenjob haben kann. Die sollen sich mal lieber um Deutschland und die Wähler kümmern statt die eigenen Taschen voll zu stopfen.

    "Es gibt einen perfekt logischen Grund, warum der liebe Col. Potter diese Anforderung bis her nicht gesehen hat."
    "Was soll das sein?!"
    "EHAHOLODRIO"


    aus M*A*S*H - Folge 175 - Krank vor Heimweh


    Klinger zu Hot Lips

  • Ich gehöre auch seit einem Jahr zu den "Armen", und daran wird sich wohl die nächsten drei Jahre auch nichts ändern. Ich bin trotzdem froh monatlich etwas Geld zu bekommen, auch wenn es eigentlich ein Hungerlohn ist. Zum Glück muss ich keine Miete zahlen, aber meine Fahrkosten sind recht hoch, ich bezahle jeden Monat 70 Euro für ein Bahnticket und muss einmal in der Woche tanken. Naja, und die Studiengebühren sind auch nicht gerade ohne, kurzum, am Monatsende ist nichts mehr übrige, eher im Gegenteil, manchmal müssen meine eisernen Reserven herhalten, was ich wirklich nicht gut finde. Am Anfang war die Umstellung für mich besonders krass, weil ich immerhin fast fünf komplette Jahre in Vollzeit gearbeitet habe und dabei nicht schlecht verdiente.
    Momentane Mehrarbeit würde sich für mich derzeit trotzdem nicht lohnen. Erstens wäre es zeitlich überhaupt nicht drin ( obwohl, nachts, so zwischen 24 Uhr und 4:00 Uhr hätte ich noch etwas Zeit. Das würde mir auch das lästige ins Bett gehen und das noch lästigere wieder aufstehen ersparen ;) :( ), und zweitens würde es sich absolut nicht lohnen, weil dann wiederum die Abgaben viel zu hoch wären...