Gerümpel und der Sinn des Lebens.

  • Wir haben heute damit begonnen, die Wohnung meiner Oma auszuräumen, sie hatte einen Schlaganfall und ist nun dauerhaft in einem Pflegeheim untergebracht (dank Magensonde kann sich das noch ein paar Jahre hinziehen...)


    Bei solchen Gelegenheiten (mein Vater macht auch beruflich Wohnungsauflösungen/Umzüge etc, da bin ich auch hin und wieder dabei) frage ich mich, ob der Sinn des Lebens darin besteht, Gerümpel anzusammeln, zumindest für manchen, mich eingeschlossen.


    So als Art Ersatzbefriedigung, im Leben fehlt irgendwas, und um das auszugleichen kauft man sich halt was, ich mein jetzt keine Kaufsucht oder so, sondern ganz normale Sachen, ne DVD, ein Buch (obwohl schon 10 ungelesene im Regal stehen) ein Computerspiel oder Software, Klamotten und so weiter.


    Wie gehts Euch in dieser Hinsicht, habt ihr auch viele Dinge, die ihr eigentlich nicht braucht?


    Und was fehlt den Menschen wirklich, dass sie sich mit unnützem Tand die Wohnungen vollstellen?


    ...dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen und dieses ist:
    Sein, Wissen und Glückseligkeit

    Yoga Weisheit

  • Mein Zimmer ist vollgestopft von Dingen die ich eigentlich nicht brauche.
    Bei mir herrscht immer akuter Platzmangel, weil ich zum Beispiel immer meine Bücher um mich haben muss.
    Ich weiß nicht warum. Aber es fällt mir schwer von Dingen los zu lassen. Mir fällt es schon schwer meine Bücher auszumisten nach welche ich gerade brauche und welche ich im Dachboden lagern kann.


    Ich glaube der Sinn von persönlichen Dingen ist, dass man Sicherheit gewinnt. Ich fühle mich einfach wohl und geborgen, wenn ich die Dinge, die ich als wichtig erachte, immer um mich habe.


    Ich könnte zwar auch eine Zeit lang ohne ihnen auskommen, aber nur wenn ich ersatz und etwas zu tun habe. Die Dinge helfen mir gegen langeweile.


    Ich bin schon gespannt, wenn ich September nach München ziehe. Dann muss ich entscheiden, welche Dinge mir besonders wichtig sind und dich ich das Jahr in München brauche und welche Dinge ich bei meinen Eltern lassen kann, die ich nur in den Ferien benötige.

  • Ich bin ein leidenschaftlicher Besitzer von unnützen Dingen!
    Dirket nach meinem Umzug vor einem Dreiviertel Jahr sah es hier regelrecht kahl aus, und jetzt stapelt sich schon wieder lauter unnötiger Schnickschnakck in den Regalen und Schränken.
    Nach und nach habe ich lauter Kram aus meiner alten Wohnung rüber geholt, leider steht da immer noch genug rum, zwar zu nichts nutze, aber dennoch zu schade zum wegwerfen, und vor allem: voller Erinnerungen.


    Ich glaube auch das es zum Teil eben jene Erinnerungen sind, die mich die ganzen Dinge behalten lassen. Sie geben doch immer wieder ein Stück Vertrautheit und auch Sicherheit!


    Bei dem ganzen Krämpel handelt es sich aber eher selten um Neuanschaffungen. Vielmehr ist das meiste übrig geblieben aus längst vergangenen Tagen...

  • Ich bin ein leidenschaftlicher Sammler von altem Plunder. Leider ist ein Grossteil mittlerweile auf der Mülldeponie gelandet, weil unser Keller letztes Jahr mal unter Wasser stand. Ich kann mich nur sehr schwer von alten Sachen trennen, weil es mir immer wie ein Verrat an meiner Vergangenheit vorkommt. Das mit der Ersatzbefriedigung glaube ich eher nicht. Bei mir war es eher so, das ich genau wusste, das ich das alles mal wegwerfen muss. Der Plunder hat mich also eher belastet.
    Irgendwie hat mir das Hochwasser im Keller dann die schwere Entscheidung abgenommen, was denn weg muss.

    "Ich glaube das kleine Scherzchen wurde soeben ins Fegefeuer verdammt"

  • mhhh, unnützes Zeug kaufe und habe ich nich, nur kann ich mich nicht von zu kleinen Kleidern trennen!

    Gruß Uwe


    Ich kenne Gelbe, die mir für rote Scheine, grüne Olive auf dem Schwarzmarkt besorgen können :) :)


  • ... ich bin noch nicht ganz wach ... ich meinte Kleidung ... :rolleyes:

    Gruß Uwe


    Ich kenne Gelbe, die mir für rote Scheine, grüne Olive auf dem Schwarzmarkt besorgen können :) :)


  • Quote

    Original von Gloria
    Ich glaube der Sinn von persönlichen Dingen ist, dass man Sicherheit gewinnt. Ich fühle mich einfach wohl und geborgen, wenn ich die Dinge, die ich als wichtig erachte, immer um mich habe.


    Als Sicherheitsaspekt hab ich das noch nie betrachtet, bei mir ists mehr so, dass ich das Zeugs meist mit dem Hintergedanken aufheb, dass ich es irgendwann wieder brauchen könnte, oder dass es ein haufen Geld gekostet hat und einfach Schade wäre.



    Quote

    Original von BraymoreDas mit der Ersatzbefriedigung glaube ich eher nicht. Bei mir war es eher so, das ich genau wusste, das ich das alles mal wegwerfen muss. Der Plunder hat mich also eher belastet.
    Irgendwie hat mir das Hochwasser im Keller dann die schwere Entscheidung abgenommen, was denn weg muss.


    Früher oder später müssen wir uns aber von ALLEM trennen, deshalb hab ich den Thread auch in "Zwischen Himmel und Erde" eröffnet.


    Wir werden geboren, und wir sterben, die Zeit dazwischen verbringen wir damit Dinge zu erwerben, die wir nicht brauchen (von wenigen Ausnahmen abgesehen).


    Manchmal identifizieren wir uns auch mit den Dingen, ein beliebiges Auto wird plötzlich MEIN Auto, und wenn es eine Delle bekommt, dann tut es mir auch irgendwie weh, fast so als ob es ein Teil von mir wäre. Obwohl es mit Delle genausogut fährt wie ohne :o)


    Und so werden Dinge ein Teil von uns, wir tun uns oft schwer damit, sie wegzugeben.


    ...dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen und dieses ist:
    Sein, Wissen und Glückseligkeit

    Yoga Weisheit

  • Also ich bin auch so´n Mensch der eigentlich ungern was wegwirft, weil entweder hängen dann noch Erinnerungen dran oder "vielleicht kann ich´s ja noch mal gebrauchen....".
    So stehen jetzt in Kiel in meiner "Zelle" 3 Rechner rum. Obwohl dasich zwei Rechner beim Einzug mitnahm machte Sinn, weil wenn der den ich benutzte kapuitt geht kann ich immer noch aus zwei einen machen, naja und jetzt habe ich halt mir einen Neuen gekauft, aber ic mag die anderen trotzdem oder zumindest einen davon nicht einfach so in die Tonne kloppen...
    Was so Klamotten angeht, wenn ich bedenke, dass ich in letzter Zeit (in einem halben Jahr) fast ca. 18kg abgenommen habe bin ich doch froh, dass ich die Hosen die halt mir zu eng wurden nicht weggeworfen habe....


    Aber von wegen Sinn des Lebens:
    Komisch habe letztens da irgendwie mal drüber nachgedacht ("Kleine" Krise...):
    Eigentlich so biologisch gesehen ist doch einziger Sinn des Lebens doch die Fortpflanzung bzw. Erhalt der eigenen Art.
    Wenn man sich mal in der Natur umsieht alles ist darauf ausgelegt, auch beim Menschen, Männer werden zu eitlen Gockeln wenn sie eine Frau entdecken die gefällt, Frauen machen sich zurecht um den Männern zu gefallen, ja, ja, jetzt kriege ich gleich einen drüber : Weil Frauen schminken sich, tragen enge Klamotten oder Miniröcke weil sie sich nur selbst gefallen wollen... (Nicht wahr ????).
    Nur ich bin da auch unschlüssig ist das jetzt gut überlegt oder eher degeneriert (mir fiel jetzt kein anderes Wort ein) wenn Mann oder Frau sagt "Ich will keine Kinder." Weil einerseits diese Welt ist irgendwie krank und kann man es da verantworten neues Leben hinein zusetzen, aber andererseits s.o. .
    (Und wieso habe ich jetzt ein Dejá vú ????)

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

    Edited 2 times, last by Matthias ().

  • Quote

    Original von DerEiserneOberscht
    Früher oder später müssen wir uns aber von ALLEM trennen, deshalb hab ich den Thread auch in "Zwischen Himmel und Erde" eröffnet.


    Wir werden geboren, und wir sterben, die Zeit dazwischen verbringen wir damit Dinge zu erwerben, die wir nicht brauchen (von wenigen Ausnahmen abgesehen).


    Manchmal identifizieren wir uns auch mit den Dingen, ein beliebiges Auto wird plötzlich MEIN Auto, und wenn es eine Delle bekommt, dann tut es mir auch irgendwie weh, fast so als ob es ein Teil von mir wäre. Obwohl es mit Delle genausogut fährt wie ohne :o)


    Ja, da kann man glatt ins philosophieren kommen. Irgendwie will man immer mehr haben, als die anderen. Wer kennt das nicht: Man hat sich z.B. ein neues Handy, oder ein neues Auto oder was auch immer gekauft. Die erste Freude ist natürlich dieses Teil nun zu besitzen. Aber die viel größere Freude ist doch, das dann auch seinen Freunden und Bekannten zu zeigen. Wenn die sich dann auch noch begeistert zeigen und vielleicht sogar etwas Neid zeigen, das ist dann doch das Größte. Ich glaube da kann sich keiner von freisprechen. Selbst bei kleinen Kondern ist das schon ausgeprägt. Da streiten sie sich, werd enn jetzt mit einem gewissen Spielzeug spielen darf, bis die Fetzen fliegen. Und zehn Minuten später liegt es da und interessiert keinen. Es geht nur ums Besitzen.


    Quote

    Original von Wyzo
    Eigentlich so biologisch gesehen ist doch einziger Sinn des Lebens doch die Fortpflanzung bzw. Erhalt der eigenen Art.


    Da ist was dran. Ausserdem eine prima Entschuldigung für einige schlechte Eigenschaften der Männer. Es liegt in der Natur, das Männer immer auf große Brüste starren. Grosse Brüste = Nahrung für den Nachwuchs. (Obwohl ich dann nicht verstehe warum diese Super-Models alle aussehen wie Bügelbretter.)


    Der Mensch ist wohl das einzige Lebewesen, das sich solche Sachen wie Eifersucht, Neid oder Gier angewöhnt hat. Ich habe noch nie von einer Fuchsdame gehört die ihren Mann verlassen hat, weil der Nachbar Fuchs zwei Kaninchen im Monat mehr nach Hause bringt und einen drei Meter längeren Bau hat.

    "Ich glaube das kleine Scherzchen wurde soeben ins Fegefeuer verdammt"

  • Quote

    Original von Braymore
    Ja, da kann man glatt ins philosophieren kommen.


    Das war auch Sinn des Threads ;o)


    Quote

    Irgendwie will man immer mehr haben, als die anderen.
    Wer kennt das nicht: Man hat sich z.B. ein neues Handy, oder ein neues Auto oder was auch immer gekauft.


    Das ist auch ein Teil dessen, was ich mit Ersatzbefriedigung meinte, selbst hält man sich irgendwie für ungenügend, und braucht nun etwas, dass einem den Selbstwert erhöht. -> haste was, biste was.


    Quote


    Ich habe noch nie von einer Fuchsdame gehört die ihren Mann verlassen hat, weil der Nachbar Fuchs zwei Kaninchen im Monat mehr nach Hause bringt und einen drei Meter längeren Bau hat.


    Doch, das gibts auch bei Tieren. Frauen wählen Partner eher danach aus, wie gut der Mann sich um sie und den Nachwuchs kümmern kann (bzw. wie glaubhaft der Mann es der Frau versichert ;o)



    Quote

    Original von Wyzo
    aber ic mag die anderen trotzdem oder zumindest einen davon nicht einfach so in die Tonne kloppen...


    Da hatten wir letzte Woche ein Extrembeispiel, 7 Rechner inkl. Monitore wanderten in den Bauhof, lediglich die Festplatten wurden separat entsorgt, weil da Patientendaten drauf waren (stammten aus einer Arztpraxis).
    Das tat auch irgendwie weh, aber was will man mit dem alten glump?
    Siehe Foto

    Quote

    Was so Klamotten angeht, wenn ich bedenke, dass ich in letzter Zeit (in einem halben Jahr) fast ca. 18kg abgenommen habe bin ich doch froh, dass ich die Hosen die halt mir zu eng wurden nicht weggeworfen habe....


    Ja, das kenn ich auch. andererseits verursachten die engen Hosen früher eher Frust, wenn man merkte, dass sie nicht mehr passten, wegwerfen hätte also auch nicht geschadet. Aber jetzt freuts mich auch ungeheuerlich, dass alles wieder passt.


    ...dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen und dieses ist:
    Sein, Wissen und Glückseligkeit

    Yoga Weisheit

  • Ich würde sagen, dass 95% der Dinge in meiner Wohnung unnütze Dinge sind. Bei einem Wohnungsbrand würde ich meinen Laptop, meine Fotos und meine Kamera (und natürlich meinen Hund) in Sicherheit bringen. Alles andere ist verzichtbar.

  • Es ist eigentlich egal, wieviel Geld man zur Verfügung hat. Als ich klein war, habe ich immer Pfennige gesammelt. Ich war als Kind sehr clever, ich bin durchs ganze Haus gerannt und habe alle Leute nach Pfennigen gefragt, die sie mir überlassen konnten. Da kamen da immer so ca. 50 Pfennig zusammen. Die habe ich dann meiner Oma gegeben, damit sie diese an der Sparkasse umtauschen konnte. Oma hat den Betrag natürlich immer auf eine Mark aufgestockt. Und nach einem Monat hatte ich dann genug Geld für das neueste Auto, oder Micky-Maus Buch zusammen.


    Das hat einem immer so einen gewissen Kick gegeben. Ich glaube das ist auch das Problem von so Promis wie Amy Winehouse, David Hasselhoff oder Britney Spears. Die haben genug Geld, um sich wirklich alles kaufen zu können was sie wollen. Neues Auto? Klar, ich nehm drei. Unser haus ist verschmutzt? Kaufen wir halt ein Neues. Für diese Leute gibt es diesen Kick halt nicht mehr. Also besorgen sie es sich halt anders.


    Ich hatte mit 20 - 25 Jahren unglaublich viel Geld zur Verfügung. Habe vol gearbeitet, hab noch bei Mami gewohnt und ein Auto hatte ich noch nicht. (Auto stand nie auf meiner Haben-Will-Liste, hat mich genau wie Mofa oder Ähnliches nie interessiert.) Trotzdem war am Ende des Monats das Geld weg. Cds, Kneipen, Marken-Klamotten, Kneipen, Kino, Kneipen, Partys, usw.... Mittlerweile habe ich dank Familie natürlich weniger Geld zur freien Verfügung. Ich überlege zweimal, ob ich mir diese Woche mal ein PC-Spiel für fünf Euro vom Krabbeltisch mitnehme. Aber ärmer fühle ich mich dadurch nicht.


    Aber die Symptome sind geblieben. Weihnachten habe ich dank einer Versicherungszahlung von meiner Frau einen DVD-Recorder bekommen. Hatte ich schon lange im Blick. Ab da wurde in jedem Gespräch mit Freunden erst mal das Thema Video angeschnitten. "Also, wenn du mal ein Video auf DVD gebrannt haben willst, kanste mir mitgeben...."


    Tja, "Mein Haus, meinAuto, meine Yacht....."

    "Ich glaube das kleine Scherzchen wurde soeben ins Fegefeuer verdammt"

  • Quote

    Original von Birgit
    Ich würde sagen, dass 95% der Dinge in meiner Wohnung unnütze Dinge sind. Bei einem Wohnungsbrand würde ich meinen Laptop, meine Fotos und meine Kamera (und natürlich meinen Hund) in Sicherheit bringen. Alles andere ist verzichtbar.


    Bitte die Versicherungspolicen nicht vergessen!!

    Gruß Uwe


    Ich kenne Gelbe, die mir für rote Scheine, grüne Olive auf dem Schwarzmarkt besorgen können :) :)


  • Oh ja, die Mappe mit Polissen und Diplomen und alle Fotoalben oder andere emotional wichtige Sachen (echt alten Schmuckstücken usw.) Ich mag an sowas gar nicht denken ::auf-Holz-klopf::.


    An der andere Seite: das echte Gerümpel bei uns besteht aus stapelweise Papier, dass mein Göttergatte sammelt und das seit er lesen kann, glaube ich. Was hier an alten Zeitschriften usw. rumliegt, passt schon nicht mehr auf einer Kuhhaut, sprich: in unsere Schränke. Das würde doch ein echt nettes Lagerfeuer geben.... :D

  • Quote

    Original von Braymore




    Da ist was dran. Ausserdem eine prima Entschuldigung für einige schlechte Eigenschaften der Männer. Es liegt in der Natur, das Männer immer auf große Brüste starren. Grosse Brüste = Nahrung für den Nachwuchs. (Obwohl ich dann nicht verstehe warum diese Super-Models alle aussehen wie Bügelbretter.)


    Hmmm, dann bin ich wohl eher archaisch veranlagt, weil ich finde Frauen wo "was dran ist" anziehender als so Hundehütten... Wobei so "Monsterti**en" brauche ich auch nicht.
    Aber Super-Models ? Ich weiss nicht ich finde die sehen einfach langweilig aus ! Und irgendwie mich reizen die nicht sonderlich ! Sicherlich rein theorhetisch sind sie die schönsten Frauen der Welt, aber... Ich sehe das anders: Zu perfekt ist nicht schön, Schönheit und Attraktivität liegt be mir vierlleicht auch in kleinen Fehlern.


    Und ich möchte sowieso nicht wissen was die so alles taten damit sie den Status eines Supermodels erreichen konnten... (Okay, ist jetzt eine Unterstellung, aber....)

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Ich gehoere auch zum Typ "Sammler", obwohl das zum Glueck auch nachgelassen hat. Frueher bin ich an jedem Sperrmuellhaufen stehen geblieben umd mal zu gucken und oft nham ich irgend etwas mit, einfach, weil ich es schön fand und oft, weil ich eher auf altes Zeugs stehe und mans eben nicht mehr kaufen kann und man dann bei Sperrmuellgelegenheiten einfach zugreift.


    Richtig extrem ausgemistet habe ich bei meinen Umzuegen. Da fällt es leicht dann Kleinkram wegzuwerfen, weil alles, was in der Tonne landet muss nicht ein und dann wieder ausgepackt werden.
    Sonst faellt mir ausmisten schwer, aber manchmal hab ich nen regelrechten Rappel und dann muss ich mich gleich an den Schrank stellen und das richtig ausnutzen. Auf den Dachboden muesste ich auch mal wieder!


    Ich weiss nicht, worans liegt. Bei Kleidung ists am schlimmsten. Du hast das Teil seit Jahren nicht mehr angehabt, aber schaffst es dennoch nicht zu Sammlung. Sind bei mir mehrere Gruende: 1) hat ja Geld gekosetet 2) ist noch gut 3) könnte man ja mal zum Werkeln brauchen.
    Jetzt hab ich damit angefangen meine gut erhaltenen Sachen an die eine oder andere Freundin zu verschenken. Das faellt mir echt leicht.


    Und sonst.
    Ich glaub es gibt - abgesehen von Extremfaellen - 2 Typen Menschen: Die Sammler und die Ausmister. Entweder es faellt dir schwer dich zu trennen oder es macht dir nichts aus.
    Ich denk aber, dass weder die einen noch die anderen grosse psychische Probleme haben ;) - die Sammler sind vielleicht einfach ein bissl sentimentaler, aber schlimm ist das ja nicht.


    Und sonst wuerd ich mal behaupten, dass uns das Sammeln ein bisschen antrainiert wurde. Die Kriegsgeneration hat nie was weggeworfen und die habens auf ihre Kinder übertragen und die auf uns. Mehr unterbewusst.


    Ich denke, so lange das Sammeln oder Wegwerfen keine Extremfaelle hervorbringt sind wir alle mehr oder weniger gesund.


  • Hmm, weiss ich nciht so genau, weil meine Mutter ist Sammlerin (wir lachten schon öfter über ihren Spruch "Das willl ich noch verkaufen" einmal wollte sie noch eine alte Spüle in die Zeitung setzen nur stand das Ding min. ein halbes Jahr im Garten und irgendwann hatten wir uns dann einen Bulli geliehen und mein Vater wollte das Ding gerade hochheben da rannte sie raus mit eben o.a. Spruch, na ja wir hoben das Ding oben am Nirosta an und wie im Zeichentrick oder in Slapstickfilmen alle vier Seitenteile fielen nach aussen wir haben haben uns beömmelt und Mutter war beleidigt.) obwohl sie im Gegensatz zu meinem Vater eine bessere Kindheit hatte, der noch bis in die 50er in einem Flüchtlingsbaracke wohnte, aber der kloppt alles weg was nicht Niet und Nagel fest ist, so z.B. meine ca. 500 Comicheft-Sammlung oder meine Flugzeugmodelle oder vor ein paar Jahren erst meine Sammlung von P.M. Magazinen (zusammengetragen in so ca. 7-8 Jahre)...

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • das wurde mir beim Umzug leicht gemacht:


    Nostalgiewert - Schwerere Kiste . . . Nostalgiewert - Schwerere Kiste. Das meiste kam dann auch weg. Da hat der Pragmatismus endlich über die Nostalgie gesiegt. Ich neige ja normalerweise schon zum Messi-tum aber meine Überfahrt in die Neue Welt hat mich gezwungen fast alles hinter mir zu lassen. Wenn ich jetzt wieder heimkomme hab ich fast nichts mehr. . .

    Faust: Wohin soll es nun gehn?
    Mephistopheles: Wohin es dir gefällt. Wir sehn die kleine, dann die große Welt.