Personalkarrussel in der SPD

  • Ihr habt es sicher alle mitgekriegt: eigentlich wollte sich die SPD-Spitze nur treffen, um sich auf Frank-Walter Steinmeier als Kanzlerkandidaten zu einigen. Zum Ende hatten wir einen scheidenden Parteivorsitzenden Beck, einen Kanzlerkandidaten Steinmeier und einen Rückkehrer Müntefering.


    Die ganze Geschichte ist bestimmt nicht schön gelaufen, und die Stimmen derer, die das ganze durch den Dreck ziehen, sind laut. Ich empfinde die Sache selbst nicht als glücklich, aber ich muss was dazu sagen:


    ES WURDE ZEIT!!!


    Becks Zeit war schon lange abgelaufen.

    "Das ist die umfangreichste Arbeit meines Lebens. Aber ich gehe abends mit einem Lächeln ins Bett. Und das hat nichts damit zu tun, dass da meine Frau liegt." (Stefan Kuntz)

  • Ich war sehr überrascht, als ich das gelesen habe. Aber irgendwie freue ich mich darauf, dass Müntefering wieder Chef wird.
    Beck fand ich nie so super, der war vllt auch bissel mit der Rolle als Ministerpräsident (ist er doch noch oder?) und Partei-Chef überfordert.


    Allerdings weiß ich nicht, was ich davon halten soll, dass Steinmeier Kanzler-Kandidat ist. Ich hab zwar nichts gegen ihn, aber ich kenn ihn auch nicht. Aber die werden schon wissen, ob er der Richtge ist.

  • Ich bin auch der Meinung, das Becks zeit abgelaufen ist!


    Spätens nach Ypsilatis Vorstoß hätte er eingreifen müssen!


    Müntefering als Chef? Ich weiss nicht!


    Steinmeier als K-Kanidat finde ich gut!


    @§8 Steinmeier ist unser Außenminister!!

    Gruß Uwe


    Ich kenne Gelbe, die mir für rote Scheine, grüne Olive auf dem Schwarzmarkt besorgen können :) :)


  • Quote

    Original von Wölle
    @§8 Steinmeier ist unser Außenminister!!


    Ich weiß schon, dass der unser außenminister und Vize-Kanzler ist, aber trotzdem kenne ich ihn nicht. Ich weiß nicht wofür er steht, also für welche politischen Ziele und Vorhaben.
    Aber das wird sich hoffentlich noch klären im Wahlkampf.

  • Hat mich erstaunt, daß Müntefering sich schon wieder für ein solches Amt zur Verfügung stellt. Der Tod seiner Frau ist doch noch nicht lange her.
    Ich glaube auch, daß Becks Zeit abgelaufen war. In der letzten Zeit gab es bei der SPD doch nur noch Querelen und Mißerfolge.
    Ich habe eigentlich eine ganz gute Meinung von Müntefering und traue ihm eher zu, die Partei mal wieder auf Kurs zu bringen als Beck, aber ich frage mich auch, ob es in der SPD nicht mal ein paar junge Gesichter gibt. Müntefering hatte sich bereits auf der Politik zurückgezogen, jetzt wird er quasi wieder aus der Versenkung geholt, klar, sicherlich auch weil er es möchte, aber vor allem mangels Alternativen. Gibt es echt keinen anderen, der den Karren aus dem Dreck ziehen kann?
    Daß Steinmeier Kanzlerkandidat werden soll, hat sich ja schon seit einiger Zeit abgezeichnet. Ist halt die Frage, ob es sinnvoll ist, Parteivorsitz und (mögliches) Kanzleramt auf zwei Personen zu verteilen. Das zeigt doch auch wieder, daß in der Partei gar nicht klar ist, wo es lang gehen soll, sonst wären doch beide Funktionen wie in der Vergangenheit meist auch in einer Hand.

  • Dass Beck weg musste ist doch allen klar! Nachdem, was der sich in Hessen erlaubt hat, nein, da bleibt nur noch Kopfschuetteln. Haette er wenigsten mit Wuerde verloren, aber das war ja noch schlimmer, als in einer Seifenoper.


    Was Steinmeier angeht, geht es mir wie $8 - ja, er ist Aussenminister und Vizekanzler, aber wer ist ER? Und fuer was steht er - aber wie gesagt, er hat ja noch den Wahlkampf, um uns das zu sagen.


    Was Muentefering angeht, so verscharren sich Menschen ja gerne in Arbeit nach einem tragischen Verlust und er hat damals (das ist doch auch noch gar nicht so lange her), dass er aufgehoer hat, um mehr Zeit fuer seine Frau zu haben, doch das hat sich nun ja quasi erledigt.
    Er wird den Karren sicher aus dem Dreck ziehen, aber es ist traurig, dass die SPD eben nichts weiter zu bieten hat, dass es am Nachwuchs mangelt: Platzeck krank, Beck hat sich selbst abgeschossen und wen gaebs dann noch?
    Aber ob das mit der Doppelspitze so geschickt ist? Das ging doch auch schon mal in die Hose. Wobei ich mir vorstellen kann, dass sie schon jetzt ausgemacht haben, dass Muente nur bis zu erfolgreichen Kanzlerkandidatur die Nummer eins ist (eben um die Richung zu bestimmen) und dann Steinmeier auch den Parteivorsitz uebernimmt.

  • Also damit schaufelt sich die SPD ihr eigenes Grab.
    Warum soll man dann noch diese SPD wählen wenn man auch das Orginal (CDU) wählen kann ?
    Und die wahren Sozialdemokraten wählen doch schon längst die Linkspartei.
    Ein weiterer Schritt in Richtung CDU light...
    Lassalle und Bebel rotieren doch schon längst im Grab !
    Ach ja, was las ich letztens ? Im Saarland liegt die Linkspartei laut umfragen vor der SPD...

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Quote

    Original von Wyzo
    [...]
    Ach ja, was las ich letztens ? Im Saarland liegt die Linkspartei laut umfragen vor der SPD...


    Was? Dort sollte man es - zumindest was Oskar angeht - aber besser wissen. :D


    Ok jetzt was ernstes: Seit Schröder ist die SPD doch dabei, sich zu sehr anzupassen. Die einen 'verraten' die Ideale in die eine, die anderen in die andere Richtung.


    Manche sehen es wirklich als verrat. Manche sehen es auch als flexible Politik. Eines scheint bald klar: lange geht das nichtmehr gut.


    Offensichtlich ist das, was Wyzo beschreibt, schon der Fall. Noch kann sich die SPD auf eine gewisse Stammwählerschaft verlassen. Aber hält das noch lange an? Wir werden sehen, wie es ausgeht.

    Faust: Wohin soll es nun gehn?
    Mephistopheles: Wohin es dir gefällt. Wir sehn die kleine, dann die große Welt.

    Edited once, last by Cpt Tuttle ().

  • Quote

    Original von Cpt Tuttle


    Was? Dort sollte man es - zumindest was Oskar angeht - aber besser wissen. :D


    Na ja, ich denke das ist Ansichtssache, okay ist nicht ganz 100% was Oskar machte, aber andererseits er hat für sich entschieden, dass er die Politik dieser neoliberalen SPD nicht mehr mittragen wollte.
    Und diese Hexenjagd der SPD auf Lafontaine ist doch kindisch !
    Oder haben die tatsächlich die Hosen voll ?
    Wobei gib´s nicht den Spruch, dass sich Geschichte wiederholt ? Weil im Grunde erinnert mich das an die Gründung 1917 der USPD bzw. 1919 der KPD...



    Quote


    Ok jetzt was ernstes: Seit Schröder ist die SPD doch dabei, sich zu sehr anzupassen. Die einen 'verraten' die Ideale in die eine, die anderen in die andere Richtung.


    Also Schröder stand doch für die "neue Mitte" und wer hat sich denn mit der Grossindustrie eingelassen ? Schröder ! Anders hätte er auch die Wahl 1998 nie gewinnen können (ich gebe zu ich gab ihm damals auch meine Stimme)


    Quote


    Manche sehen es wirklich als verrat. Manche sehen es auch als flexible Politik. Eines scheint bald klar: lange geht das nichtmehr gut.


    Stimmt schon, Politik sollte flexibel sein. Aber wirklich die jeweilige Tradition so völlig in die Tonne kloppen ?
    Eigentlich sollten sich Leute wie Müntefering etc. doch schämen für mich besudeln sie das Andenken der Sozialdemokraten die für ihre Überzeugung in die KZs gingen oder auch vorher in der Weimarer Republik von SA und Freicorps getötet worden sind.
    Bzw. diese Leute verraten die gesamte Arbeiterklasse/das Proletariat oder besser gesagt (weil angeblich gib´s diese Klasse ja nicht mehr). Ich sehe nur noch Machtgeilheit !
    Diese Leute kriechen doch dem Kapital bis zur Halskrause in den Allerwertesten, warum auch nicht nach der Abwahl gib´s dann ja einen schönen hochdotierten Posten in irgendeinem Aufsichtsrat.
    Dabei sind diese "Sozialdemokraten" noch nicht mal die Schlimmsten, wenn ich mir jetzt so die Grünen anschaue... (Aber von denen hielt ich nie viel !!!)




    Quote


    Offensichtlich ist das, was Wyzo beschreibt, schon der Fall. Noch kann sich die SPD auf eine gewisse Stammwählerschaft verlassen. Aber hält das noch lange an? Wir werden sehen, wie es ausgeht.


    Sieht man ja auch an den Mitglieder zahle das die SPD immer ehr abbaut und wenn schon in dem seit Ewigkeiten traditionell "roten" Ost-/Friesland (ausser ausgerechnet mein Heimatkreis -war auch einer der ersten Kreise des damaligem Dt. Reiches in dem die NSDAP die Mehrheit erreichte - ist grundsätzlich die CDU stärkste Partei - sollte man da ein verbindung sehen ?( ) die CDU stärkste Partei wird...

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller


  • Dir sei vergeben, denn 1998 ging es ja auch weniger darum, Schroeder zu waehlen als Kohl abzuwaehlen, von daher hat da jeder "richtig" gewaehlt, der sein Kreuz nicht bei der CDU machte - im Grunde konnte Schroeder 1998 gar nicht verlieren.

  • Quote

    Original von majorburns
    Dir sei vergeben, denn 1998 ging es ja auch weniger darum, Schroeder zu waehlen als Kohl abzuwaehlen, von daher hat da jeder "richtig" gewaehlt, der sein Kreuz nicht bei der CDU machte - im Grunde konnte Schroeder 1998 gar nicht verlieren.


    Hmm, das war mein Gedanke damals - ist ja fast genau 10 Jahre her...
    Weil eigentlich wählte ich ja damals immer PDS... (War auch nach dem vorläufigen Endergebnis mit zwei Kumpels in einer doch arg linksgerichteten Studikneipe - wo die PDS Oldenburg ihre Wahlpartie hatte, wenn ich mich recht erinnere habe ich dann die Zeche geprellt.)


    Aber im Grunde hast du recht, obwohl die Versprechen von Schröder klangen doch besser als das was geschah, obwohl ich bin der Meinung es gab´nie eine bessere Aussenpoltik als die unter Schröder/Fischer. Jetzt mal abgesehen von dem Kniefall des Willi Brandt vor dem Denkmal für die opfer des jüdischen Ghettos.


    Wie sagte (´tschuldigung wenn ich mich wiederhole) Martin Kelly in der Serie "Hey Dad" ? "Wahlen sind wenn mn sich die Lügen aussucht die einem am Besten gefallen..."

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Um mal eins zuklären: Ja, die Saarländer sind nach wie vor Oskar-Fans, aber hoffentlich sind sie in der Minderheit.


    @Wyzo: Die Hexenjagd, wie du es nennst, hat sich der Saar-Napoleon selbst zuzuschreiben. Er hat sich unter Schröder aufgrund seines gekränkten Egos aus der Verantwortung geschlichen und taucht Jahre später wieder auf, verspricht nicht realisierbare und nicht bezahlbare Wunschträume und kämpft seinen privaten Rachefeldzug.
    Und Hand aufs Herz, Oskar freut sich doch über jeden SPDler, der öffentlich über ihn stänkert. Oskar kriegt mehr Publicity, kann sein Ego aufpumpen und kann sich mal wieder als Retter der Armen feiern und gleichzeitig den einzigen saarländischen Postdienst nutzen, der keinen Mindestlohn zahlt. Schön dass der Mann zu dem steht, was er sagt.

    "Das ist die umfangreichste Arbeit meines Lebens. Aber ich gehe abends mit einem Lächeln ins Bett. Und das hat nichts damit zu tun, dass da meine Frau liegt." (Stefan Kuntz)

  • Ja - aber andererseits ist die SPD auch selbst schuld, dass sie sich von Oskar und Co die Stimmen klauen laesst - jedemfalls im Westen. Die SPD ist einfach zu gesichtslos geworden und gerade Schroeder haette genausogut in die CDU oder gar FDP gepasst. Nein - eigentlich haette er da sogar besser dort hin gepasst als in die SPD.


    Die Mitte, bestehend aus SPD und CDU verschwimmt doch inzwischen sowieso schon. Ach so, ich wollte eigentlich was zur Gesichtslosigkeit der SPD sagen - die steht schon lange nicht fuer das, fuer das sie mal stand - mit der CDU ists letztlich nicht anders .. kein Wunder, dass die extremeren so viele Stimmen einfahren. Da weiss man wenigstens noch, fuer was man stimmt, auch wenns absdrus ist ;)

  • Klar hat die Linke fiel Zulauf aus alten SPD-Wählern und alten SPD-Mitgliedern. Aber Beck hat versucht (ich sage bewusst "versucht") wieder zurück zur linken Seite der Wählerschaft zu dackeln und dort Stimmen zu sammeln, was einen Erfolgswert von etwa minus 1 hatte. Mir kann doch keiner erzählen dass dieses hin und her zur Glaubwürdigkeit der Partei beiträgt. Nein, dann lieber ein sichtbare Distanzierung von der Linkspartei.


    Davon abgesehen ist die Partei für mich sowieso Geschichte, wenn es im Saarland einen Ministeerpräsidenten Oskar mit einem Helferlein bestehend aus der SPD gibt. Diesen Mann werde ich nicht mittragen.

    "Das ist die umfangreichste Arbeit meines Lebens. Aber ich gehe abends mit einem Lächeln ins Bett. Und das hat nichts damit zu tun, dass da meine Frau liegt." (Stefan Kuntz)

  • Quote

    Original von majorburns
    [...]
    Na, die Saarlaender sind dochpolitisch noch immer hoffnungslos in ihren Oskar verliebt - dort geht es doch nicht so sehr um Partei als um Person.
    [...]


    Dies ist mir auch sofort eingefallen, als ich gelesen habe hast die Linkspartei vor der SPD ist.


    Aber mal ehrlich wie viel Prozent der Bürger wählt die Person und nicht das Programm??

    Gruß Uwe


    Ich kenne Gelbe, die mir für rote Scheine, grüne Olive auf dem Schwarzmarkt besorgen können :) :)


  • Quote

    Original von First-Lady
    Um mal eins zuklären: Ja, die Saarländer sind nach wie vor Oskar-Fans, aber hoffentlich sind sie in der Minderheit.


    Na ja, auch wieder Ansichtssache !


    Quote


    @Wyzo: Die Hexenjagd, wie du es nennst, hat sich der Saar-Napoleon selbst zuzuschreiben. Er hat sich unter Schröder aufgrund seines gekränkten Egos aus der Verantwortung geschlichen und taucht Jahre später wieder auf, verspricht nicht realisierbare und nicht bezahlbare Wunschträume und kämpft seinen privaten Rachefeldzug.
    Und Hand aufs Herz, Oskar freut sich doch über jeden SPDler, der öffentlich über ihn stänkert. Oskar kriegt mehr Publicity, kann sein Ego aufpumpen und kann sich mal wieder als Retter der Armen feiern und gleichzeitig den einzigen saarländischen Postdienst nutzen, der keinen Mindestlohn zahlt. Schön dass der Mann zu dem steht, was er sagt.


    Na ja, ist ja fast wie in alten Zeiten als ich dich links überholte (und du mich nach Pjöngjang verfrachten wolltest !). ;) :D (Na ja, ich schwanke mittlerweile zwischen Gross-Berlin/Germania und Havanna... ;) :D )


    Ich meine das Lafontaine auch für mich nicht besonders vertrauenserweckend ist, aber das ist wohl Grundvorausetzung für einen erfolgreichen Politiker. Aber ihm glaube ich dann doch eher als den Haufen der SPD von der FDP oder CDU/CSU ganz zu schweigen ! Eine Partei habe ich ich jetzt bewusst ausser acht gelassen "


    Aber ich verstehe dich nicht warum du dafür bist, dass die SPD ihre eigentliche Wählerschaft verrät ?
    Und mal überspitzt gesagt (schrieb´ ich hier auch schon mal):
    Hatten wir das in der dt. Geschiche nicht schon mal was passiert wenn sich die "Arbeiterparteien" untereinander streiten ? (Zeit vor 1933 ?).
    Also ich halte es jetzt in erster Linie von der SPD für glatt fahrlässig die Linkspartei so zu behandeln wie sie es jetzt tut, wobei im in den Ländern der Ex-DDR gab´s ja schon zwei Koalitionen zwischen SPD und PDS und im Westen geht das nicht bzw. soll das nicht gehen (oder halt nur die Tolerierung) ? Was ist das für eine Moralvorstellung ? Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass die Linkspartei vom Verfassungsschutz überwacht wird. Nun ja, ich war damals Stellvertretender Vorsitzender der JuSo Ortgruppe hier - darf ich dich Genossin nennen Christina ? ;) :D Aber wenn ich so meine damalige
    Meinung rekapituliere - Alter Verwalter.... Ich wäre ein Grund für den Verfassungsschmutz (ups, alte Angewohnheiten ;) :D )



    Obwohl so langsam weiss ich wirklich nicht mehr, ich hab´bei der letzten Wahl (Landtag Niedersachsen) SPD gewählt weil die Linkspartei mir doch manchmal zu - wie soll ich sagen Hippie und Schubladen denkend herkommt - aber nicht wählen kann ja auch nciht die Lösung sein, oder ?).
    Ich glaub´demnächst wähle ich NPD, weil dann weiss ich sicher das meine Stimme für´n Ar*** bzw. dessen Aussscheidung ist (Achtung ! Das war Sarkasmus !!) und hoffe nicht drauf das es irgendwie bedeutungsvoll ist was ich gewählt habe.

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Nee, Oskar kann überall hin, aber der wird nicht nochmal meine Heimat regieren. Ich will keinen Regierungschef, der offen mit diesem Verbrecher Chavez in Venezuela sympathisiert. Und eine Wiederholung des Oskarschen Mediengesetzes brauch ich auch nicht. X(


    Vertrauenserweckend kann kein Politiker buchstabieren, das ist nicht das Ding. Du glaubst also Oskar, wenn er das Blaue vom Himmel verspricht, Arbeit und einen geruhsamen rentenreichen Lebensabend für alle? Oskar soll mir einen sauber finanzierten Plan für seine Wunschträume vorlegen, ich wähl ihn.


    Ich bin keineswegs dafür dass die SPD ihre Wählerschaft verrät. Ich sehe das auch nicht als Verrat. Fragt sich, ob die Linke die Arbeiter nicht viel mehr verrät, wenn sie das Blaue vom Himmel verspricht, es dann nicht bezahlen kann und sich dann verdünnisiert. Ganz ehrlich: der Verrat fängt für mich da an, wo man den Menchen die Zukunft versaut, um sich in der Gegenwart zu profilieren. Genau das ist nämlich das Problem der Linken. Ihre Ideen mögen für die Gegenwart zauberhaft und wunderschön sein. Ich würde die sofort umsetzen wenn sie Zukunft hätten und finanzierbar wären. Aber da auch der Onkel Oskar kein Geld schei*** kann, wird es irgendwann ein ganz böses Erwachen geben. Dann nämlich, wenn der Standort Deutschland vor die Hunde geht, weil sich kein Arbeitnehmer mehr hier niederlässt, wenn die Kassen so leer sind, dass die Rente nicht mehr ausbezahlt wird.


    Jemand sollte der Linken beibringen, das Wort "Nachhaltigkeit" zu buchstabieren.


    Und um mal wieder zum Thema zu kommen ;) Kurt Beck ist ja heute wieder vor die Kameras getreten. Er sah doch reichlich zerknautscht aus, was ich verständlich finde. Und er tut mir auch insofern leid, als dass die Geschichte einfach unglücklich lief und er vielleicht manchmal zu Unrecht einen auf den Deckel bekam. Aber ansonsten hat er sich selbst in die Sache reingeritten.

    "Das ist die umfangreichste Arbeit meines Lebens. Aber ich gehe abends mit einem Lächeln ins Bett. Und das hat nichts damit zu tun, dass da meine Frau liegt." (Stefan Kuntz)

  • Quote

    Original von First-Lady
    [...]Fragt sich, ob die Linke die Arbeiter nicht viel mehr verrät, wenn sie das Blaue vom Himmel verspricht, es dann nicht bezahlen kann und sich dann verdünnisiert. Ganz ehrlich: der Verrat fängt für mich da an, wo man den Menchen die Zukunft versaut, um sich in der Gegenwart zu profilieren. Genau das ist nämlich das Problem der Linken. [...]



    Ja aber im Gegensatz zur SPD muss das bei der Linken erst noch passieren. Wenn die mal auf Bundesebene Regierungsverantwortung übernehmen müssten, dann würde sich das zeigen. Spielst Du auf was bestimmtes an, oder ist das mehr ein hyothetisches Urteil?


    Versprechungen machen alle, oder? Wer glaubt, dass mehr als ein Prozent davon eingehalten werden, ist sehr naiv. Den meisten Regierungen hat man ihre Wahlversprechen zwar vorgehalten, aber sich dann damit abgefunden, dass sie sie nicht eingehalten haben. Denn es ist schon längst Gang und Gäbe, "das Blaue vom Himmel" also Dinge, die de facto garnicht möglich sind zu versprechen, und dann zu hoffen, dass es bis zur nächsten Wahl vergessen ist.

    Faust: Wohin soll es nun gehn?
    Mephistopheles: Wohin es dir gefällt. Wir sehn die kleine, dann die große Welt.

  • Das Urteil ist zwar hypothetisch, aber begründet. Das, was die Linke umsetzen will, kann sie nicht bezahlen. Und selbst wenn sie sich verschuldet, um das bezahlen zu können, spüren wir das ein paar Jahre später. Politisches Handeln spührt man in der Zukunft, besonders im Bereich Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Die Wirkungen für die Gegenwart sind supertoll und rosig wie die blühenden Landschaften im Osten - aber es wird irgendwann ein böses Erwachen geben, dafür würde ich meine Hand ins Feuer legen.


    Eigentlich ist das nur wirtschaftliche Logik. Eine Verbesserung der arbeitnehmerposition zu finanziellen Lasten des Arbeitgebers kommt zwar im ersten Moment dem Geldbeutel des AN zugute, schwächt aber in Zukunft den Standort Deutschland, weil sich keine Firma die Lohnnebenkosten hier geben will. Das treibt die arbeitslosigkeit hoch. Wunderbar, dann hätte jeder Arbeitnehmer in einer starken Firma ne suuuuper Position, nur dass er in mehreren jahren keinen Job findet.


    Ich fasse es in einem Satz zusammen: Zu Ungunsten der wirtschaftlichen Zukunft eines Staates mit Geld um sich zu werfen halte ich für grob fahrlässig. Denn wenn das Pendel zurückschwingt und die ngeativen Auswirkungen kommen, werden die Ärmsten der armen die ersten sein, die darunter Leiden. Das nennt Oskar dann Politik für den kleinen Mann. Herzlichen Dank für die Blumen.


    Und was das verduften in unangenehmen Situationen angeht, kann Oskar uns ja was erzählen. Mir kann keiner erzählen, dass dieser Mann, nachdem er 1998 sich aus seiner Verantowrtung geschlichen hat wie ein feiger Hund, vertrauenswürdig ist.

    "Das ist die umfangreichste Arbeit meines Lebens. Aber ich gehe abends mit einem Lächeln ins Bett. Und das hat nichts damit zu tun, dass da meine Frau liegt." (Stefan Kuntz)