Robert Enke ist tot

  • OH MEIN GOTT... 8o 8o 8o


    Warum muss ein Mensch, der so lieb, nett und einfach riesig war, so früh sterben.


    Ich kenne ihn noch, als er gerade als Torhüter bei 96 angefangen hatte, kannte ihn persönlich, habe die schlimmste Zeit seines Lebens mit erlebt, als er seine kleine Tochter beerdigen musste. Ich kann es einfach nicht verstehen und mir laufen wirklich die Tränen über das Gesicht.

  • Ich habe es eben im Radio gehört und konnte es kaum glauben! Wirklich schlimm. Ich frage mich immer wieder wie verzweifelt, einsam, unglücklich oder was auch immer man sein muss, um in so jungen Jahren seinem Leben freiwillig ein Ende zu setzen :(

  • Schade um den Menschen Robert Enke. Der Torwart steht für mich jetzt hinten an.


    Ein Mensch ist an seiner Sensibilität verzweifelt und hat den Freitod gewählt. Mit gerade mal 32 Jahre...Schade...

    An der Liebe zur Schönheit ist nichts auszusetzten. Aber Schönheit ist, sofern sie nicht mit etwas Sinnvollem vermählt ist, immer nur oberflächlich.

  • Oh man .... Selbstmord. Wie schrecklich! Wie schlimm muss es einem Menschen gehen, um sich vor den Zug zu werfen? Wie sehr muss er vorher gelitten haben?
    Und wie sehr leiden seine Frau und seine Angehoerigen nun?
    Ihnen gilt mein Beileid und meine besten Wuensche.

  • Ich kann es garnciht glauben als ich gestern Abend im Internet gelesen habe ,das heisst brummie hat es mir vorgelesen , ich glaube es immer noch nicht ! Warum nur? Einfach unfassbar! ich bin richtig Traurig und zutiefst erschüttert

    -Leben bedeutet unterwegs zu sein.
    Nicht um möglichst schnell anzukommen, sondern um seinen Träumen Zeit zu geben, wahr zu werden.

  • Für die Angehörigen kaum zu ertragender Schrecken.


    Und für einen Selbstmord total untypisch. Keine Anzeichen, jedenfals nicht das man sie hätte sehen können.


    Normalerweise geht so etwas mit einer Depression einher.


    Zum Glück scheint es einen Abschiedsbrief zu geben.


    Um Halb eins wissen wir mehr.

  • Da fehlen einem die Worte. Vor dem Sportler Robert Enke hatte ich immer großen Respekt, weil er nicht nur einer der besten Sportler war. die unser Land hervorgebracht hat. Er war nie pampig, unhöflich, ist asugerastet oder hat öffentlich nachgetreten. Wenn jemand den Vorzug vor ihm erhielt, hat er trotzdem weitergemacht.
    Sehr imponiert hat mir sein soziales Engagement - gerade den Kindern zu helfen, die ebenso krank sind wie seine verstorbene Tochter es war. Und dann die Aoption im Mai - eigentlich doch ein Zeichen, dass man das Leben wieder voll annimmt, das man es wieder leben möchte.


    Ich bin richtig geschockt - und hoffe, dass seine Freunde und vor allem seine Frau und ihre gemeinsame Tochter diesen furchtbaren Schlag irgendwann so verarbeiten können, dass sie damit leben können.

    "Das ist die umfangreichste Arbeit meines Lebens. Aber ich gehe abends mit einem Lächeln ins Bett. Und das hat nichts damit zu tun, dass da meine Frau liegt." (Stefan Kuntz)

  • Quote

    Original von chrizzy
    Normalerweise geht so etwas mit einer Depression einher.


    Zum Glück scheint es einen Abschiedsbrief zu geben.


    Um Halb eins wissen wir mehr.


    Es wird ja wohl gemunkelt, dass sowas wie der Infekt den er vor paar Wochen hatte in Wirklichkeit dann Depressionen waren...naja wie Du sagtest um halb eins wissen wir mehr.



    Bei aller Trauer um Robert Enke hat mein Mitgefühl aber auch der Zugführer. Ich finde, sich vor einen Zug zu werfen, ist eine ziemlich miese Art sich umzubringen, da der Zugführer für den Rest seines Lebens damit umgehen muss, jemanden überfahren zu haben.

  • Jetzt wo ich mehr weiß, was in Robert vorgegangen ist und wie lange er schon mit Depressionen durchs Leben gegangen ist, fällt es mir noch schwerer meine Gedanken in Worte zu fassen. Aber ich verarbeite meine Trauer gerade in einem Gedicht.




    Tiefe Trauer umgibt mich
    Die Nachricht über deinen Tod hat mich sich erschrocken
    Ich denke an deine Familie und Dich
    Warum konnten deine Frau und der Arzt dich nicht hinter dem Ofen vorlocken


    Warum hast du die Menschen getäuscht, die dich lieben
    Die Fans standen immer hinter dir
    Was hat dich bloß in zum Selbstmord getrieben?
    Hättest du dir nur helfen lassen, dann wärst du noch hier


    Depressionen haben dich seit Jahren zerfressen
    Hast du keinen anderen Weg gesehen?
    Deine Angst vor dem Versagen ließ sich nicht mehr messen
    Ich hoffe, deine Familie kann deinen Verlust heil überstehen


    Wir werden dich als Sportler und Mensch vermissen
    Du warst etwas Besonderes für uns alle
    In der Öffentlichkeit wirktest du nie verbissen
    Du dachtest, du säßest in einer aussichtlosen Falle


    Doch es hätte sich für jedes Problem eine Lösung gefunden
    Ich hoffe, du und Lara findet im Himmel zueinander
    Du hinterlässt bei jedem, der dich kennt tiefe Wunden
    Robert, Lara, bitte bewacht Teresa miteinander




    R.I.P. Robert, ich werde dich als Mensch und Sportler niemals vergessen.

  • Das DFB-Spiel ist abgesagt. Weder Mannschaft noch Trainerstab seien dazu in der Lage, das Spiel zu bestreiten.

    "Das ist die umfangreichste Arbeit meines Lebens. Aber ich gehe abends mit einem Lächeln ins Bett. Und das hat nichts damit zu tun, dass da meine Frau liegt." (Stefan Kuntz)

  • Quote

    Original von First-Lady
    Das DFB-Spiel ist abgesagt. Weder Mannschaft noch Trainerstab seien dazu in der Lage, das Spiel zu bestreiten.


    Bin normal immer einer der sagt, dass man möglichst schnell zur Normalität übergehen soll, aber das Spiel ist ist zeitlich wohl wirklich zu nahe dran. Ist ja außerdm kein Spiel, bei dem es um was geht. Finde die Entscheidung daher völlig in Ordnung.

  • Bin einer Meinung mit BlakeMZ. Keiner denkt an den traumatisierten Zugführer. Wenn man schon freiwillig abtreten will, sollte es nicht so öffentlich und belastend für andere, insbesondere die Familie, sein. Was die arme Frau Enke jetzt bis ans Ende ihrer Tage aushalten muss, ist vielleicht viel schlimmer als die Depressionen des Herren Enke. Wie soll sie z.B jemals ihrer Tochter erklären, was ihr Vater getan hat!?


    Auch das Argument von Enke, er hatte Angst, dass seine Adoptivtochter ihm weggenommen werden könnte, falls seine Depression bekannt wird, finde ich etwas seltsam. Da hätte er doch einfach seinen Arzt fragen können, ob so etwas dann der Fall sein könnte.


    Bitte darum, mich nicht falsch zu verstehen: Robert Enke hat in seinen Augen keinen anderen Ausweg gesehen. Wahrscheinlich sieht man die ganze Lage anders als Menschen, die diese Krankheit nicht haben. Aber helfen lassen wollte er sich ja auch nicht richtig, wie der Arzt erläutert hatte.


    Bei aller Tragik um die Person Robert Enke - meine Gedanken und Trauer gelten nun den Hinterbliebenen.

    An der Liebe zur Schönheit ist nichts auszusetzten. Aber Schönheit ist, sofern sie nicht mit etwas Sinnvollem vermählt ist, immer nur oberflächlich.

  • Ich war am Dienstag richtig schockiert! Ich konnte es gar nicht glauben, beim ersten Lesen im Videotext dachte ich: Der heißt ja genau so wie der Torwart. Gestern habe ich ganz schlecht geschlafen und war zweimal auf und habe nochmal im Videotext alles nachgelesen.


    Robert Enke werde ich als hervorragenden Sportler und ganz sympathischen Menschen in Erinnerung halten. Keiner, der mehr durch große Klappe glänzte, sondern ein ruhiger, bescheidener Mann, der eher durch Taten glänzte.


    Es ist sehr, sehr traurig, das er seine Krankheit wegen privater Gründe nicht konsequenter behandeln liess. Ihm jetzt wegen seiner Frau, seiner Adoptivtochter oder dem Lokführer etwas vorwerfen zu wollen, ist nicht richtig. Depressionen sind nun mal eine Krankheit, die alle rationalen Gedanken in den Hintergrund drängt.


    Ich wünsche seiner Familie und seinen Freunden ganz viel Kraft.

    "Ich glaube das kleine Scherzchen wurde soeben ins Fegefeuer verdammt"

  • Ein tiefer Schock hatte mich am Dienstag abend erfasst, als mein Arbeitskollege davon berichtete und ich die ersten Bilder vom Unglücksort sah. Wie schafft es seine Witwe nur sich der Öffentlichkeit so zu stellen. Sie muss sehr stark sein und hoffe, dass sie für ihre Adoptivtochter da sein kann in dieser schweren Zeit.


    Was Robert auf der Seele tragen musste, da wären sicherlich viele schon lange zusammengebrochen. Er war ein Schauspieler und leider muss man sagen ein verdammt guter vor der Kamera. Niemals hätte ich gedacht, dass er so sehr an Depression litt. Man hatte es ihm nicht angemerkt und selbst für seinen Spielerkollegen war es ein großer Schock, als es an die Öffentlichkeit kam. Aber warum musste es auf diese Weise geschehen. Warum sieht ein Mensch keine andere Möglchkeit als den Freitot?
    Es ist wahnsinn. Zuviele Leute sind in diesem Jahr von uns gegangen, wo ich mir denke, es war noch nicht ihre Zeit und daher verlässt mich der Glaube, an die Gnade Gottes.


    Möge er im Himmel seinen Frieden finden und dort mit deren zusammensein können, die er liebt, wenn auch ihre Zeit kommt.