Bundespräsident Köhler tritt zurück

  • Bin ja mal gespannt wer als nächstes Zurücktritt...


    Aber Köhler hat doch mit seiner Aussage garnicht mal Unrecht !


    Echt toll sagt jemand die Wahrheit muss er zurücktreten !
    (Bezieht sich jetzt nicht !!! auf Roland Koch !!!)

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Rücktrittswochen. Allgemein entspricht das dem Trend: Es geht heute viel hektischer in der Politik zu. Die Politik ist schon seit den letzten 10 Jahren mehr und mehr von wöchentlichen Umfragen und kurzfristigem Denken beeinflusst. Schneller wechselnde Wählerstimmungen (nachlassende Mileu- und Parteibindung etc.) und wankelmütige Vorgaben und unklare Linien in der Politik steigerten sich gegenseitig.


    Horst Köhler sollte Symbol sein für den Wandel von rot-grün zu schwarz-gelb, der dann 2005 ausblieb. Sein Rücktritt steht für das bevorstehende Ende der widersprüchlichen und zu spät gekommenen schwarz-gelben Regierungs-Koalition, die schon ein halbes Jahr nach ihrer Wahl am Ende zu sein scheint.

  • Mit der Aussage (über die Handelswege) hat das ja nur bedingt etwas zu tun.


    Er hat sich da sicherlich unglücklich ausgedrückt. Das wurde dann aber von politischen Gegner benutzt, um im falsche Ansichten in den Mund zu legen. Ich denke, jeder der in letzten 5 Jahren, auch nur einmal Nachrichten gesehen hat, sollte mitbekommen haben, dass Köhler sich nicht für "Kriege aus wirtschaftlichen Interessen" stark macht.
    Was ihn wirklich stört, ist dass die Leute die ihn eigentlich unterstützen sollten, wenn ihm so etwas zur Last gelegt wird, dies nicht getan haben. Namentlich die Vertreter von CDU und FDP.


    Dieser Umstand, zusammen mit der Tatasache, dass Schwarz/Gelb (für die er ja irgendwie auch steht) ziemlich schlecht darsteht zur Zeit, dass keiner so wirklich auf ihn hören mag etc, führt dazu, dass er jetzt zurücktritt. Nicht die eine Aussage.


    Ob das jetzt gut oder schlecht ist mit dem Rücktritt, ob er er da zu empfindlich reagier hat, darüber lässt sich jetzt streiten.


    Ich kann ihn ein stückweit verstehen, aber der Abgang als solches geht dennoch nicht finde ich. Wirkt wie ein trotziges Kind, dem auf den ganzen Präsidetenkram die Lust vergangen ist.
    Er wollte "wenn nötig unangenehm sein", jetzt wird es für ihn einmal unangenehm, da macht er gleich den Lafontaine ( ;) ). Finde ich zumindest mal fraglich.

  • Als ich den Titel hier eben las, dachte ich irgendjemand wuerde sich einen dummen Scherz erlauben. Ich glaubs nicht! Der Druck auf Horst Koehler muss massiv gewesen sein. Ich bedauere es ungemein, dass er zuruecktritt, denn er war ein verdammt guter Bundespraesident und hat in diesen oft schwierigen Zeite eine Menge Courage gezeigt und oft Unangenehmes klar und deutlich gesagt hat. (und mir graut bei dem gedanke, dass die schawan sich schon mal die zimmer in bellevue anschaut)


    Ich glaube nicht, dass er leichtfertig gegangen ist, wie BlakeMZ ihm das ein bisschen unterstellt (von wegen Lafontaine). Ich glaub eher, dass auf ihm schon laenger ne Menge mehr lastet, als wir das sehen. Unsere Politiker werden ja auch immer krasser und unberechenbarer.


    Interessant aber das Thema -- wieder war es mehr oder weniger Afghanistan. Er spricht was aus, was wir alle wissen und was aber niemand sagt, naemlich, dass es auch um wirtschaftliche Interessen geht. Ich erinnere mich da an Guttenbergs "Kriegsaussage", die ihm auch schon fast das Genick gebrochen hat.

  • Quote

    Original von majorburns


    Ich glaube nicht, dass er leichtfertig gegangen ist, wie BlakeMZ ihm das ein bisschen unterstellt (von wegen Lafontaine).


    Schön, dass ein BILD Kommentator meine Ausdrucksweise schon übernommen hat...ehrt mich irgendwie jetzt nicht soooo ;)


    Ich finde die Kritik die ihm entgegenschlagen ist ja auch nicht okay, der Bundespräsident sollte anders behandelt werden als andere Politiker, aber ich finde die Reaktion trotzdem übertrieben.
    Das hat was von: "Ach Leute, wisst ihr was...leckt mich" ;)

  • So und was sehe/höre ich gerade in den "Tagesthemen" Christian Wulff soll es machen....
    Lache mich tot !!!!
    Da könnte man auch gleich Roland Koch nominieren !
    Ich glaube der Köhler war einfach der CDU zu unbequem, weil er sagte seine Meinung !
    Wer weiss was da vor sich ging....

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Quote

    Original von BlakeMZ
    [quote]Original von majorburns
    Das hat was von: "Ach Leute, wisst ihr was...leckt mich" ;)


    Das ist genau, was mir bei der Meldung als erstes durch den Kopf geschosssen ist. Schließlich haben wir Sachsen ja mit solch einer Haltung des Landesoberen ja schon Erfahrung. Unser letzter König, Friedrich August "der Letzte", hat sich ja auch mit dem denkwürdigen Spruch, "Ach, macht doch euern Dreck aleene!" verabschiedet.

  • Der Koch wäre gänzlich Ungeeignet. Der wäre nicht ausreichend akzeptiert außerdem würde er das selbst nicht wollen....zu viel repräsentieren und zu wenig bewegen.


    Jetzt heißt es Wullf gegen Gauck. Also wird es der Wulff.
    Könnte schlimmer sein. Ich weiß nur nich wie klug es ist funktionierende Ministerpräsidenten abzuziehen. Aber ich nehme mal an, Merkel blieb auch nichts anderes übrig, um die Konservativen im Zaum zu halten.

  • Tut mir leid, ugly, also der Koch !
    Echt, der ist doch sowas von Rechtsaussen !!!
    Da könnten wir fast sogar den Herrn Adolf H. aus der Ostmark ;) :D.
    (Bitte jetzt keinen Rotstift wegen dem Begriff - irgendwo muss ja Satire sein.)


    Mensch, würde Helmut Schmidt nicht so alt sein oder gar noch Willy Brandt leben.....

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Wulff als Bundespräsi ist mir zumindest lieber, als die von der Leyen.
    Aber wie Blake schon sagte, "Ich weiß nur nich wie klug es ist funktionierende Ministerpräsidenten abzuziehen."
    Bin mal gespannt, wer nun Ministerpräsi in Nds wird, wahrscheinlich McAllister oder so.

  • Quote

    Original von Paragraph8
    Wulff als Bundespräsi ist mir zumindest lieber, als die von der Leyen.
    Aber wie Blake schon sagte, "Ich weiß nur nich wie klug es ist funktionierende Ministerpräsidenten abzuziehen."


    Kann ich in beiden Punkten nur zustimmen.

  • Quote

    Original von ugly john


    Deutschland steht eh zuweit links. ( Gut das ich auch Deutsches TV bei mir Empfangen kann)


    Zu weit Links mit einer schwarz/gelebn Regierung? Und einer schwarz/gelebn Mehrheit im Bundesrat? ?(


    Sicher, dass Du den richtigen Sender eingestellt hast?

  • Naja, wenn ich jetzt mal links als sozial definiere ist mir das mit dem Sozialstaat schon recht. Täte den Amis auch mal ganz gut. Aber die bekommen ja schon Blitzherpes, wenn sie das wort sozial oder links nur hören.



    Edit: Wie ich Dir zustimmen würde ist, dass sich SPD und CDU wieder deutlicher unterscheiden müssten. Damit beides wieder Volksparteien werden können und man die Parteien un links und rechts besser untenhalten kann.


    Aber das wird sich nicht mit dem Amt des Bundespräsidenten verändern.

  • Quote

    Original von ugly john
    @ Matthias : Euch fehlt ein guter Konserativer damit es mit deutschland nicht so bergab geht.


    Deutschland steht eh zuweit links. ( Gut das ich auch Deutsches TV bei mir Empfangen kann)


    Also da muss ich dir wieder mal widersprechen !


    Meiner Meinung nach die beste Aussenpolitik gab´s unter Schröder und Fischer !!!!

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Da wäre ich als US Bürger mal ganz leise. Wem haben wir den Afgahnistan zu verdanken? In erster Linie nicht Schröder und Fischer. Die Kriegstreiber sitzen woanders! Zumal bei Kosovo und Afgahnistan ein UN Mandat vorliegt, Stichwort: Bündnisfall. Man kann sich die Rosinen halt nicht rauspicken.


    Aber wären wir damals konservativer gewesen, sprich Merkel, Stoiber oder so ein Kamerad an der Macht, dann wären deutsche Truppen mit Euch in den Irak einmarschiert und nicht die Axis of Weasels geworden die French Fries statt Freedom Fries essen. Merkel und Stoiber hätte sogar noch mit US Fähnchen aus Bushs Hintern gewunken in dem sie hüfttief gesteckt hätten.