Machbarkeitsstudie Rollenspiel

  • Hallo!


    Ich melde mich mal wieder hier zurück, nachdem ich eine ganze Weile in der Versenkung verschwunden war (die Pause habe ich gebraucht, da ich mich in mehreren Baustellen gleichzeitig verzettelt hatte) und bringe gleich ne etwas bekloppte Idee aufs Tapet.


    Nachdem ich schon ein paar Jahre in einem Star Trek-Chatrollenspiel bin (obwohl ich inzwischen garkein Trekkie mehr bin), möchte ich mal einfach zur Diskussion stellen, ob es überhaupt möglich ist, ein MASH-Chatrollenspiel aufzubauen (Dr. Who, z.B., meine derzeitige absolute Lieblingsserie obwohl ich kein Anglist bin, eignet sich auf keinen Fall dafür, leider).




    Jetzt zu meinen Gedankengängen, die natürlich erstmal nur meine Gedankengänge sind. Wenn jemand bessere Ideen hat, nur her damit! ;)


    Ich dachte natürlich an ein (in fernster Zukunft evtl. mehrere) MASH(s), das/(die) NICHT das 4077ste ist (sind).


    Selbstverständlich kann sich jeder einen eigenen Charakter zusammenstellen, wobei es bitte nicht nur Ärzte und Oberschwestern sein sollten. Wie das zu vermeiden wäre, darauf komme ich noch. Ob jemand einen undisziplinierten, stinkfaulen Nichtskönner spielt oder einen brillianten selbstlosen Superchirurg soll aufs Ansehen des Spielers keinen Einfluss haben.


    Als Schauplatz fallen mir 3 Varianten ein:
    a) Natürlich Korea. Was am nächsten an der Serie wäre, aber auch das Risiko birgt, mit der Kontinuität selbiger in Schwierigkeiten zu kommen.
    b) Vietnam. Längerer Krieg und breitere Front, bzw. auch viel Partisanenkampf im Hinterland, insofern viel Möglichkeiten für Action. Aber auch das Manko, daß das ein rein US-amerikanischer Krieg war, also der UN-Teil wegfällt und damit auch viele interessante Möglichkeiten, wie Kommunikationsprobleme mit fremdsprachigen Verbündeten oder Begegnungen mit Traditionen anderer Verbündeter.
    c) Ein rein fiktiver Krieg. Ich bin gerade dabei mir ein Szenario in Südamerika in den 70ern auszudenken, als in ganz Südamerika Militärdiktaturen herrschten. Z.B. könnte der Krieg zwischen Argentinien und Chile um 3 kleine Inseln in der Magellanstraße tatsächlich ausgebrochen sein. Argentinien und Chile haben eine lange Grenze miteinander... Ich habe ein Kleinwenig Ahnung von südamerika, jedenfalls von Argentinien, mir fällt da sicher was ein.


    Strukturell nötig ist natürlich ein 1. Corps, das das ganze verwaltet und auch bei spielerischen Differenzen das letzte Wort hat. Aber natürlich sollte jemand, der im 1. Corps ist, auch einen normalen Charakter spielen dürfen. Gerade jemand, der spielerische Differenzen lösen soll sollte selber mal gespielt haben...


    Wer z.B. Mannschaften spielt wird kaum je zum Offizier aufsteigen, und wer Chirurg ist, wird wohl als Captain anfangen. Insofern sind Beförderungen recht begrenzt. Daher sollte es vielleicht am besten ein offplay-Anerkennungssystem für Spieler geben.
    Also wer an soundsoviel Runden teilgenommen hat, das wird vermerkt, aber auch wer soundsooft erfolgreich geleitet hat (also der spielleiter war, der für den jeweiligen Abend sich die Story ausgedacht hat), usw. Oder wer von anderen (geheim, damit keine Seilschaften entstehen oder es in alle-wollen-einen-rausekeln ausartet) als herausragender Spieler vorgeschlagen wurde.
    Das würde auch eine Ärgerlichkeit ausmerzen, die man in meinem Star Trek-RS in Kauf nehmen muss: Dort muss man bei jedem Charakter (bis zu 4 darf man), den man neu anmeldet, ein Kadettentraining mit Trainingsmission mit absoluten Neulingen absolvieren, auch wenn man schon 10 Jahre spielt! Ich kam mir da bei meinem 2. Charakter etwas zu blöd vor und habe mir das geschenkt, weswegen ich die ersten 4 Missionen auf diesem Schiff Kadett war.


    Spielleiter sollten darauf achten, daß nicht nur Ärzte interessante Aufgaben kriegen, sondern auch Mannschaften, oder Piloten. Das erfordert natürlich Kreativität. Es wird nicht jeden Abend für jeden interessant, das ist auch bei uns nicht der Fall. Oft wird man nichts zu tun bekommen und darf sich dann selber ausdenken, was man macht. Aber wer z.B. Koch spielt, für den gibt es auch immer etwas interessantes. Oder wer Mechaniker spielt. Mein 1. Charakter im Star Trek-Rollenspiel ist Chefingenieur, da findet man immer etwas zu tun.


    Zu guter letzt braucht es natürlich irgendwo irgendwie eine Plattform. Da eine kostenlose herzukriegen, inklusive eigenem Chatserver, wird eine große Herausforderung.
    Unser Rollenspiel ist inzwischen einem Star Trek-Club angeschlossen (Kein Spieler muss dort Mitglied sein, ich bin es auch nicht!). Für MASH etwas tragendes zu finden wird dagegen schwierig...

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  • An sich finde ich die Idee ganz interessant, aber ich habe derzeit nicht genug Zeit und Energie für sowas.
    Als Plattform könnte man da nicht Skype nehmen, so im Konferenzmodus, falls es da sowas gibt (ist schon länger her, dass ich das mal installiert hatte)?

  • Das wäre ne Idee, ja...


    Zum Zeitaufwand:
    In unserem Star Trek-Rollenspiel spielt jedes Schiff alle 2 Wochen. Ich dachte fürs MASH-Rollenspiel am Anfang erstmal so an einen Rhytmus einmal im Monat, da eben für MASH Stories schwerer zu finden sind.
    Solange es nur wenige Spieler sind dürfte der "Verwaltungskram" auch nur eine Stunde pro Monat erfordern.

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  • Also: Ich selber fange demnächst mit einer Diplomarbeit an, habe also selber auch nurnoch wenig Zeit. Daher wird die nächsten Wochen nichts definitives passieren.
    Ich wollte nur mal Meinungen sammeln, ob und wie sowas überhaupt durchführbar ist.
    Auch z.B. Meinungen zur Schauplatzfrage, oder dazu, ein spielerbezogenes Rang- bzw. Anerkennungssystem zu etablieren (selber bin ich nicht ranggeil, aber es wird mit Sicherheit Spieler geben, die auf sowas wie Beförderungen Wert legen).

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  • Hi!
    Grundsätzlich interessante Idee! Skype hätte ich auch.


    Ich könnte mir durchaus Vietnam vorstellen, da gab es auch so Verständnigungsprobleme mit den Verbündeten der Südvietnamesischen Armee..


    Was da interessant ist, ist, dass die Medics, also die Sanitäter auch wenn sie in einem mash waren, trotzdem auch zu Einsätzen mit raus mussten, zumindest teilweise. Habe das Buch von einem gelesen, der Medic in Vietnam war.
    Es würde also somit auch Abwechslung bedeuten.