25. Türchen

  • Teil 1


    Teil 2


    Teil 3


    Teil 4


    Teil 5



    Father Mulcahy stimmte Potter heftig mit dem Kopf nickend zu.
    „Wir wollen doch einander nicht die Köpfe einrennen“, sagte er mit seiner typisch milden Stimme.
    „Weihnachten ist doch nicht an einen Ort gebunden, sondern Weihnachten findet in unseren Herzen statt. Der Heiland kommt zu jedem von uns, egal, ob wir in Korea oder Kalifornien sind, ob wir mit unserer Familie oder mit Freunden feiern.“
    Klinger nickte.
    „In meiner Familie gibt es Weihnachten ja nicht wirklich, aber was ich immer am beeindruckendsten fand war, wenn viele Leute die berühmte extra Meile gegangen sind, um jemandem etwas Gutes zu tun.“
    Father Mulcahy schaute Klinger neugierig an.
    „Wie erleben sie und ihre Familie ohne unseren christlichen Hintergrund Weihnachten“, fragte er an Klinger gewandt.


    Klinger dachte kurz nach und strich siech über das Kinn.
    „Weihnachten ist für uns ein grosses Familienfest und ein Familientreffen in Toledo. Wir haben eine grosse Familie und viele meiner Cousins und Cousinen wohnen nicht in Toledo sondern überall über die Staaten verteilt. Aber an Weihnachten kommen alle nach Toledo. Das müssten sie sehen.“
    Klinger strahlte.
    „Cousin Frankie hat jetzt schon 5 Kinder, jedes Jahr kam eins auf die Welt und sie sind alle so verdammt süß und frech. Oder Cousine Melanie! Die hat vor 6 Jahren geheiratet. Wenn ihre Zwillinge so richtig loslegen, dann kann man sich kaum noch retten. Die stürmen auf einen zu und werfen einen glatt um. Wir Klingers sind alle ganz verrückt nach Kindern, drum habe ich ja auch 2 Brüder und 4 Schwestern. Ich glaube mein Vater hätte gerne noch mehr Kinder gehabt, aber Mutter meinte, dass nach Achmed Schluss sein, weil sie mit dem Wäsche waschen jetzt schon nicht mehr hinterherkommt.“
    Klinger lachte.
    „Na ja, auf jeden Fall feiern wir ein grosses Fest. Mutter und die Tanten stehen stundenlang in der Küche während mein Vater mit seinen Brüdern die Wasserpfeife raucht und Tee trinkt. So richtig nach alter Sitte. Als wir noch Kinder waren, haben wir uns immer heimlich ins „Männerzimmer“ geschlichen und unsere Väter beobachte und dann haben wir nachts Strohhalme in einen Eimer mit Wasser getaucht und so getan, als würden wir auch Wasserpfeife rauchen und über die wichtigen Dinge im Leben diskutieren.“
    Klinger grinste.
    „Das klingt nach einer schönen Kindheit“, sagte Mulcahy.
    „Ja, ich war niemals alleine“, entgegnete Klinger und fuhr dann fort.
    „Heute schleichen wir uns nicht mehr ins „Herrenzimmer“, aber erwünscht sind wir immer noch nicht. Cousin Hamad, der Älteste von uns hat inzwischen 6 Kinder und er durfte letztes Jahr zum ersten Mal mit den Männern Wasserpfeife rauchen.“
    Klinger grinste.
    „Wir ziehen um die Häuser und essen bei Paccos die besten Hot Dogs der Stadt. Es gibt einen extra Weihnachts Hot Dog mit extra scharfer Sauce und Knoblauch. Verdammt lecker.“
    Klinger fuhr sich mit der Zunge über die Lippen.
    „Wenn wir hier endlich alle raus sind, dann müssen sie alle mal nach Toledo kommen und ich lade sie zu einem Hot Dog bei Paccos ein.“


    „Geschenke gibt es bei uns natürlich auch. Jedenfalls für uns Kinder. Das haben wir uns dann schon abgekuckt“, grinste Klinger verschwörerisch. Klinger schaute zufrieden in die Runde.
    Radar sah Klinger stirnrunzelnd an.
    „Irgendwie komisch“, sagte er dann langgezogen.
    „Ich dachte, jeder würde Weihachten feiern.“
    Klinger zuckte mit den Schultern.
    „Wir kennen es eben so nicht und da alle frei haben und es ja auch ein Familienfest ist, machen wir es zu einem Familientreffen.“
    Radar runzelte noch immer die Stirn. Potter legte ihm die Hand auf die Schulter.
    „Andere Kulturen, andere Sitten.“
    Hawkeye nickte.
    „Es ist wirklich schön, dass wir alle ein bisschen verschieden sind. Ich wünschte nur, dass würde nicht immer in Krieg enden.“
    BJ nickte zustimmend.
    „Ein Studienkollege von mir kam aus China und hatte mich mal zum chinesischen Neujahrsfest eingeladen. Das war wirklich spannend.“


  • Glaube auch, dass Klingers Mutter erst richtig auflebt, wenn sie viele Gäste hat.
    Super Familienfest bei den Klingers.


    Und die Idee mit dem 25. Türchen ist natürlich der Oberhammer! Dankeschön!!! :] :] :]

  • Weihnachten bei Großfamilie Klinger - eine tolle Fortsetzung :)

    You have to leave the city of your comfort and go into the wilderness of your intuition. What you’ll discover will be wonderful. What you’ll discover is yourself. (Alan Alda )

  • Oh Gott! Meine Großtante ist eine Klinger. Die steht auch bei Festen stundenlang in der Küche und kocht und kocht und kocht. ;)
    Geniale Fortsetzung. Danke :)

    Life’s a journey. You need friends to enjoy the ride. Celebrating the greatest joy of all – Friendship.