Terroranschlag auf Boston Marathon

  • Ich finde es so schlimm, dass es so kranke Hirne gibt, die so etwas planen und ausführen. Es traf (mal wieder) unschuldige Menschen, die einfach nur Sport machen, oder sehen wollten.


    Wenn ich mir vorstelle, dass da sicher viele dabei waren, die aus der ganzen Welt angereist sind, um dort mal mit zu laufen... Und nun sind sie tot, oder schwer verletzt..


    Die Menschheit ist so krank, ich stell es immer wieder fest...


    Ich denke an Freunde und Familien der Opfer, und wünsche den Verletzten, dass sie wieder gesund werden, so fern möglich!

  • Ich wäre fast in Boston (als Zuschauer) gewesen, denn Anfang des Jahres, als ich meinen USA-Aufenthalt plante, hatte ich ursprünglich noch überlegt auch Freunde in Atlanta und Boston zu besuchen (und das gleich noch mit dem Marathon zu verbinden.


    Genau vor diesem Szenario hatte ich allerdings schiss als der LA Marathon letzten Monat stattfand und deshalb bin ich nicht zum Zuschauen gegangen (obwohl das Ziel nur etwa 5 km von meiner Unterkunft lag).
    Furchtbar, dass es jetzt tatsächlich auch passiert ist. ;(

  • Furchtbare Sache. Besonders gemein ist auch noch, dass die Bomben mittels Stahlkugeln zu Splitterbomben gemacht wurden, wodurch vielen Verletzten Gliedmaßen amputiert werden mussten. Ich hoffe es gibt noch ein Bekennerschreiben, denn im Moment sieht es eher nach Einzeltäter oder kleinerer Gruppe aus und das macht die Ermittlungen bestimmt nicht leicht.

    By command of the new commanding officer, all officers report to the commanding officer's office, sirs!


    Radar O'Reilly in "Change of Command"/ "Ich bin Colonel Potter"

  • Tja. Im Moment sieht es ja leider so aus, als wären da wieder Islamisten am Start gewesen. Für den Weltfrieden hatte ich ja irgendwie gehofft, dass es keinen islamistischen Hintergrund hätte.


    Ich verstehe einfach nicht, was diese Leute erreichen wollen. Akzeptanz auf jeden Fall nicht. So wird nur der Hass auf den Islam geschürt und "normale" Muslime, von denen es sicher mindestens so viele gibt wie "normale" Christen, müssen die Scheiße ausbaden.


    Aber mal in eigener Sache:
    Was ich auch nicht verstehe ist, wie es 2 muslimische Chechenen schaffen, in den USA zu leben. Ich meine, ich versuche irgendwie einen legalen Weg in die USA zu finden, aber es geht einfach nicht.


    *Sarkasmus-Modus an* Sollte ich zum Islam übertreten? *Sarkasmus-Modus aus*

  • @ Birgit: Leg dir nen Flüchtlingsstatus zu, vlt. hilft das ja ...
    Es geht bei solchen Attentaten m. E. nicht um Akzeptanz. Das Motiv ist meiner Meinung nach eine Mischung aus Minderwertigkeitsgefühlen und Überlegenheitswünschen. Es geht darum Macht u. Stärke zu demonstrieren und "dem Westen" eins auszuwischen. Diese Menschen haben ein tiefgreifendes Problem mit einer säkularen Gesellschaft, die auch noch Wohlstand, Erfolg und Macht erlangt hat.
    (Das ist nur meine persönliche Meinung, keine wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis.)

  • Das wird's wohl sein.
    Ich find's jedenfalls total zum Kotzen. Auf der einen Seite ist das auch nichts anderes als die Kreuzzüge der Christen, auf der anderen Seite leben wir im 21. Jahrhundert.
    Aber wohl nur der "Westen". Die islamische Welt scheint sich immer noch im 11. Jahrhundert zu befinden.

  • Jetzt haben sie ja einen erschossen und mal ehrlich: Die Polizei dr USA ist schon ein ganz anderes Kaliber. Ich verstehe echt nicht, warum die immer gleich losballern muessen anstatt wie in normalen, westlich zivilisiertern Laender warten koennen, bis sich eine ordentliche Festnahme ergibt.


    Natuerlich sparen sie sich damit einen aufwendigen und teueren Prozess und in Massachusets gibt es ja glaube ich auch keine Todesstrafe (oder?) .... Ich habe den Eindruck, die setzten selbst nur auf Terror und Abschreckung.

  • Quote

    Original von majorburns
    Jetzt haben sie ja einen erschossen und mal ehrlich: Die Polizei dr USA ist schon ein ganz anderes Kaliber. Ich verstehe echt nicht, warum die immer gleich losballern muessen anstatt wie in normalen, westlich zivilisiertern Laender warten koennen, bis sich eine ordentliche Festnahme ergibt.


    Naja, also ich will jetzt zwar nicht die amerikanische Polizei in Schutz nehmen, aber mal ganz eherlich, die sehen sich auch ganz anderen Gefahren gegenüber als z.B. die Polizei in Deutschland. Das sollte man zumindest im Hinterkopf haben.
    In USA kann sich jeder Kasper ein Sturmgewehr(!!) zulegen. Wann gab es bei uns die letzte Verfolgungsjagd mit Schießerei bei der "Sprengkörper" (Granaten nehme ich an) aus dem Fluchtauto nach der Polizei geworfen wurden? Die Polizei mag sicher von einem anderen Kaliber sein, aber sehr viele Täter sind es in den USA auch.


    Quote

    Original von Birgit
    Ich verstehe einfach nicht, was diese Leute erreichen wollen. Akzeptanz auf jeden Fall nicht.


    Wie der Name schon sagt: Terror. Nicht Akzeptanz.
    Ich spreche jetzt nicht über die beiden von Boston, da weiß man zu wenig, aber generell ist die Motivation von Terror Angst und Abschreckung zu verbreiten.
    Ein gedankengang ist z.B. nach dem Motto: Eure Drohnen töten unsere Zivilbevölkerung, dann töten wir halt Eure in Eurem Land. Mit den Willen nach Akzeptanz hat das nichts zu tun.

  • Quote

    Original von BlakeMZ



    Wie der Name schon sagt: Terror. Nicht Akzeptanz.
    Ich spreche jetzt nicht über die beiden von Boston, da weiß man zu wenig, aber generell ist die Motivation von Terror Angst und Abschreckung zu verbreiten.
    Ein gedankengang ist z.B. nach dem Motto: Eure Drohnen töten unsere Zivilbevölkerung, dann töten wir halt Eure in Eurem Land. Mit den Willen nach Akzeptanz hat das nichts zu tun.


    und was ist, wenn die Leute selbst so viel Angst haben (wie umfassend auch immer, und aus welchen Gründen auch immer) aber nicht in der Lage sind dazu zu stehen, und daher nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" agieren?


    Bitte denkt nicht, ich würde wen in Schutz nehmen wollen, oder so... und gut finde ich es schonmal gar nicht, wass passiert ist. Weder das Attentat selbst, noch, dass einer der beiden getötet wurde. Und ganz generell bin ich gegen jeden Terror, welcher Art und Weise auch immer---- ihr könnt mich jetzt fürchterlich Naiv nennen, das ist mir egal.... aber vielleicht müssten diese Menschen von Ihren vermeidlichen "Feinden" mal in den Arm genommen werden anstatt bekämpft... doch dazu hat keiner den Mut... und wenn doch, dann wird womöglich trotzdem etwas schlimmes daraus interpretiert weil kein Vertrauen da ist, und so schließt sich der Kreis.... traurig, oder?

  • @ Gudula: Ich denke, du greifst hier zu kurz.
    Terroristen mögen Angst haben. Für ihre Handlungen dürfte das allein aber sicher nicht ausschlaggebend sein. Vielmehr wird es eine sehr individuelle Mischung aus Minderwertigkeitsgefühlen, Überlegenheitsdenken (s.o.) und vielem mehr sein. Doch diese psychologisch hochkomplexe Mischung allein reicht nicht aus, sie muss immer noch auf die richtigen Begleitumstände treffen (Gelegenheit, Mittel, Unterstützung... bzw. auch das Fehlen davon uvm.).


    Die Motive für Anschläge sind vielfältig, oft scheinbar paradox und - ich kanns nicht oft genug betonen - hochkomplex. Auch musst du davon ausgehen, dass diesen Leuten ihr Weltbild, Feindbild oder Gedankengebäude lieb und teuer geworden ist und sie sich nicht davon trennen wollen. Dass sie ihren Wut, ihren Hass... zum Ausdruck bringen wollen.


    Mit einem einfachen "in den Arm nehmen" (auch wenn du das eher im übertragenen Sinne gemeint haben dürftest) ist in so einem Fall sicher nicht getan.


    Leider kann ich jetzt auch nicht die ultimative Lösung präsentieren. Versöhnung und versöhnliche Gesten sind sicher nicht schlecht. Aber sie allein werden nicht ausreichen. Obwohl mir das sehr lieb wäre.

  • Ich verstehe das eh nicht, warum es so viel religiös motivierte Feindseligkeit gibt. Religion an sich ist ja ok, kann hilfreich sein, und ist ja eigentlich etwas friedliches. Aber warum gibt es immer wieder Leute (und ich nehme die Christen da nicht raus), die einfach nicht akzeptieren können, dass andere Menschen halt einer anderen Religion angehören? Wenn sie das einfach akzeptieren würden, und anderen erlauben würden, ihre Religion auszuleben (z.B. den Bau von Minaretten erlauben), dann könnte es ein friedliches Miteinander geben.


    Vielleicht sind die von mir genannten Beispiele jetzt schlecht in Bezug auf Terroranschläge, aber ich finde, mit sowas fängt es doch schon an. Ich erinner mich noch gut an den Aufschrei in der Schweiz (ich lebte damals dort), als es darum ging, ob muslimische Gemeinschaften Minarette bauen dürfen (in der Schweiz). Da kamen dann Kommentare von "Wie sieht das denn aus?", bis hin zu scheinbar totaler Panik, dann vom Islam überrannt zu werden.
    Lustig (wenn es nicht so traurig wäre), wenn man bedenkt, dass die Chirsten, eigentlich in jedem Land Kirchen errichtet haben, und Missionare ausgeschickt haben, um andere zum christlichen Glauben zu bekehren.Aber der Bau von Minaretten bedeutet vom Islam überrannt zu werden und ist böse? ?(

  • Für mich gibt es nichts Gefährlicheres als religiösen Fanatismus.


    Und so wie die Wissenschaft und Technik sich mit Siebenmeilenstiefeln vorwärts bewegt hat, so wenig hat sich die Menschheit als solche weiterentwickelt.


    So weit entfernt vom Neandertaler sehe ich uns nicht.
    Knüppel sind moderneren Waffen gewichen. Aber sonst?


    Wenn da eine Entwicklung stattfindet, dann in so winzigen Schritten, daß ich fürchte, daß wir ausgestorben sein werden, bevor wir endlich friedlich zusammenleben können. Wenn das denn überhaupt möglich ist. Aber in dieser Hinsicht habe ich immer schon schwarz gesehen.
    Vielleicht haben wir auch unsere eigene Lebensgrundlage, sprich, diesen Planeten zerstört, bevor wir eine höhere Spezies werden.


    Es muß intelligentere Lebensformen als uns geben. Wir können unmöglich die Krone der Schöpfung sein. Das würde mich zutiefst deprimieren.

  • Quote

    Original von Tomcat
    Lustig (wenn es nicht so traurig wäre), wenn man bedenkt, dass die Chirsten, eigentlich in jedem Land Kirchen errichtet haben, und Missionare ausgeschickt haben, um andere zum christlichen Glauben zu bekehren.Aber der Bau von Minaretten bedeutet vom Islam überrannt zu werden und ist böse? ?(


    Erm. Ja. Find ich.
    Die Kreuzzüge (Missionierung der Kirche) war äußerst böse, denn auch die christliche Kirche hat vor Morden nicht zurück geschreckt.
    Und der Islam tut meiner Meinung nach zur Zeit genau das. Die sind am missionieren und wollen den Islam auf der ganzen Welt verbreiten.


    Und übrigens gibt es Länder, in denen auch keine hohen Kirchtürme erlaubt sind. Dort haben die Kirchen eben keinen Turm. Genauso sehe ich es mit Minaretten. Die Leute können auch ohne Minarett leben. Wenn ihnen die Religion aber SOOOOO wichtig ist, dann sollen sie bitte in ein Land gehen, wo die Religion staatlich unterstützt wird.


    [POLEMIK] Aber nee. Da herrscht ja überall Krieg und Unterdrückung. Hmm - bleiben wir lieber hier. Und basteln uns hier unseren eigenen Krieg. [/POLEMIK]