• ... Passau unter Wasser, Rosenheim ueberschwemmt, Grimma wieder total nass, der Pegel in Dresden steigt ....


    .... Bahnlinien und Autobahnen nicht befahrbar ...



    ..... tausende und abertausende Felder unter Wasser, die Ernte fraglich, Bauern und Ladeninhaber vor dem Ruin, steigende Preise fuer Nahrungsmittel ....



    Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber mir gehen die Bilder wirklich echt nahe! Ich war 2002 in Dresden ja auch nahe dran. Verdammt nahe. Der Keller unter Wasser, die Strasse mit Sandsäcken abgesperrt, kein Strom. Die Stadt ganz leise.


    Wenn ich die Bilder in den Nachrichten sehe, wird mir ganz schlecht. Es gruselt mich. Und doch muss ich hinschauen, mich informieren, wissen was da los ist. In Dresden habe ich mal gewohnt, Passau kenne ich, in Rosenheim hatte ich mal ne Freundin.


  • Ich finde das ganze derzeit wirklich wieder mehr als beängstigend. Eine sehr gute Freundin von mir lebt in Freital bei Dresden. Am Sonntagabend wurde dort, soweit ich informioert bin, wieder Alarm gegeben, da die Nebenflüsse der Elbe immer weiter anschwellen. Derzeit ist ihr Keller zum Teil überflutet. Hab seit vorgestern aber auch nichts mehr von ihr gehört... :(

  • Ich beobachte das Ganze eigentlich eher interessiert, zumindest hier bei mir. Die Saale hier in Jena hat ja auch gerade Hochwasser. Das war schon spannend sich das am Wochenende mal anzugucken.


    Es tut mir aber auch für die Leute leid, die durch das Hochwasser ihr Hab und Gut verlieren.

  • Ich bin zum erstenmal froh, dass ich wieder hier wohne! In meiner Studienstadt herrscht auch Hochwasser - auch wenn sie noch nicht überschwemmt ist.
    Bei den meisten dürfte wenigstens die Hausratversicherung greifen, aber für die Betroffenen ist es trotzdem hart.

  • Ich finde das so beängstigend das ich Nachts davon Alpträume bekomme die bilder sind furchbar und die Menschen tun mir sooo sehr leid....Sie haben wieder einmal alles verloren...ichhabe Verwante in Passau die sind alle zur anderen Verwandschaft nach Bogen verfrachtet worden.... und schauen vom Bogenberg runtewr auf die Wassermassen Schlimm ,schlimm,schlimm

    -Leben bedeutet unterwegs zu sein.
    Nicht um möglichst schnell anzukommen, sondern um seinen Träumen Zeit zu geben, wahr zu werden.

  • Ja, die Ladenbesitzer und Bauern tun mir echt leid.
    Als Selbstständige weiß ich, wie es ist, wenn man sich eine eigene Existenz aufbaut, und kann total nachfühlen, wie es ist, wenn die dann von etwas zerstört wird, was man nicht selber in der Hand hat, was man nicht selber steuern kann. "Höhere Gewalt" bekommt da einen ganz neuen Klang!


    Einfach furchtbar.
    Doppelt furchtbar für die Leute in Grimma, die gerade erst vor ein paar Jahren mit der Beseitigung der ersten großen Flut fertig geworden sind, und jetzt wieder alles in den Fluten versinken sehen.

  • Äh.... was für ein Quatsch. Wenn das Wasser jetzt genauso schnell zurück geht, wie es gekommen ist, wie wollen sie das Schiff da wegbekommen, wenn es plötzlich auf dem Trockenen liegt?

  • Also ich hab mal ueber das Boot nachgedacht .... gbt 100 Moeglichkeiten warum es da liegt, z.B., dass es schon die ganze Zeit da war und man es natuerlich nicht wegbekommt (kommt ja unter keiner Bruecke mehr durch) oder es wurde losgemacht, weil es an der Mole nicht mehr sicher war ..


    ... und weg kommts, wies gekommen ist: auf der schoenen braunen Donau.

  • Meine allerletzte Ur alte Tante!Eigendlich die Tante meiner Mutter 98 jahre alt.......und wohnhaft in PASSAU und nun ja in Bogen..hat uns heute besucht.Sie war das Gerede über das Wasser sooo leid das sie nun eine Verwandschaftsrundreise plant.....und verbringt nun die rest der Fluttage bei meinen Eltern in NRW...heute war auch Kiga Sommerfest leider konnte Tante Irmgard nicht mit, ihr war es es zu heiss zum Rausgehen,aber meine Mutter und Ich waren mit Mukel dort er hat ein Liedchen aufgeführt mit seiner Gruppe.


    Die Wassermassen wollen und wollen nicht weggehen...sie hat schon Angst nie mehr heim zu können....

    -Leben bedeutet unterwegs zu sein.
    Nicht um möglichst schnell anzukommen, sondern um seinen Träumen Zeit zu geben, wahr zu werden.

  • Quote

    Original von majorburns
    Also ich hab mal ueber das Boot nachgedacht .... gbt 100 Moeglichkeiten warum es da liegt, z.B., dass es schon die ganze Zeit da war und man es natuerlich nicht wegbekommt (kommt ja unter keiner Bruecke mehr durch) oder es wurde losgemacht, weil es an der Mole nicht mehr sicher war ..


    ... und weg kommts, wies gekommen ist: auf der schoenen braunen Donau.


    Ja, da hast du natürlich vollkommen recht, es gibt ja so viele Flusskreuzfahrten-Unternehmen (meine Mutter hat auch schon eine Fahrt ab Passau gemacht), gerade da unten in der Gegend, die Boote müssen ja irgendwo sein. Und das hatte vielleicht das "Pech", gerade da in der Gegend zu sein.

  • Ich kann verstehe, dass die Uralttante die nase voll vom Wasser und allen Gespraechen darum herum hat. Taet mir als Betroffener auch so gehen. Alle reden und sind betroffen, Politiker fliegen ein um Waehlerstimmen zu kassieren ... aeh .. sich ein Bild von der Lage zu machen ... irgendwie solls einfach nur vorbei sein.

  • Mich regen am meisten die neuesten Facebook-Links von "Bekannten" auf, nach dem Motto: Warum hilft uns das Ausland jetzt nicht, wo wir mal ne Naturkatastrophe haben. Hallo, geht's noch??? Weil wir in der glücklichen Lage sind, uns selber helfen zu können!!! (Und französische und niederländische Soldaten sind ja auch im Einsatz.) Ist ja nicht wie beim Tsunami in Thailand, oder bei Erdbeben in Asien. Die dann wirklich auf ausländische Hilfe angewiesen sind.


    Sehr schön finde ich die Solidarität, mit der gemeinsam geholfen wird. Riesen-Respekt allen Helfern.


    Okay, Ausnahmen bestätigen die Regel.... http://web.de/magazine/tv/star…ehirn-schoen-trocken.html

    "Ich glaube das kleine Scherzchen wurde soeben ins Fegefeuer verdammt"

  • Solche Links hatte ich Gott sei Dank noch nicht.
    Wie jetzt? Erwarten die Hilfe aus Bangladesch oder Somalia für deutsche Hochwasseropfer????


    Ich hab letztens noch gescherzt "Du weißt, die Hochwasserlage ist kritisch, wenn in Bangladesch ein "Concert for Germany" veranstaltet wird (in Anlehnung an George Harrisons "Concert for Bangladesh" von 1971).
    Aber wie gesagt, das war ein SCHERZ.

  • Hier im Ort ging es noch vergleichsweise glimpflich ab. Gab aber auch seltsame Ereignisse. An der hiesigen Hochwasserfront kam nach zwei Tagen mit kaum Schlaf für Feuerwehr und alle Helfer ein älteres Pärchen mit dem Porsche angetuckert und fragt in Gummistiefelchen den Einsatzleiter von der Feuerwehr, ob sie mal ein wenig "Wasser gucken" dürfen.
    Der Feuerwehrler wollte ihnen dann klar machen, dass das keine gute Idee ist, wurde aber von drei seiner Kollegen mit aller Kraft daran gehindert...
    Manche Leute haben echt Nerven :rolleyes:

    By command of the new commanding officer, all officers report to the commanding officer's office, sirs!


    Radar O'Reilly in "Change of Command"/ "Ich bin Colonel Potter"

  • Wir hatten mit dem Hochwasser auch noch Glück. Hochwasserschutz sei Dank. Aber mit den heutigen Niederschlägen war es doch zu viel. Unser Krummbächle ist kein kleiner Bach mehr und die Kammel ein reißender Fluß. Was mir Sorgen macht, dieses Wasser kommt über kurz oder lang in die Donau.
    Aber das Beste war gerade beim Heimfahren. An jeder Brücke, Steg usw. von dem man das Wasser sieht stehen Leute und fotografieren. Also auch hier die Schaulustigen.

    Life’s a journey. You need friends to enjoy the ride. Celebrating the greatest joy of all – Friendship.

  • Die Schaulustigen und die Medien nerven... heute in "Brisant" war mehr als die Hälfte der Sendung mit Hochwasserthemen belegt. Und ich muss den Mist zusammenfassen.
    Langsam geht es mir auch an die Substanz, die Leute heulen zu sehen. Bei dem ein oder anderen musste ich schon mitheulen, z.B. wenn die Leute ihre Katze nicht mehr finden können....

  • Ich finde es auch furchtbar,dass es diesesmal mehrere Teile Deutschlands betrifft und es tut mir Leid um die,die alles verloren haben oder die,die Verwandte in dieser Gegend haben und vor Sorge fast umkommen (bei mir auf Arbeit 2 Leute). Trotzdem geht auch mir das ständige Gerede darüber ziemlich auf die Nerven. Vor allem weil eben über Facebook viel blödsinnige Forderungen gestellt werden. Ich finde 100 Mio. € Soforthilfe für den Anfang gar nicht mal so wenig....wenn man mal überlegt,dass eigentlich kein Geld da ist. Darüber hinaus kann ja die größte Hilfe erst dann vonstatten gehen,wenn das Wasser wieder da ist wo es hingehört. Aufräumarbeiten,Schadenbeseitigung und Wiederaufbau kann erst dann beginnen,wenn der Pegel wieder normal ist. Und Hilfe kommt ja von überall,wo es möglich ist. Anstatt froh zu sein,dass sie unversehrt davongekommen sind und nicht von der Strömung mitgerissen, beschweren sie sich darüber,dass keiner hilft und dass die anderen Staaten zur Rettung von uns mehr Geld in den A.... geblasen kriegen als sie....