11. Tüchen

  • Die Weihnachtsmaus


    Ein Gedicht von James Krüss (und Birgit)


    Die Weihnachtsmaus ist sonderbar,
    sogar für die Gelehrten,
    Denn einmal nur im ganzen Jahr
    Entdeckt man ihre Fährten


    Mit Fallen oder Rattengift
    Kann man die Maus nicht fangen,
    Sie ist , was diesen Punkt betrifft,
    Noch nie ins Netz gegangen.


    Das ganze Jahr macht diese Maus
    Den Menschen keine Plage,
    Doch plötzlich aus dem Loch heraus
    Kriecht sie am Weihnachtstage


    Zum Beispiel war vom Festgebäck,
    Das BJ gut verborgen,
    Mit einem Mal das Beste weg
    Am ersten Weihnachtsmorgen.


    Da sagte jeder rundheraus:
    Ich habe nichts genommen,
    Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
    Die über Nacht gekommen.


    Ein andres Mal verschwand sogar
    Father Mulcahys leckres Marzipan,
    Was seltsam und erstaunlich war,
    Denn niemand fand es irgendwann.


    Die Houlahan rief rundheraus:
    Ich hab es nicht genommen,
    Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
    Die über Nacht gekommen.


    Ein drittes Mal verschwand vom Baum
    An dem die Kugeln hingen,
    Ein Weihnachtsmann aus Eierschaum,
    Nebst andren leckren Dingen.


    Die Kelly sagte rundheraus:
    Ich habe nichts genommen,
    Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
    Die über Nacht gekommen.


    Und Igor, Max und Colonel Potter,
    Die riefen: Welche Plage!
    Die böse Maus ist dies‘ Jahr flotter,
    Und just am Feiertage!


    Nur Hawkeye sprach kein Klagewort,
    Er sagte unumwunden:
    Sind erst die Süßigkeiten fort,
    Ist auch die Maus verschwunden.


    Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg
    Sobald der Baum geleert war,
    Sobald das letzte Festgebäck
    Gegessen und verzehrt war.


    Sagt jemand nun, bei Ihm zu Haus -
    Bei Winchester oder Klinger -
    Da gäb’ es keine Weihnachtsmaus
    Dann bezweifle ich die Dinge!


    Doch sag’ ich nichts, was jemand kränkt!
    Das könnte Euch so passen!
    Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
    Bleibt jedem überlassen!