14. Türchen

  • Leider habe ich keine Lust meinen Computer uebers Wochenende mitzuschleppen, drum gibts das Tuerchen schon jetzt. Selber schuld, wer es heute schon liest und morgen nichts mehr hat ;)








    Franks Weihnachtslied





    Stille Nacht, Heilige Nacht?! Frank hatte keine Lust auf Weihnachten. Sein Vater würde Ihm wieder vorm Weihnachtsbaum stramm stehen lassen und er müsste Fanfaren auf der Trompete spielen. Er hasste seinen Vater. Immer hatte er etwas an ihm auszusetzen und dann, wenn er mal etwas richtig machte, war es doch nicht gut genug. Es zu versuchen reichte nicht, es musste überdurchschnittlich gut sein um seinen Vater nur ein Nicken zu entlocken. Und war es nicht gut genug. Wehe Frank, dann gab es einen Klatsch auf den Po. Letztes Weihnachten hatte er sich so sehr einen Teddybären gewünscht. Jemanden den er in den Arm nehmen konnte, wenn er nachts aufwacht und sich vor dem Monster im Kleiderschrank fürchtet. Sein Vater hatte nur gelacht. Er hatte ihn bekniet, hatte sie vor ihm erniedrigt, aber es half nichts. Es lag kein Teddybär unter dem Baum. Er war den Tränen nahe während er die Wanderstiefelchen auspackte, die ihm sein Vater besorgen hat lassen. Frank sollte zu den Pfadfindern. Die würden einen Mann aus ihm machen. Frank hasste die Pfadfinder. Und sie hassten ihn. Seine Mutter hatte ihm dann nach Weihnachten heimlich einen Teddybären zugesteckt. Einen kleinen, einen ganz kleinen. Er war Franks Augapfel in den schweren Stunden in denen er wieder allein in seinem dunklen Zimmer stehen musste,weil er in den Augen seines Vaters irgendetwas falsch gemacht hatte.


    Frank hasste seinen Vater. Aber er liebte seine Mutter. Für sie würde er einfach alles tun. Sie war gut zu ihm. Sie umhegte ihn wie ihren Augapfel. Franks Vater gab ihr die Schuld dafür, dass sein Sohn so verweichlich war. Er bewunderte seine Mutter. Sie war eine starke Frau. Sie wusste genau, was sie wollte und das konnte sie auch erreichen. Sogar den Vater hatte sie unter Kontrolle. Sie stammt aus guter Familie, hatte Geld in die Ehe gebracht und sie hatte im Haus die Hosen an, auch wenn sie das ihren Mann nie direkt spüren lies. Er wünschte er wäre so stark wie seine Mutter. Er wüschet er könnte seinem Vater Paroli bieten. Dafür bräuchte es mehr als er hatte. Noch hing er an Mamas Rockzipfel und versteckte sich hinter ihrem Rücken, wenn der Vater mal wieder böse mit ihm war. Und das war ja eigentlich ständig der Fall. Und je mehr er sich versteckte und je mehr seine Mutter für ihn eintrat, desto wütender wurde sein Vater über diesen Schwächling von Sohn, den er hatte.


    Frank stand auf. Genug! Genug Stille Nacht, Heilige Nacht!
    Morgen kommt der Weihnachtsmann,
    kommt mit seinen Gaben.
    Trommel, Pfeife und Gewehr,
    Fahn, und Säbl und noch mehr,
    ja ein ganze Kriegesheer,
    möchte ich gerne haben.


    Und dann, dachte er. Und dann!!!!!




    http://de.wikipedia.org/wiki/Morgen_kommt_der_Weihnachtsmann