• (Fortsetzung vom 4. Türchen...)


    Nachdem Father Mulcahy kaum noch wusste, wo er Gefäße herholen sollte, war das ganze Camp mit Barbara-Zweige versorgt.
    Egal wie stressig die vorweihnachtliche Zeit war, und ja .... wie immer schien der Strom an Verwundete nicht nachzulassen... frisches Wasser für die Zweige besorgte sich jeder.
    Gar über den blutigen OP-Tische hinweg, wurde es direkt berichtet ob sich was tat an die zarte Knospen.


    Am Tag vor Weihnachten, wurde endlich der 'Stillstand im Politaktion' verkündet und die Waffen beiderseits niedergelegt für ein sogenannte friedliche Pause.
    Da aber keiner diese trügerische Frieden zu genießen vermochte, beschloss der Priester eine Andacht zu geben. Und wie das so ist in Zeiten, wo Mann und Frau sich bei die Liebsten daheim wünscht; es waren alle da im Messezelt.


    Und Father Mulcahy sprach über die Wunder der Natur. Wo der Herr die Naturgesetze ausser Kraft setzen kann und Maria als Mutter des Gottes Sohn erkoren hat, wird der Mensch nie alles auslöschen können, auch wenn es manchmal die Eindruck entsteht.


    Father Mulcahy sprach: "So will ich Euch berichten.


    In der heiligen Nacht sprachen die Hirten zueinander: "Kommt, lasset uns nach Bethlehem gehen und sehen, was da geschehen ist."
    Und sie machten sich eilends auf. Jeder nahm ein Geschenk mit: Butter und Honig, einen Krug Milch, Wolle vom Schaf und ein warmes Lammfell.


    Nur ein Hirtenknabe hatte gar nichts zum Schenken. Er suchte auf der Winterflur nach ein Blümchen. Er fand keins. Da weinte er, und die Tränen fielen auf die harte Erde.


    Sogleich sprossen aus die Tränen Blumen hervor, die trugen Blüten wie Rosen. Fünf Blütenblätter, zart und weiß, standen zum Kelch zusammen, daraus ein Kranz von goldenen Staubgefäßen gleich einer Krone hervorleuchtete.
    Voll Freude pflückte der Knabe die Blumen und brachte sie dem göttlichen Kind in der Krippe. Das Jesuskind aber legte segnend das Händchen auf das Wunder.


    Seit der Zeit blüht die Blume jedes Jahr in der Weihnachtszeit auf, und die Menschen nennen sie die Christrose.


    Und, auch wenn ich in dieses Land keiner zu finden vermag, so hat mir der liebe Herr im Himmel doch ein Zeichen geschickt. Es ist die Erste, ich bete das es nicht die Letzte hier im Camp sein mag!"