Ist der Mensch gut, oder schlecht? (aus:Kabel 1 versucht sich zu rechtfertigen)

  • Ach, das ist doch nur die offizielle Version. Die banale inoffizielle werden wir wohl nie hören.


    Also kein Grund an der Welt zu verzweifeln. Nimms leicht. Nimm mich.


    BCAW

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    Geh in den Schuppen und schnitz was.

  • Ja, ich glaube auch, dass viele (Fehl)Entscheidungsträger in unserem Land aus Angst etwas falsch zu machen alles falsch machen.
    Tucholsky sagte mal: "Satire darf alles" - und in jeder Programmzeit-schrift steht es doch: "Kriegssatire" oder sogar "Comedyserie".
    Aber Ingo Appel darf sein "Fi...." überall ablassen und das ist auch nur schön wenn man es selber macht.

  • Glaubt Ihr nicht, das ihr ein wenig viel hineininterpretiert?


    Jeder, der etwas durchsetzen will, aber weiß das seine Gründe nur persönlicher Natur sind und niemals Anklang finden, sucht oder konstruiert gewaltige Gründe.


    In diesem Fall ist es der Irakkrieg.


    Das ist nie und nimmer nicht der Grund. Und das dann auf die gesamte Menscheit zu beziehen... Ich weiß nicht. Ein wenig weit hergeholt.


    Hey, Leute! Die Menscheit ist gut!


    BCAW

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    Geh in den Schuppen und schnitz was.

  • Quote

    Original von bestcareanywhere
    Hey, Leute! Die Menscheit ist gut!
    BCAW


    Dein Wort in Gottes Gehörgang!


    Es mag ja sein, dass der größte Teil der Menschheit gut ist, aber bestimmt nicht die komplette!
    Wie war das doch gleich mit...


    Quote

    Original von bestcareanywhere
    [...]Und das dann auf die gesamte Menscheit zu beziehen... Ich weiß nicht[...]


    jajaja... ich weiß... ich bin gemein :P

  • Nun, ich bin davon überzeugt, das in dem allergrösten Fiesling dieser Welt auch ein Stückchen Streben nach innerer Harmonie ist.


    Und wo Liebe drinnen steckt, da kann das Gute auch siegen, der Person muß nur die Augen geöffnet werden!



    BCAW

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    Geh in den Schuppen und schnitz was.

  • Da gebe ich Dir wieder Recht!
    Das Streben nach Harmonie hat mit Sicherheit jeder.
    Doch auch dort gibt es Unterschiede. Für den einen sieht Harmonie so aus, und für den anderen anders. Und dieses Harmoniestreben, kann sich sehr leicht verstricken. Sprich: was für den einen Harmonie ist, muss es noch lange nicht für den anderen sein.


    Leider kann man aber davon ausgehen, dass bei dem ein oder anderen da Hopfen und Malz verloren ist, jedenfalls wenn wir von unserer Version des "Guten" ausgehen.


    Manchmal denke ich, dass manche Menschen mit dem Begriff "Liebe" gar nichts mehr anfangen können. So brutal es sich auch anhören mag.
    Und wenn man versucht, diesen Menschen die Augen zu öffnen, ist es, als ob man auf Granit beißt. Und wenn man Glück hat, bleibt man dann von einem Nackenschlag verschohnt.

  • Da widersrpreche ich Dir.


    Es gibt keinen Menschen bei dem Hopfen und Malz verloren ist. Es würde nur Menschen geben, die ihm nicht die Augen öffnen könnten.


    Den wirklich Schritt zum Erkennen muß der Mensch selber machen. Sperrt er sich, dann gibt es keine Chance. Außer man gibt die Hoffnung auf, die Sperre könnte eines Tages eingerissen werden.


    Hätten die SS-Schergen für wenige Tage die Rollen mit den KZ-Häftlingen tauschen müssen, dann hätten sie ihr Tun erkannt. Und wenn nicht beim ersten, dann beim zweiten oder dritten Rollentausch.


    Die Seele ist wie ein unbehauener Sandstein. Eckig, kantig, unschön.


    Doch das Leben wird ihn formen. Zu was, das liegt in seiner eigenen Hand. Und wenn er es richtig macht, dann wird ein Ziegel aus ihm. Und aus vielen Ziegeln kann man herrliche Bauwerke machen.


    Entscheidet er sich aber als grober Klumpen zu bleiben, so ist das seine ureigene Entscheidung ohne Harmonie und Schönheit zu sein.



    BCAW

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    Geh in den Schuppen und schnitz was.

  • Natürlich ist das so. Ich wiederspreche Dir in keinster Weise, dass das Leben einen formt, oder in jedem Mensch etwas gutes steckt, was nur rausgelockt werden muss.


    Aber Tatsache ist doch die:
    Jeder Mensch hat andere Ansichten. Für den einen erscheint das eine richtig, und er arbeitet darauf zu, was ganz natürlich ist, damit er seine innere Ruhe findet.
    Für den anderen kann aber genau das, was diese Mensch macht, gegen seine eigenen Ziele und Gedanken steuern. Und dadurch fühlt er sich gestört. Und sieht in dem anderen nichtmehr das Gute.


    Daher schrieb ich: "jedenfalls wenn wir von unserer Version des "guten" ausgehen.


    Ich denke, im Prinzip sind wir uns schon einig, betrachten es nur etwas anders ;)

  • Nein.


    Es gibt nur eine Version des Guten.


    Das Gute ist, wenn das eigene Handeln in keinster Weise irgendjemand oder irgendetwas behindert oder stört.


    Dies ist nicht zu erreichen.


    Aber wir können uns dem annähern.


    BCAW

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    Geh in den Schuppen und schnitz was.

  • Die meisten Menschen sind aber leider zu egoistisch, um soetwas zu errechen.
    Sie denken sich: "Was? Dann müsste ich ja was machen, was gegen meine eigene Vorstellung spricht"


    Von daher ist es nicht zu erreichen.


    Gegen eine Annäherung sag ich aber nichts ;)


    Und wenn man es unter diesem Aspekt betrachtet, dann ist es wirklich so, dass die meisten Menschen nur mal nen "Arschtritt" benötigen, wie auch immer dieser aussieht.


    Im allgemeinen gebe ich Dir recht, wenn Du sagst, es gibt nur eine Version des Guten.
    Doch für den einzelnen ist es schier unmöglich dies zu erreichen.


    Schau mal, wenn wir jetzt mal vom der allgemeinen, übergeordneten Ebene runter kommen, und den Einzelfall im kleinen Kreis betrachten, dann sieht es so aus, dass jeder Mensch oft vor Entscheidungen steht, welche entweder der einen oder der anderen Person schaden oder wehtun. Sprich: egal, wie dieser Mensch entscheiden würde, er würde immer jemanden verletzen, jemandem schaden.
    Ist dieser Mensch denn deswegen schlecht? Nein, natürlich nicht.
    Die Person, die aber durch die von dem Menschen getroffene Entscheidung zurückstecken musste, könnte es aber so empfinden.


    stimmst Du mir denn wenigstens darin mal überein? *ggg*



    EDIT:
    Micha, magst Du daraus mal ein eigenes Thema machen?
    *flüster* ich hab hier ja keine Modrechte

  • @ bestcareanywhere


    Ich weiss ja nicht , kleines Blauauge, woher Du diese Ansichten hast, aber glaube mir eines, seit sechs Jahren bin ich im Knast und zwar einer mit Schlüssel. Ich bin einer, den Inhaftierte als Freund bezeichnen und trotzdem hat mich einer vor dreieinhalb Wochen mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Aber solche Typen, und die haben weder Anstand noch Verstand, wirst Du in Deinem Kuhkaff nie und nimmer treffen.
    Glaube mir, es gibt das unwiderrufliche Böse.

  • Matzemariner
    Genau so wenig wie es nur das Gute gibt, gibt es auch nicht nur das schlechte.
    Und das ist es auch, was BCAW damit meinte (denk ich mal *g*)
    Selbst der Inhaftierte, der Dich attakiert hat, wird etwas gutes in sich haben, so sehr es auch versteckt sein mag. Aber es ist da. Garantiert.
    Ob "Kuhkaff" oder nicht, das ist, meiner Meinung nach vollkommen egal.
    Es gibt überall solche und solche Menschen.

  • Ich meinte damit nicht mal den der mich attackiert hat. Es gibt aber wirklich welche bei denen das einzig Gute ihre Organe sind , die vielleicht wirklich guten Menschen das Leben retten könnten.

  • Quote

    Original von Matzemariner
    [...] Es gibt aber wirklich welche bei denen das einzig Gute ihre Organe sind [...]


    selbst diese haben auch innere gute Werte, selbst, wenn sie für andere nicht erkennbar sind.
    Kennst Du die genaue Lebensgeschichte jedes einzelnen Mannes?
    Weißt Du, was sie zu dem gemacht hat, was sie jetzt sind? Kennst Du genau ihre inneren Gefühle und Gedanken?


    Ich meine, was gibt einem Menschen das Recht, zu behaupten, gewisse andere Menschen, wären nur schlecht oder böse?
    Denn solche gibt es nicht! Ebenso wenig wie es Menschen gibt, die nur gut sind!
    Wir sind alle mittelmäßig, was das angeht. Der eine tendenziert mehr in die andere Richtung, der andere mehr in die andere.
    Ich denke, das ist am realistischsten

  • Ich bezweifele, das ich das zu blauäugig sehe. Ich bin Realist und diese Philosophie macht micht trotzdem nicht unbedingt zu einem Menschenfreund.
    Es gibt genug Menschen, denen ich nicht im Dunkeln begegnen möchte und es ist schwer in diesem Zusammenhang auch an Personen wie Stalin oder Hitler zu denken.


    Diese Philosphie allerding schafft es Menschen auf den (richtigen) Weg zu bringen. Das macht es sie zu einer guten Philosophie, oder?


    BCAW

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    Geh in den Schuppen und schnitz was.

  • An und für sich kann man es doch so sehen:


    Der Mensch selber ist im Gunde gut, doch durch unüberlegte Taten zeigt er sich nach außen hin, in den Momenten, in denen er diese Taten ausführt als schlecht.


    Das würde auch das in übereinklang bringen, was wir, BCAW, diskutiert haben. Du hast den den ersten Teil der Aussage beschreiben und ich den zweiten.

  • Sigmund Freud sagte der mensch ist nach seiner Geburt amoralisch und kann erst wenn er einige Phasen schadlos durchlaufen hat zu einem "guten" Mensch werden. Dagegen sagt der Psychologe Carl Rogers das der Mensch von Geburt an gut ist und die Art wie die Umwelt auf ihn einwirkt ihn gut oder schlecht werden läßt. Sogar die Jungs waren sich da nicht einig......

    ....but figure B can´t keep his hands off of figure D because she´s got such a great figure.


    Don´t ask: "What can I do for my country". Ask: "What´s for lunch!"

  • Hmmm... interessant finde ich ja, dass es in der Natur die Begriffe "gut" und "böse" überhaupt nicht gibt - natürlich nur, wenn man den Menschen mal außer Acht lässt. Gut und böse sind Wertungen, die erst ins Spiel kommen, wenn ein freier Wille vorhanden ist und eine Ethik, die mehr oder weniger allgemeingültig ist.
    D.h. wir sind uns im allgemeinen darin einig, dass ein Mensch dann böse ist, wenn er anderen Menschen absichtlich schadet - wobei "absichtlich" hier das Schlüsselwort ist. Es gibt kein Tier, das einem anderen absichtlich schaden könnte.
    Andererseits liegt es in der Natur von uns Menschen, dass wir verschiedene Charaktereigenschaften aufweisen und wir aufgrund unserer Umwelt, unserer Kultur und unserer Erziehung andere Vorstellungen vom Leben haben und davon, was richtig oder falsch ist. So gesehen können wir oft gar nicht aus unserer Haut raus - und dann werden Wertungen wie "gut" oder "böse" sowieso sinnlos. Aber das wird jetzt schon sehr philosophisch...

    Sie gehören zur Army, Frank. Wenn ich Sie anritze, bluten Sie wahrscheinlich kakifarben.
    (Henry Blake)