Wenn die Stiere ...

  • Eigentlich brauchen wir uns nicht zu wundern, daß sich über so etwas nur eine Handvoll Menschen aufregt.
    Schaut Euch in Eurer nächsten Bekanntschaft um, wieviele es immer noch gibt, die Tiere in eine Mehrklassen-Gesellschaft einteilen! Hund und Katze, geliebte, verhätschelte Haustiere auf der einen Seite, Nutztiere auf der anderen. Letzteren spricht man zwar theoretisch auch gewisse Rechte zu, aber wen kümmert deren Schicksal denn wirklich?
    Es fehlt allüberall der respektvolle Umgang mit den Mitgeschöpfen.

  • Mein obiger Beitrag mit den Kaninchen und Tigern war natürlich ironisch gemeint.


    Was die Traditionen angeht denke ich auch, dass die längst überholt sind, das Problem ist ganz einfach dass damit eine Menge Geld verdient wird, und deshalb wird sich daran auch in nächster Zeit nicht viel ändern, solange es Leute gibt die sich das Spektakel ansehen.


    ...dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen und dieses ist:
    Sein, Wissen und Glückseligkeit

    Yoga Weisheit

  • Oh mann, ist das grausam. Und bei uns jammern sie, wenn eine Kuh einen Klaps mit dem Stock bekommt. (wobei das auch nicht sein sollte)


    Wenn man weiß, das soetwas den Tieren angetan wird, warum kann man das nicht verbieten oder die leute bestrafen?
    Denen gehört das gleiche angetan

    Henry: Pierce, das ist eine Entscheidung, die ich entscheide, wenn ich die Entscheidung zu entscheiden gedenke. Und damit ist es ein für allemal entschieden, nicht wahr?

  • @ Oberscht
    Wir wollten mal auf Chaostagen den Weg abkürzen...
    Da sind wir auf eine Bullenwiese geraten (ich meine jetzt die Tiere), wir sind gerannt als wäre der Teufel hinter uns her...
    Schau Dir mal einen ausgewachsenen Bullen an fast 500 Kg nur Muskeln und Hörnern !
    Eindrucksvolle Tiere halt.
    Also bitte lasse den Vergleich mit Karnickeln
    Ausserdem selbst Löwen und Tiger reissen keine ausgewachsene Stire (wie die auch da heissen).
    Gut, Dein Beitrag war ironisch gemeint...?!?!
    Aber ich musste das jetzt posten.

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Quote

    Original von DerEiserneOberscht


    [...], das Problem ist ganz einfach dass damit eine Menge Geld verdient wird, und deshalb wird sich daran auch in nächster Zeit nicht viel ändern, solange es Leute gibt die sich das Spektakel ansehen.



    Stimmt. Immerhin locken diese Szenen auch noch Touristen an. Mich würde mal interessieren, wie viele Schaulustige nur wegen diesen "Geschehnissen" in die betreffenden Orte fahren....

  • Dies habe ich auf einer Seite gefunden, die Tipps für Spanien-Reisende gibt. Obwohl das Schauspiel ein "blutiges und oft ungerechtes" ist, soll man es sich trotzdem "nicht entgehen lassen".


    "Unser nächstes Reiseziel wäre wieder mit der Linie 2 zu erreichen: Plaza de Toros. Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um eine der größten Stierkampfarenen Spaniens und falls Sie an einem Sonntag oder Feiertag in Madrid sein sollten, lassen Sie sich einen Stierkampf nicht entgehen. Die Eintrittspreise für dieses manchmal blutige und oft ungerechte Spektakel bewegen sich zwischen 5 Euro (für die Sonnenplätze) und 50 Euro für die Plätze der feinen Gesellschaft."


    Was soll man dazu noch sagen?

  • Wir haben mal im Spanisch-Unterricht eine Fernsehaufzeichnung von so einem Stierkampf angeschaut. Ich konnte kaum hinsehen. Das ist wirklich absolut abscheulich! Und dann die anfeuernde Menschenmenge auf den Tribünen. Ich kann so was nicht verstehen. Also, wenn ich mal in Spanien bin, werde ich mir dieses "Spektakel" sicher nicht ansehen. Aber ich kenne halt auch Leute, die im Spanienurlaub zu einem Stierkampf gegangen sind, eben "weil man das eben mal erlebt haben muss". Schade, dass offenbar so viele so denken.

  • Vielleicht sollte mensch die Leute, die sich sowas wie Stierkämpfe anschauen vielleicht mal selber durch die Arena jagen...

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

    Edited once, last by Matthias ().

  • Sorry, Sumpfhuhn, aber ich hab noch nie eine aggressive Kuh gesehen...
    Vielleicht sind die in meiner Heimat so ruhig, weil sie dauernd Gras fressen ;) (okay, schlechter Witz)

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

    Edited once, last by Matthias ().

  • Die Mamis der Kampfstiere sind nicht zu vergleichen mit unserem heimischen Milchvieh. ;)
    Es ist eben nicht so, daß der Stier in die Arena kommt, weil er angriffslustiger ist als die Kuh, sondern weil die Kuh viel zu gefährlich wäre.
    Schade eigentlich.


    Edit: Ja, das war ein dummer Scherz. :D

  • Hmm, wenn Du das so sagst glaube ich Dir erstmal, also wie gesagt ich weiss aus unserer Gegend, dass es extra doppelt abgesicherte Bullenwiesen gibt.
    Na ja, wird wohl auch andere Rasse von Kühen geben, nicht nur die schwarz-bunten Milchkühe.

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Die Kampfstierrassen sollen in direkter Linie auf den Auerochs zurückgehen, ohne daß zwischendurch was "Zahmes" eingekreuzt wurde.
    Ich hab's gelesen in dem Buch "Südspanien für Pferdefreunde" von Gerhard Kapitzke, der die Region bereist und alles rund um den Stierkampf sehr ausführlich beschrieben hat. Unter anderem auch, welche Tiere für die Zucht ausgewählt werden und wie man sie auf Angriffslust testet.
    Nicht, daß ich im Mindesten was für den Stierkampf übrig hätte, aber auch wenn man etwas ablehnt, kann es ja nicht schaden, was drüber zu lesen, wenn man's eh grad in den Fingern hat. :D

  • Okay, wenn dem so ist...


    Ich hab jetzt nur leider gerade ein Bild im Kopf, wo ein Bauer vor einer Milch Kuh mit einem Tuch wedelt...


    Na ja, also werden die Tiere auf Agression gezüchtet (wie Kampfhunde zum Bsp.) und dann zur Schau gestellt ?


    Krank !!!!!!!!!


    Was tun wir mit der Welt ???????

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

    Edited once, last by Matthias ().

  • Quote

    Original von Wyzo
    Na ja, also werden die Tiere auf Agression gezüchtet (wie Kampfhunde zum Bsp.) und dann zur Schau gestellt ?


    Kann man so sagen. Wenn sich eine Kuh sehr aggressiv zeigt, hat sie gute Chancen, zur Zucht von Kampfstieren verwendet zu werden und wenn der Nachwuchs überzeugt ...
    Es ist zwar nicht so, daß die Tiere von Generation zu Generation immer aggressiver werden, aber was zu friedlich ist, wird halt gleich geschlachtet.


    Quote


    Krank !!!!!!!!!


    Dem gibt es nichts hinzuzufügen, außer daß es sehr viele von diesen Kranken gibt - siehe auch Qualzuchten bei Haustieren. X(

  • Von wegen Züchtungen, wenn ich da diese Nacktkatzen und -hunde sehe...
    Oder was ich letztens zufällig gesehen habe (und vor Wut Tränen in den Augen hatte diese sog. Kängoruhkatzen mit verkrüppelten Vorderbeinen...)
    Ich glaub´bei solchen "Züchtern" (Frankensteins würde eher passen) sollte mensch auch jeglichen Humanismus vergessen.

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • von wegen Milchkuh und Agressivität hab ich mal wieder ne kleine Geschichte...


    Mein Vater, meine Brüder, deren bester Freund und ich sind mal zusammen ein Wochenende auf die Ronneburg gefahren, wo mein Vater seine ersten Lebensjahre verbracht hat.
    Dort war gerade so eine Art "Mittelalterliches Spektakulum." Als geladene Übernachtungsgäste durften wir natürlich abends auch mit den Schaustellern "dinieren" (auf die gute alte Art und Weise *g*)
    Mein Bruder und sein bester Freund sind dann jedoch irgendwann raus gegangen.... und ca. eine STunde später wieder gekommen.... so viel zur Vorgeschichte.


    Die beiden sahen ziemlich verschunden aus, als sie wieder in der Burgküche auftauchten. Als wir sie fragten, was sie denn gemacht hätten, erhielten wir als Antwort "Kühe-Klatschen".
    Man muss dazu sagen, dass sie wohl schon zu viel Meet intus hatten :rolleyes:


    Am nächsten Tag durften wir uns dann die ganze Zeit anhören, wie die beiden auf eine Kuhwiese gegangen sind, und den schlafenden Kühen einen "Klatscher" in die Flanke gaben... diese sind dadurch aufgewacht, aufgeschreckt, und haben die beiden verfolgt....(schade nur, dass die beiden nicht richtig erwischt wurden!) Die "harmlosen" Milchkühe waren wohl fuchsteufelswild (gut, das wär ich auch, wenn ich so aus dem Schlaf gerissen worden wäre) und haben nicht aufgegeben, bis sich die beiden nach etlichen Stürzen in den Matsch hinter den Zaun retten konnten....


    Ohne Worte.......

  • Quote

    Original von Gudula
    von wegen Milchkuh und Agressivität hab ich mal wieder ne kleine Geschichte...


    Wieviele Geschichten zu diesem Thema kennst Du denn? Her damit! *ggg*


    Aber das geschah ihnen recht. Schlafende Tiere mutwillig aufschrecken ... und nur in den Schlamm sind sie gefallen, nicht in die Jauchegrube? Schaaaade! :D

  • naja, wenn ich an deren Gestank denke, dann könnte es auch gut die Jauchgrube gewesen sein, aber das leugnen sie bis heute :D Es wird wohl auf ewig ihr Geheimniss bleiben :rolleyes: ;)


    Zu dem Thema kenn ich nicht mehr geschichten, die ich erlebt oder mitbekommen hab.... aber generell sind ja zu verschiedenen Themen mehrere Geschichten von mir vertreten ;)

  • Angeblicher historischer Hintergrund schön und gut, aber was unter dem Deckmantel eines historischen Spektakels präsentiert wird ist einfach ein Massengemetzel. Keiner zwingt diese (pardon, aber es muss sein) Bekloppten vor einem Haufen armer Stiere herzurennen, die auf Grund dieser enormen Menschenmassen total panisch sind. Der Tierschutz versucht soweit ich weiß auch schon seit langem, durch Proteste und Aufklärung dieses traurige Spektakel (vor allem für die Stiere) zu unterbinden.

    " Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius 0 - und das nennen sie ihren Standpunkt." - A. Einstein