Sternzeichen/Magie

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    Original von jollyfu
    Wir sind, meiner Meinung nach, nichts weiter als ein Zellhaufen, der sich leider seiner Existenz bewusst ist, und sich aus Angst davor eben nichts weiter als ein Zellhaufen zu sein, mit großen Plänen, Schicksal und ähnlich Absurdem versucht, in die Ewigkeit zu retten. Wir leben nicht länger als unser Hirn arbeitet.



    Das hast du gut gesagt. Unterschreib ich. :D

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    Original von jollyfu
    Ja, was du dir da vorstellst ist nicht nachvollziehbar.


    zumindest nur schwer....


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    Original vo jollyfu
    In welchem Kontext sollte das denn Sinn ergeben?


    Wenn Du magst, kann ich Dir das mal in kleiner Runde erklären, da es hier den Rahmen sprengen würde ;-)


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    Original von jollyfu
    Ein Mensch, der kurz nach der Geburt gar nichts alleine machen kann (außer atmen, verdauen usw.) entscheidet sich vor der Geburt für ein mieses (<- freundlich ausgedrückt) Leben?
    Sollte sich jemand für irgendwelche "Sünden" des vorheriges Lebens Abbitte verschaffen wollen, kann sich dieser Mensch auch für eine nette normale Familie in menschenwürdigen Verhältnissen entscheiden und dann wenn er erwachsen ist GUTES tun. Da muss man nicht erst so einen Mist erleben, denn dieses Leben im Keller kann ja nach ein paar Tagen schon vorbei sein - tolle Lebenserfahrung. Was sollte es da zu lernen geben?


    Wer weiß? Vielleicht hat sich dieser Mensch das Leben des Opfers ausgesucht, um diesem Mann der die Tat vollbracht hat, die Erfahrung zu ermöglichen, und ebenfalls der Frau.
    Manche Menschen benötigen diverse Erfahrungen um daran zu wachsen und sich zu entwickeln... Wäre sonst eine Weiterentwicklung möglich? Wenn wir keinen Grund hätten Erfahrungen zu sammeln? Würde es dann überhaupt die Wissenschaft geben? ;-)


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    Original von jollyfu
    Wir sind, meiner Meinung nach, nichts weiter als ein Zellhaufen, der sich leider seiner Existenz bewusst ist, und sich aus Angst davor eben nichts weiter als ein Zellhaufen zu sein, mit großen Plänen, Schicksal und ähnlich Absurdem versucht, in die Ewigkeit zu retten. Wir leben nicht länger als unser Hirn arbeitet.


    Voll in Ordnung und akzeptiert :-) Aber würde ich daran glauben, dass ich nur ein Zellhaufen wäre, der sein Leben mit Ersatzbefriedigungen vollpacken würde (so wie Du es, wie es für mich momentan scheint, dass Du es tun würdest, und bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liege) und alles was wir machen und tun, zu deutsch gesagt für n Arsch wäre, könnte ich mir auch direkt die Kugel geben, wenn ich doch e nur n Zellhaufen... ne, wirklich befriedigen würde mich das, glaube ich nicht.



    PS: hach, ich liebe solche Gespräche :)

  • Ich bin Steinbock mit Aszendent Steinbock - hardcore-Mischung also. Und vieles von dem, was dem Steinbock zugeschrieben wird, sowohl was Liebe, Einstellung zu Beruf und sich selbst angeht, stimmt bei mir. Ob das nun Zufall ist oder nicht, mag dahingestellt bleiben.


    Aber jetzt mal ehrlich: wenn der Mond Ebbe und Flut beeinflusst, warum soll dann Sternenkonstellation bei der Geburt nicht auch ne Rolle spielen?


    Allgemein zur Hokuspokus-Theorie: was tun wir denn alles als Hokuspokus ab? Alles, was wir wissenschaftlich nicht nachvollziehen können. Früher war vieles mehr Hokuspokus als heute, weil wir heute geniale Wissenschaftler haben, die uns rational erklären können, warum das so ist. Und dann wird aus esoterischem Wahnsinn plötzlich Wissenschaft.


    Vielleicht ist das bei der Sternzeichengeschichte auch irgendwann so. Oder bei Seelenwanderung. Oder sonstwas.

    "Das ist die umfangreichste Arbeit meines Lebens. Aber ich gehe abends mit einem Lächeln ins Bett. Und das hat nichts damit zu tun, dass da meine Frau liegt." (Stefan Kuntz)

  • Deswegen bezeichne ich mich ja als Agnostiker.
    Ich lass mich gerne eines Besseren belehren, sollte jemand was rausfinden und beweisen können, was in die Richtung geht.


    Zur Zeit bin ich fast ein bisschen gewillt, an die Wiedergeburt zu glauben (aber nur fast).
    Die bestimmte Sicherheit, mit der ich mich durch Los Angeles bewege, ohne mich eigentlich auszukennen, dieses Gefühl von Heimat und Verbundenheit mit diesem Fleckchen Erde, das ich dort 2010 nach 6 Tagen hatte, lässt mich wundern, ob ich nicht doch schon mal länger da war. Das muss dann aber in einem frühreren Leben gewesen sein, denn in diesem Leben war ich letzten Monat erst das zweite Mal dort.


    Aber vielleicht liegt's auch nur an meinem fotografischen Gedächtnis, was Landkarten angeht, meinem guten Orientierungssinn und dem fast täglichen Sonnenschein.

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    Original von First-Lady
    Ich bin Steinbock mit Aszendent Steinbock - hardcore-Mischung also. Und vieles von dem, was dem Steinbock zugeschrieben wird, sowohl was Liebe, Einstellung zu Beruf und sich selbst angeht, stimmt bei mir. Ob das nun Zufall ist oder nicht, mag dahingestellt bleiben.


    Na also bitte, wenn ich jetzt 99 Personen mit dem Merkmal " Steinbock mit Aszendent Steinbock" befrage, dann sagen 33 "trifft voll zu", 33 sagen "trifft teilweise zu", 33 "trifft gar nicht zu.


    Natürlich ist das Zufall.
    Welche Kraft soll denn da wirken?



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    Original von First-Lady
    Aber jetzt mal ehrlich: wenn der Mond Ebbe und Flut beeinflusst, warum soll dann Sternenkonstellation bei der Geburt nicht auch ne Rolle spielen?


    Hier wirkt eine ganz klar definierte Kraft. Nichts Geheimnisvolles.
    Hier wirkt eine der vier Grundkräfte der Physik wirkt. Die Gravitation. Aus dem selben Grund fällt dir der newtonsche Apfel auf den Kopf. Das ist nichts Mystisches oder Spirtuelles.



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    Original von First-Lady
    Allgemein zur Hokuspokus-Theorie: was tun wir denn alles als Hokuspokus ab? Alles, was wir wissenschaftlich nicht nachvollziehen können.


    Klar so pantheistisch, spirituelle, astrologische Kräfte sind natürlich für viele fazinierend und sie hätten doch soooo gerne, dass sie real sind, weils doch sooo schön wäre - ist es aber nicht!
    Nur weil die Antwort auf die ein oder andere Frage nicht gefunden ist, muss man sie nicht in der Geister -, Sternen- oder Zauberwelt suchen.


    Am Ende sind auch die bisher unverstandenen Phönomene reine Physik - oder häufiger noch: in der Menschlichen Psyche begründet.
    Die Psyche wird von sehr vielen Erfahrungen und Eindrücken bewusst und unbewusst beeinflusst, die es alle vor Ort auf der Erde gibt, die der Mensch täglich erlebt.
    Da muss ich doch nicht nach unbewiesenen, unrealistischen, "unsichtbaren" Kräften in die Sterne gucken....ist alles vor Ort... ein guter Psychiater wird dir schon sagen könne, warum Du bist, wie du bist ohne den Steinbock zu Rate ziehen zu müssen.



    Ich schließe mit Sheldon Cooper ;)

  • Ich kann Birgits und BlakeMZs Aussagen nur zustimmen. Danke! Ich bin nicht alleine.


    Gudula, ich werde dich nicht von deiner Vorstellung abbringen und du mich nicht von meiner, denn wir beide werden uns das genau überlegt haben und sind halt zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen.
    Ich möchte aber noch bemerken, dass mich deine Aussage, dass sich Menschen ein Leben im Elend, mit Misshandlungen und Missbrauch aussuchen (so interpretiere ich es), wirklich schockiert und es mich mal wieder am Verstand des ach so hoch entwickelten intelligenten Menschen zweifeln und verzweifeln lässt.


    Quote

    Original von Gudula


    Voll in Ordnung und akzeptiert :-) Aber würde ich daran glauben, dass ich nur ein Zellhaufen wäre, der sein Leben mit Ersatzbefriedigungen vollpacken würde (so wie Du es, wie es für mich momentan scheint, dass Du es tun würdest, und bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liege) und alles was wir machen und tun, zu deutsch gesagt für n Arsch wäre, könnte ich mir auch direkt die Kugel geben, wenn ich doch e nur n Zellhaufen... ne, wirklich befriedigen würde mich das, glaube ich nicht.


    Was du mit Ersatzbefriedigungen meinst, verstehe ich nicht.
    Aber ja, so gut wie alles was wir tun ist für den Popo. Im Leben eines Tieres geht nur darum die Art am Leben zu halten, also für Nachwuchs zu sorgen.
    Menschen haben nun das Problem, dass sie über sich selbst nachdenken können und sich einige nicht damit abfinden, dass es eben um nichts weiter geht. Das führt jetzt aber zu weit, denn jetzt würde ich zur Evolutionstheorie kommen und ich gehe davon aus, dass wir beide uns da nicht einigen können, und damit haben wir nicht einmal dieselbe Ausgangssituation und können so unmöglich irgendwo zusammenfinden.


    Wenn es dir hilft an das zu glauben, an was du glaubst, bitte schön. Für mich ist es nicht logisch, und wird es auch nicht.
    Das einzige, was mir bei meiner Vorstellung leid tut, ist, dass ich nach dem Tod nicht jubelnd rufen kann: "Muahaha, ich hatte recht, hier kommt nichts mehr.", weil ja nichts mehr kommt.
    Du dagegen könntest mir ins Gesicht lachen, wenn wir uns nach dem Ableben treffen sollten.

  • Kann Dir auch nur zustimmen.


    Das wie als Zellhaufen weiter entwickelt
    sind als andere Tiere, gibt uns aber schon die Möglichkeit das Leben
    von anderen bewusst zu beeinflussen und somit eine Art Sinn in sein eigenes Leben und das Leben andere zu bringen, von daher ist es nicht völlig irrlevant oder fürn Arsch.
    Aber wenn's vorbei ist es halt vorbei, fertig.
    Für diesen Sinn brauche ich aber keine übernatürliche Kräfte und Sterne, sonderm
    einfach menschliche, leicht erklärbare, Interaktion.


    Was das mit der selbtgewählten Geburtstentscheidung soll, verstehe ich aucht nicht.
    So wie es sich hier liest, klingt es aber wie eine Riesenladung monkey muffins, um es mal mit Potter zu sagen.

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    Original von Gudula
    glaubst Du denn, dass alles auf der Welt rationell bzw. wissenschaftlich erklärbar ist? oder räumst Du schon die Möglichkeit ein, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als man denkt?


    Was sagst Du denn erst dazu, wenn ich Dir sage, dass ich daran glaube, dass wir uns zum Beispiel selbst ausgesuchen, wann wir wo und in welche Umstände geboren werden (bzw. worden sind)?



    Da die Antwort mir galt will ich auch ein paar Worte schreiben. Wurde war zwar schon viel gesagt, dass meine Meinung wiedergibt ...


    .... aber da sind wir schon an dem Punkt: Meine Meinung, BlakeMZ Meinung Birgits Meinung, jollyfus Meinung ...jeder hat seine Meinung und jeder darf seine Meinung haben.


    Du Gudula hast nach unserer Meinung gefragt, wir haben sie dir gegeben.
    Wir brauchen uns nicht streiten. Schliesslich darf jeder denken, was er will, oder?


    Meine Meinung: Ich glaub nicht, dass man diese und jene Eigenschat hat, wenn man an dem und dm Tag geboren wird. Ich glaube auch nicht, dass man den Tag und Ort seiner Geburt bestimmen kann. Ich glaube allerdings auch, dass es mehr gibt zwischen Himmel und Erde als das wir ein denkender Zellhaufen sind.


    Wegen mir kann jeder sich zusammenglauben was er will, so lange jeder den anderen respektiert und nicht von seinen Vorstellungen ueberzeugen will und in Ruhe laesst.Wird diese Grenze ueberschritten hoerts bei mir auf.

  • Ich finde leider auch, dass die "Argumente" hier sehr wenig sachlich bleiben, es wird zu schnell aufgebraust... Sehr erwachsen ist das nicht. Schade.


    Ich denke, Gudu hat auf eine anregende Diskussion mit vielen Meinungen gehofft, was sie bekommen hat ist leider eher ein Angriff auf ihre persönliche Meinung, statt sachlicher Auseinandersetzung.


    Insgesamt denke ich auch eher, dass Sternzeichen und Horoskopie eher was für die "Magie-Ecke" des Lebens sind, aber das heißt auch nicht, dass auf der Welt tatsächlich alles wissenschaftlich erklärbar ist. Das kommt mir auch oft wie eine Ansgt des Menschen vor unbekanntem vor, rein nach dem Motto, was ich nicht sehe oder mir nicht erklären kann, gibt es auch nicht, dann brauch ich mir auch keine weiteren Gedanken mehr darüber machen..."
    Ich weiß nicht, mir kommt das zu einfach vor. Man muss sich auch mal auf etwas einlassen, was über den eigenen Verstand hinaus geht.
    Kann ja auch mal Spaß machen ;)


    Und das Thema Seelenwanderung finde ich eigentlich auch ganz nett, auch wenn ich nicht daran glaube. Es wäre aber schön zu wissen, dass nicht alles immer umsonst ist, was man durchlebt. (Und das schreibe ich, auch wenn ich weiß, dass jetzt gewisse Leute hier wieder ganz schlau biologistisch rummeckern werden :rolleyes:) Aber man muss die Welt ja nicht immer rabenschwarz und sinnlos sehen. Dann kann man, wie Gudu ganz recht sagte, sich gleich die Kugel geben...


    In diesem Sinne...

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    Original von Krümelmonster0815



    Ich denke, Gudu hat auf eine anregende Diskussion mit vielen Meinungen gehofft, was sie bekommen hat ist leider eher ein Angriff auf ihre persönliche Meinung, statt sachlicher Auseinandersetzung.




    Ich finde nicht, dass hier irgendwer irgendwen "angreift". Es wurde ganz sachlich argumentiert, so sachlich, wie man bei dem Thema Magie/Sternzeichen argumentieren kann.
    Es ist halt nur, dass die Masse der Meinungen eher in die andere Richtung tendieren, also die "Ungläubigen" mehr schreiben.


    Es kann natürlich sein, dass sich der eine oder andere vielleicht etwas harsch ausgedrückt hat, weil das nun mal ein sehr bewegendes Thema ist, zu dem Emotionen hoch kochen, aber ich glaube trotzdem nicht, dass es hier irgendwelche "persönlichen Angriffe" gibt. Dazu sind wir alle zu erwachsen. Hoffe ich.


    Aber um allen Missverständnissen vorzugreifen, bitte ich noch einmal ausdrücklich in meiner Funktion als Moderatorin, sachlich weiter zu diskutieren und persönliche Aspekte rauszulassen.

  • Ich weiß auch nicht wo hier was angegriffen wurde und ehrlich gesagt habe ich bei den Gegnern des Übersinnlichen mehr "erwachsene" Argumente gesehen als bei den Verfechtern. Da lese ich recht oft die sinngemäßdie Phrase: Warum solls denn nicht mehr geben zwischen Himmel und Erde. Ahha.
    Riesen Aussage aus dem Buch der Sprüche.
    Mich hätten wirklich mal Argumente interessiert und keine leeren Worthülsen oder Sätze wie "das sprengt hier den Rahmen" oder "ist halt schwer zu verstehen". Zu der gewünschten "sachlichen Auseinandersetzung" gehören halt zwei Meinungen mit sachlichen Argumenten!


    Und btw, ich habe als Gegner des Übersinnlichen durchaus auch argumentiert, dass das Leben einen Sinn haben kann, ohne dafür Übersinnliches zu Rate zu ziehen. Was daran nicht erwachsen sein soll, entzieht sich mir. Drauf eingegangen ist aber keiner.


    Aber klar, ist auch meist einfacher dem anderen vorzuwerfen, dass er blöde argumentiert,
    als selbst ein gutes Gegenargument beizutragen...von denen habe ich nämlich recht wenig gelesen.
    Ich hab in den obrigen Postings viele sacheliche Argumente beigetragen, aber aufgeriffen wurden die von der "Gegenseite" nicht.



    Das ganze meine ich natürlich ohne jamnden anzugreifen, aber zu einer Diskussion gehört doch,
    dass ich den anderen nicht für alles lobe was er vorbringt, sondern dagegen argumentiere.
    Will ich diskutieren, vorallem im Internet, darf ich nicht gleich beleidigt sein, wenn ein andere von meiner Meinung und meinen Vorstelungen nix hält.


    Ich kann andere Meinungen auch respektieren, ohne das ich sie gut finde, dafür müssen sie aber auch anständig begründet werden.

  • Ich sagte ja auch nicht, dass ich mich persönlich angegriffen fühle, da ich Gudus Meinung im weitesten auch nicht teile, aber der Tonfall hier im allgemeinen regt nicht gerade zu Freude an...
    Aber bitte, wer es halt rustikaler mag, der zitiert auch mal Potters Kraftausdrücke, was solls.


    Im übrigen finde ich auch anmerkenswert, dass die Wissenschaft und all ihre Jünger immer davon ausgehen, was sie nicht beweisen können, exisitiert nicht. Sie können aber genausowenig schlüssig beweisen, dass es spirituelle Phänomene NICHT gibt. Heißt es nicht immer im Zweifel für den Angeklagten? Da beißt sich die Katze in den Schwanz...
    Aber wie gesagt, nur so ein paar Gedanken, ohne dass ich mich zu weit hinauslehnen möchte, ich bin ja, genau wie vermutlich alle anderen hier, kein Wissenschaftler, der sich mit so was beschäftigt und tatsächlich Beweise liefern könnte, gell?


    Weil, mal ehrlich, genauso wenig wie die Spritisten Beweise dafür haben, habt ihr auch keine dagegen.

  • Wissenschaftliche Erkenntnisstheorie funktioniert aber halt nicht so, dass man beweist,
    dass etwas nicht existiert, sondern so, dass man ein Erklärungsmodell/Theorie für ein Phänomen sucht und Belege dafür findet.
    Daher ist es gar nicht notwendig zu beweisen, dass es etwas nicht gibt, sondern Erklärungsmodelle zu finden, die Beobachtbares erklären.


    So habe ich weiter oben zB argumentiert, dass ich soziale Prägung für die Psyche eines Menschen für das bessere Erklärungsmodell halte, als den Sternenhimmel bei seiner Geburt.
    Es geht darum, dass wahrscheinlichste Erklärungsmodell zu finden.


    Empfehle dazu Erkenntnistheorie vom Platos Höhlengleichnis bis Karl Popper nachzuholen, dann beißt sich - aus wissenschaftlicher Sicht zumindest - auch die Katze nicht mehr in den Schwanz.



    Wenn sich einer an monkey muffins in einer Diskussion stört...pfff...sorry...aber ich muss doch auch mal jemanden sagen können, wenn ich der Meinung bin, er erzählt Quatsch,
    ohne dass einer (der nicht mal angesrochen war) gleich deswegen jammern muss.
    Dachte monkey muffins in Verbindung mit Potter seien humoristisch genug, um Schärfe rauszunehmen, aber gut, man liest halt auch immer was man lesen will.

  • Astrologie, Wahrsagerei und Magie funktionieren oft auf der Basis einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Das funktioniert wie der Placeboeffekt durch den festen Glauben an seine Wirksamkeit.
    Sprich: prophezeit mir die Wahrsagerin ein glückliches Leben und ich glaube das, werde ich unbewusst alles dafür tun, auch wirklich glücklich zu sein.


    Das ist übrigens wissenschaftlich erwiesen. Ob es auch "wirkliche Magie" gibt, weiß ich nicht. Dazu kann ich also nichts sagen.


    Ich finde auch nicht, dass sich hier irgendjemand im Ton vergreift. Die Zahl der Skeptiker mag überwiegen, aber Gudula hat ja auch nicht gesagt: schreibt hier nur, wenn ihr dran glaubt :).

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    Original von Birgit
    Aber vielleicht liegt's auch nur an meinem fotografischen Gedächtnis, was Landkarten angeht, meinem guten Orientierungssinn und dem fast täglichen Sonnenschein.


    *neeeeeeeiiiid* :D (und zwar in allen Punkten *gg*)


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    Original von Jollyfu
    Gudula, ich werde dich nicht von deiner Vorstellung abbringen und du mich nicht von meiner, denn wir beide werden uns das genau überlegt haben und sind halt zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen.


    Du, das habe ich auch gar nicht vor. Ich finde es gut, wenn jeder seine Meinung hat, und diese Vertritt. Ich finde nur, dass gerade, wenn unterschiedliche Meinungen im Raum stehen, das Gespräch darüber interessant. Nicht, weil ich angst habe, dass ich umgestimmt werde, sondern, weil ich es mag, neue Aspekte zu einem Thema zu hören ;-) Es wäre doch sehr langweilig, hätten alle die gleiche Meinung über ein Thema, oder? ;-)


    Quote

    Original von Jollyfu
    Ich möchte aber noch bemerken, dass mich deine Aussage, dass sich Menschen ein Leben im Elend, mit Misshandlungen und Missbrauch aussuchen (so interpretiere ich es), wirklich schockiert und es mich mal wieder am Verstand des ach so hoch entwickelten intelligenten Menschen zweifeln und verzweifeln lässt


    die Vorstellung, einfach nur ein Zellhaufen zu sein, schockiert mich mehr, wie die Vorstellung, dass man sich ein Leben aussucht, das wirklich hundsmiserabel ist (was nicht schön ist, keine Frage), bei dem man jedoch erfahren kann, wie es ist, in dieser Lage zu stecken... wer weiß.... vielleicht war das vergewaltigte Mädchen ja vorher selbst mal ein Vergewaltiger, z.B. . (Ja, ich glaube an die Wiedergeburt, und auch daran, dass jeder, der Opfer ist, mal Täter war, oder wird, und andersherum).


    Quote

    Original von Jollyfu
    Was du mit Ersatzbefriedigungen meinst, verstehe ich nicht.


    kann ich Dir gerne erklären:
    Du schriebst:

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    Original von Jollyfu
    und sich aus Angst davor eben nichts weiter als ein Zellhaufen zu sein, mit großen Plänen, Schicksal und ähnlich Absurdem versucht, in die Ewigkeit zu retten.


    würden wir zu unserer Angst stehen, müssten wir uns keine "alternativpläne" einfallen lassen, also sind diese "Alternativpläne" eine Art Ersatzbefriedigung, um nicht zu unserer Angst stehen zu müssen. (Zumindest lese ich persönlich das aus Deinem Text raus, wobei meine eigene Meinung etwas anders aussieht, durchaus aber auch mit Ersatzbefriedigungen zu tun hat....):
    hier mal ein kleiner Auszug und eine kurzzusammenfassung von dem, was ich meine/denke: (beisatz: wie gesagt, es ist meine Meinung, was nicht bedeuten soll, dass es ein FAKT ist, was ich schreibe.... aber so sehe ich es persönlich)
    Schau Dir mal die Geschichte der Menschen an.... Reisen wir mal ein wenig durch die Zeit... damals gab es die Kirche, die erklärte, wo wir her kommen, was die Kirche sagte, war Gesetz. Und alle folgten ihr. die die es nicht taten, mussten dafür bezahlen. Später merkten die Menschen: hey! Halt! Nicht alles was die Kirche sagt ist richtig! Aber: verdammt! Wenn das Wort der Kirche teilweise so nicht stimmt, und sich die Prister nicht selbst dran halten, dann stimmt das mit Gott vielleicht gar nicht? Wo kommen wir denn dann her? Wo steckt denn dann der sinn des ganzen? Darauf hin kam die wissenschaft ins Spiel. Wir schickten Wissenschaftler aus, damit diese rausfinden, wie die Welt funktioniert, letztendlich in der Hoffnung, dass die Wissenschaft uns schließlich sagen kann, wo wir denn jetzt wirklich herkommen... und was der Sinn des Lebens ist (ausser 42 :D).... und bis wir ein Ergebnis dazu bekommen, haben wir es uns erstmal auf dem Planeten gemütlich gemacht, schaffen uns Industrie und Reichtum (Ersatzbefriedigung) um es uns noch kuscheliger zu machen, anstat uns auf die Lösung der eigentlichen Frage zu konzentrieren.. dennoch ist die Unruhe, durch die nicht geklärte Frage "wo kommen wir her, was soll das ganze"? deutlich spürbar....


    Quote

    Original von Jollyfu
    Wenn es dir hilft an das zu glauben, an was du glaubst, bitte schön. Für mich ist es nicht logisch, und wird es auch nicht.
    Das einzige, was mir bei meiner Vorstellung leid tut, ist, dass ich nach dem Tod nicht jubelnd rufen kann: "Muahaha, ich hatte recht, hier kommt nichts mehr.", weil ja nichts mehr kommt.
    Du dagegen könntest mir ins Gesicht lachen, wenn wir uns nach dem Ableben treffen sollten.


    schickst Du mir mal ein Bild von Dir, damit ich Dich erkenne, wenns so weit ist? :D (spaß ;) )


    **********************

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    Original von Majorburns
    Du Gudula hast nach unserer Meinung gefragt, wir haben sie dir gegeben.
    Wir brauchen uns nicht streiten. Schliesslich darf jeder denken, was er will, oder?


    Also ich empfinde es nicht als Streiten... Du? 8o
    und ansonsten siehe oben... ich mag den angeregten MEinungsaustausch, aber unter streiten verstehe ich was anders... dass in einer Diskussion mal unterschiedliche Meinungen aufeinanderprallen, ist normal und gut. Ich fühle mich weder angegriffen, noch "ungerecht behandelt" oder sonstiges... und ich habe auch nicht das Gefühl, ihr wollt mir Eure Meinung aufdrücken, genau so wenig wie ich es vorhabe zu tun... aber man kann doch drüber reden, oder? ;-))


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    Original von Krümelmonster
    Weil, mal ehrlich, genauso wenig wie die Spritisten Beweise dafür haben, habt ihr auch keine dagegen.


    womit ich Dir recht gebe. Das ist halt das fatale bei einem solchen Thema.
    Es geht im großen und ganzen um den Glaube.
    Woran ein Mensch glaubt, und welche vorstellung ihm Kraft gibt, MUSS gar nicht bewiesen werde. Die Hauptsache ist, DASS es ihm Kraft gibt. Mir gibts halt Kraft, daran zu glauben, dass das Leben quasi wie ne SChulklasse ist... einem werden verschiedene Prüfungen auferlegt, wenn man sie besteht, gut... dann kommt man "eine Klasse höher" und wenn man sie nicht besteht, auch gut.. dann muss mal die Klasse eben wiederholen und die ERfahrungen nochmal machen, bis man es gelernt hat, und wenn es anderen Kraft gibt, zu glauben, sie wären ein Zellhaufen, dann ist auch das in Ordnung. Und rein Biologisch haben Sie ja recht was unseren Körper angeht. Die Existenz der Seele lässt sich halt nicht so leicht beweisen, hm? ;-)



    Quote

    Original von BlakeMZ
    Self fullfilling Phrophecy, sehr richtig.

    Ein sachliches, erwachsenes Argument noch dazu


    Stimme ich Dir voll und ganz zu! :) Und was beweist uns das? Dass der Glaube übertragend gesehen Berge versetzen kann. Also ist es weder ein Argument für oder Gegen meine Einstellung :-) Und wer weiß? Letztendlich ist es evtl. noch so, dass wirklich jeder nach seinem Ableben hier das erlebt, woran er glaubt? Who knows? ;-)



    Und jetzt nochmal im Allgemeinen:
    Ich hoffe, wir können diese Unterhaltung weiterführen, ohne uns weiter darüber unterhalten zu müssen, ob sich wer auf die Füße getreten fühlt oder nicht. Und wenn hier 20 Leute schreiben würden, die eine andere Meinung hätten wie ich, fände ich es um so anregender. Also: Ich bin auf Eure Antworten gespannt :-)


    Liebe Grüße und einen wundervollen Tag Euch!
    (ich bin momentan beruflich ziemlich eingespannt, und wahrscheinlich erst morgen abend mit Zeit wieder online... ;-))

  • Na, da bin ich ja froh, dass sich sonst weiter keiner auf die Füße getreten fühlt.
    Ich finde diese Diskussion nämlich auch sehr interessant. Und zu einer Diskussion gehhören eben nun mal verschiedene (sich gegenüberstehenede) Standpunkte. Sonst braucht man ja nicht zu diskutieren, wenn alle einer Meinung sind.


    Die Idee mit der sich selbst erfüllenden Prophezeihung, und der Bemerkung Gudulas, dass das beweist, dass der Glaube Berge versetzen kann, z.B. finde ich einen interessanten Aspekt.


    Wiedergeburt und Karma ist eine genauso interessante Sache, wie alle anderen "Hokus-Pokus"-Geschichten. Und trotzdem glauben Millionen Menschen dran, auch außerhalb Indiens.... :D

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    Original von Gudula
    wer weiß.... vielleicht war das vergewaltigte Mädchen ja vorher selbst mal ein Vergewaltiger, z.B. . (Ja, ich glaube an die Wiedergeburt, und auch daran, dass jeder, der Opfer ist, mal Täter war, oder wird, und andersherum).


    Also geht es nur um eine Variation des Glaubens an die Wiedergeburt. Da ähneln sich - wie so oft bei zentralen Themen des Glaubens - so ziemlich viele Vorstellungen. Egal ob ein gut kämpfender Germane mit Walhalla belohnt wird, ob ein böser Christ in die Hölle muss oder ein Hindu mit schlechtem Karma als Spitzmaus wiedergeboren wird.
    Die Vorstellung einer richtender Kraft, die einen für Gutes belohnt oder Schlechtes bestraft wird.


    Für jemanden, der daran nicht glaubt, klingt aber dein Beispiel mit dem vergewaltigeten Mädchen sehr hart. Denn wenn ich nicht daran glaube, dass dieses Mädchen in seinem Leben vorher selbst ein Vergewaltiger war, dann klingt was Du schreibst (auch wenn Du es vielleicht nicht so meinst, aber wie gesagt sowas klingt anders, wenn man es nicht glaubt) eher so als ob das Mädchen selbst dran Schuld ist...war in seinem früheren Leben halt böse. Würde vielleicht sogar soweit gehen, dass es so klingt, als ob man sich das mit dem Bösen in der Welt zu einfach macht. Da wiederfährt jemandem Schlechtes, naja wird schons einen Grund haben, der wird in seinem Leben vorher schon was angstellt haben.
    Sagen wir dann dem nächsten der verletzt, betrogen, vergewaltigt, ermordet was auch immer wird: "Stell Dich nicht so an, kommste als reicher Oligarch zurück im nächsten Leben" oder sagen wir sowas wie: "Jammer nicht, wirste schon verdient haben!"??



    Was du über den Glauben schreibt, der Berge versetzt, habe ich auch in meinem ersten Posting schon ebenfalls bestätigt. Wenn es einem persönlich hilft, dann soll jeder glauben woran er will.



    Darüber was jemand glaubt, lässt sich daher natürlich schwer streiten, daher ist man auch so schnell bei Methode und Wissenschaft.


    Ich kann der Wissenschaft nicht vorwerfen, dass sie es nicht schafft zu beweisen, dass Gott (als Beispiel für alles Unerklärliche jetzt mal) nicht existiert. Dass das blöde ist, merkt man schon an den ganzen "nicht"s in dem dem Satz ;) Einen Negativbeweis als Beweis für eine Macht ist niemand schuldig.


    Auch kann ich den Wissenschaftler nicht vorwerfen, dass sie noch nicht rausgefunden haben was die Welt im innersten zusammenhält, zumal sie in den letzten 100 Jahren im Vergleich zu den letzten 2000 Jahren extreme Fortgeschritte gemacht hat.


    Und die Menschen, die es sich, wie du schreibst " erstmal auf dem Planeten gemütlich gemacht haben, [ schaffen uns Industrie und Reichtum (Ersatzbefriedigung) um es uns noch kuscheliger zu machen, anstat uns auf die Lösung der eigentlichen Frage zu konzentrieren]", gab es auch schon bevor "Wissenschaftler ausgeschickt" wurden.



    Letzendlich geht es doch darum, welches Erklärungsmodell hält man für wahrscheinlicher. So funktioniert Wissenschaft und eigentlich auch Glaube.


    Kurze Exkursion um zu erklären was ich meine: Früher dachten die Leute die Welt sei eine Scheibe. War völlig okay, sie konnten damit alles erklärem was sie erlebet. Sie konnten eh nicht ans Ende der Welt segeln, die Sonne ging auf und unter und an der Kuppel über einem klebten die Sterne.
    Dann gab es aber mehr und mehr Ungereimtheiten bis man gemerkt hat, dass mit der Scheibe passt nicht mehr, also muss es eine Kugel sein und man konnte mit dem neuen Modell viel mehr erklären.
    Aus heutiger Sicht ist das Modell der Scheibe natürlich falsch, aus damliger auch wissenschaftlicher Sicht war es aber erstmal richtig, weil man mit der Scheibe + Götter alles erklären konnte was einem so begegnet ist.


    Und das bringt uns zu unserer Diskussion zurück.
    Welches Erklärungsmodell halten wir für das richtige. Die einen verschreiben sich den Natur- und Geisteswissenschaften und aktzeptieren dabei, dass es Dinge gibt, die man noch nicht ganz erklären kann. Andere setzten anstelle des Unerklärbaren einen Glauben an was auch immer, um diese Lücke zu füllen.
    Die Vergangenheit zeigt aber, dass die Lücken die der Glaube schließt, immer häufiger vor den Naturwissenschaften besetzt werden, das Unerklärbare wird immer weniger.( Früher hat es gewittert weil Thor wütend war, heute weiß man warum es gewittert, als einfaches Beispiel).


    Daher brauche ich z.B. keinen Glauben an höhere Vorgänge, um mir die Welt zu erklären und sie mit Sinn zu füllen.
    Mein weiteres Beispiel von oben: Ich halte die Sozialisierung eines Menschen und die Genetik für die bessere und damit wahrscheinlichere Erklärung für sein Verhalten als den Sternenhimmel am Tag seiner Geburt.


    Und darum geht es doch am Ende, der eine braucht den Glauben um Lücken zu schließen und Sinn zu suchen, der andere schafft es auch ohne
    (zum Sinn siehe Posting weiter oben).


    Der "Streit" entsteht immer nur daraus, dass der Glaube nunmal Glaube ist. Glauben heißt nichts wissen. Keine Blege, voller Widersprüche, wäre es ein Film oder ein Buch würde man sagen: voll mit Plotholes ;)


    Und ich halte es daher lieber mit Erklärungsmodellen, die etwas wissen, sprich handfeste Belege für ihre Thorien vorlegen, auch wenn diese Theorien noch nicht am Ende ihrer Möglichkieten sind - siehe Beispiel mit Erdenscheibe.

  • Puuh. Jetzt war ich kurz erschrocken, dass ich mich im Ton vergriffen hätte. 8o Ich empfinde das nämlich auch nicht so.


    Quote

    Original von BlakeMZ
    Wissenschaftliche Erkenntnisstheorie funktioniert aber halt nicht so, dass man beweist,
    dass etwas nicht existiert, sondern so, dass man ein Erklärungsmodell/Theorie für ein Phänomen sucht und Belege dafür findet.
    Daher ist es gar nicht notwendig zu beweisen, dass es etwas nicht gibt, sondern Erklärungsmodelle zu finden, die Beobachtbares erklären.


    Aah, genau das zu erwähnen ist mir auch noch wichtig gewesen (ich gebe zu, alleine ist mir das nicht eingefallen, sondern es ist mir bei einem anderen Thema begegnet, passt aber trotzdem hier rein). ^^


    Ich bitte BlakeMZ um Nachsicht, dass ich nicht auf seinen Beitrag eingehe. Ich kann mich ihm wahrscheinlich sowieso nur anschließen (bis auf die Aussagen, wo ich mich vielleicht in Widersprüche verhedder).


    Gudulas Beitrag ist so lang, dass ich mit dem Zitat kürzen nicht zurecht komme, aber ich möchte noch mal auf die Ersatzbefriedigung eingehen.
    Mein Satz mit dem Zellhaufen war ja spontan und ich möchte gerne präzisieren, dass nicht alle Menschen Angst davor haben, sich in Nichts aufzulösen. Mir macht das nichts aus, darum hab ich keine Vorstellungen zu einem Leben vor/nach dem jetzigen Leben.
    Das würde dann heißen, wenn ich die Definition von Ersatzbefriedigung richtig verstanden habe, dass ich keine habe, wie Gudula vermutete?


    Die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt sich ja (nach dem heutigen Kenntnisstand) nur der Mensch. Und das ist genau das, was ich mit dem ängstlichen Zellhaufen meinte. Ich denke, dass es in unserem Leben keine große Aufgabe gibt, weil wir halt auch nur Tiere sind, nur eben welche, die so richtig nachdenken können. Und weil sich das so besonders anfühlt, wünschen sich einige, dass es da noch mehr Besonderes an uns gibt. Man kann selbstverständlich sein Leben damit verbringen und forschen, entwickeln usw. statt nur für die Erhaltung der Art zu sorgen, aber ich glaub halt nicht, dass das so "vorgesehen" ist.


    Dann noch mal zu dem "man sucht sich das Leben aus": Wenn das so sein sollte, hieße es dann nicht, dass Entwicklungshilfe den Wunsch dieser Menschen verhindert, dieses Leben in Armut mal zu probieren?
    Nicht, dass Entwicklungshilfe (und das ist jetzt eher als Krückenwort zu verstehen, weil mir grad nichts besseres einfällt und ich mich eigentlich grad um ganz andere Themen kümmern sollte) effektiv ist, aber sie hat ja schon den Anspruch die Lebensumstände zu verbessern.
    Und was ist mit entführten/eingesperrten Menschen? Sollte man die lassen, wo sie sind, weil sie das so wollten oder ihnen helfen?