Petition gegen Studiengebühren

  • Studiengebühren 0

    1. Was geht mich das an? Ich bin kein Student (0) 0%
    2. Die momentanen Studiengebühren sind OK (0) 0%
    3. Die armen Studenten sollen noch mehr entlastet werden. Also weniger Studiengebühren (0) 0%
    4. Studiengebühren sollen teuerer werden (0) 0%

    Es ist ja allgemein bekannt, dass es in Zukunft dramatische erhöhungen bei den Studiengebühren geben wird. Und das könnte schon in naher Zukunft der Fall sein.
    Wenn ihr dagegen was unternehmen wollt, könnt ihr euch in folgende Petition eintragen:
    http://www.foruni.de/petition/indexpet.htm
    Ihr könnt auch mal in der Umfrage zeigen was ihr von den Studiengebühren haltet

  • Da ich nicht studiere, wollte ich erst mal die Meinungen von "Betroffenen" lesen, aber da keine kommen, hab ich jetzt abgestimmt ;)

    Through early morning fog I see visions of the world to be...



  • Ich hab meinen August bereits unter die Petition gesetzt und aus dem link eine Kettenmail gemacht, die gerade unter meinen Kollegen kursiert.


    Dass ich oben nich abgestimmt habe, liegt an dem zynischen unterton des dritten Punktes.
    ih bin nich arm. Aber ich habauch nix zu verschenken. Weder zum Stopfen irgendwelcher Haushaltslöcher noch für den Finanztopf der Uni, aus dem hauptsächlich Naturwissenschaftler gespeist werden.


    Im neuen 96seitigen Koalitionsvertrag der Sächsichen Landesregierung werden ganze drei Seiten der Bildung und Forschung gewidmet. Dort wird alles einzeln aufgezählt. "Biotechnolgie muss gefördert werden, Informationstechnik muss gefördert werden,..."
    Die Krönung ist der letzte Satz. "Geisteswissenschaften sind auch förderungswürdig".


    da fällt mir nix mehr ein dazu.

  • Quote

    Original von klinks nachbar
    Ich hab meinen August bereits unter die Petition gesetzt und aus dem link eine Kettenmail gemacht, die gerade unter meinen Kollegen kursiert.


    Du hast eine Kettenmail gestartet?
    Wenn das stimmt, dann kann ich dir sagen, dass ich die auch schon bekommen hab und deswegen auch den Threat hier aufgemacht habe.


    warst du wirklich den Anfang?

  • ich habe ide mail erst gestartet, NACHDEM ich den thread hier entdeckt hab.
    Istalso unwahrscjeinlich, dass Dein Thread mich dazu anhält eine Kettenmail zu basteln, die Du dann bekommst und daraufhin den Thread aufmachst :D

  • Falls ihr euch fragt, wer hat da für höhere Studiengebühren gestimmt, das war ich!


    Ich habe selber eine Studium absolviert, ich also weiß wovon ich spreche. Studium ist eine Ausbildung und man muß sich mal entscheiden was man machen will. Es gibt genügend Studenten die heute dies, morgen das und übermorgen noch etwas ganz anderes studieren und es gibt noch zuviel Langzeitstudenten, die von ihrer Semesteranzahl schon das zweite Studium hinter sich haben. Sie bringen nichts was sie angefangen haben zu Ende und verbrauchen damit unnötig Steuergelder. Ich gleichen Zug beschweren sich die Selben, dass es zu wenig Geld vom Staat für die Ausbildung gibt. Merken die noch was?
    Das Problem ist wie überall, wird ein Angebot zu sehr ausgenutzt müssen letztendlich alle darunter leiden.


    Damit ihr mich nicht falsch versteht. Wenn es nach mir ginge, würde die erste Ausbildung komplett kostenlos sein, aber nur solange es in der Regelzeit bleibt. Danach bin ich für höhere Studiengebühren, die man im Geldbeutel merkt.
    Beispiel (Regelstudienzeit: 8 Semester):
    Schule -> Studium 8 Sem. -> Kostenlos
    Schule -> Studium >8 Sem. -> Gebührenpflichtig.

  • ich weiß ja nich, was Du studiert hast, aber bei uns (bin Geisteswissenschaftler) is es so, dass so gut wie keiner, der einen guten Abschluß hat, seine Regelstudienzeit eingehalten hat. Und da sind Leute dabei iwe mein Seminarleiter in Politische Systeme, der seinen Magister mit 1,0 gemacht hat.


    So wie Du redest, hast du wahrscheinlich was Technisches oder Naturwissenschaftliches studiert. (tät mich jetzt jedenfalls wundern, wenn du von ner Phil Fak kämst)
    Da denken die Leute immer, nur weil ihnen ein kompletter Stundenplan serviert wird, den sie abzuackern haben, ist das eine Ausbildung.
    Für ein geisteswissenschaftliches Fach stimmt das nämlich nur bedingt. Zumindest darf man sich das nich so vorstellen wie eine Berufsausbildung, bei der man dann eben nach einer festgelegten Zeit einen Zettel kriegt,wo drauf steht, dass man Bäcker is und deswegen dies und das zu können hat.


    Um die Langzeitstudenten und Bummelanten abzuschrecken, finde ich die Idee der Langzeitstudiengebühren durchaus zureichend. Aber ab dem 8. Semester zahlen zu lassen, funktioniert vielleicht bei Stduiengängen wie Informatik oder BWL.
    Obwohl meine PHIL FAK die zweitgrößte der Uni is, stehen wir im Finanzplan irgendwo ganz unten.. Und das liegt nich daran, dass der Bedarf geringer is als bei technischen Studiengängen, sondern an der Haltung, die man gegenüber Geisteswissenschaftlern hat.

  • Mensch Leute, ich bin auch ein sog. Bummelstudent, aber ich musste dann nachdem die BaFög-Quelle versickte immer nebenbei noch arbeiten, da schlägt sich dann auch auf´s Studium nieder (SudentInnen kriegen ihre Wohnung und "Fressen" ja auch nicht umsonst).
    Und muss mensch sich doch auch überlegen, dass der, der vorher studierte (wenn auch schlurig), dann zum Sozialfall wird (jetzt ja Hartz IV), und wenn ich dann höre Studiengebühren von vorneherein - ich kann kann nicht soviel essen wie ich kotzen will - sollen unsere Fachhochschulen/Universitäten nur noch die Leute ausbilden die das nötige Geld mitbringen ? Na, danke schön !
    Da kämen wir doch bald wieder ins Mittelalter zurück:
    Geld gleich Bildung;
    Kein Geld gleich Handwerker oder Fabrikarbeiter oder gar Hilfsarbeiter.


    Ich mein´ da finden manche Neureichen und Alteingesessende wieder einen Grund (in dieser Diskussion) das "Gesindel" von ihren Trögen fernzuhalten, damit ja ihr "von Gott gegebener" Status nicht eingreifbar ist. Ob jetzt diese Brut von den Bonzen wirklich die Intelligenz mitbringt, bleibt ja auch dahin gestellt...


    Also, für was ich wäre, wäre ein Eignungstest, ob jemand wirklich das Nötige für sein jeweiliges Studienfach mitbringt, dabei könnten natürlich auch die absolvierten Leistungskurse im Jahrgang 12/13 mitspielen.
    Aber was draussen bleiben muss ist das Sch***-Geld, bzw. die Beurteilung der Leute nach dem Kontostand.


    Es kann ja nicht angehen, dass reiche Zöglinge als intelligent gelten und die aus der Arbeiterklasse als dumm, weil die letzteren sich´s einfach nicht leisten können ihre Kinder dann auf die Uni zu schicken...

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

    Edited once, last by Matthias ().

  • @Mash-Fan
    Deine Argumentation mag teilweise richtig sein. Aber damit würden auch Studenten in Mitleidenschaft gezogen werden, die auch einmal durchgefallen sind aber trotzdem nicht zu denen gehören, die ständig was anderes Anfangen und nichts zu ende bringen.

  • Quote

    Original von klinks nachbar
    ...bei uns (bin Geisteswissenschaftler) is es so, dass so gut wie keiner, der einen guten Abschluß hat, seine Regelstudienzeit eingehalten hat


    Mal ehrlich, ist das nicht erschreckend? Für Kunst, Religion, Sport usw. mehr als nötig? Was läuft da denn falsch?



    Quote

    Original von Charles
    ...Aber damit würden auch Studenten in Mitleidenschaft gezogen werden, die...


    Was soll ich dazu sagen? Das Leben ist nun mal nicht gerecht. Wenn Du es einem recht machst, wird es immer einen Anderen geben der dies ungerecht findet.


    Wie schon gesagt, wenn es nach mir gehen würde, dann gäbe es erst eine Studiengebühr nach der vom Studiengang abhängigen Regelzeit, wobei man auch noch ein Semester als Toleranz einfügen könnte.


    Es mag immer Gründe geben, warum und wieso man diese Zeit nicht einhalten konnte. Aber spätestens im Bewerbungsgespräch sollte bzw. braucht man eine plausible Erklärung.


    In der Wirtschaft ist es doch ähnlich. Ein Auftraggeber möchte etwas in einer bestimmten Zeit haben. Liefert der Auftragnehmer dies nicht in der vereinbarten Zeit, dann ist es für Auftraggeber uninteressant warum und wieso es nicht fertig ist, sondern nur wann es dann fertig ist. Und für jede Überziehung gibt es normalerweise hohe Verzugsstrafen.


    Man muß sich einfach daran gewöhnen, das jemand in einer bestimmten Zeit eine bestimmte Leistung erwartet. Und nichts anderes macht jeder, ob nun bewußt oder unbewßt.



    Das eigendliche Problem liegt doch viel Tiefer und das wird auch nicht die Änderung von Studiengebühren beheben. Das gesammte Bildungssystem ist doch im Argen. Das fängt im Kindergarten an und endet im Studium. Nur es wird sich leider durch unsere Politiker (egal welche Partei) daran nichts ändern, da sie nur von Reformen sprechen, halbgewaagte Reförmchen meinen und vom Handeln mal ganz zu Schweigen.


    In dem Sinne, einen schönen Abend

  • Charles Der Link funktioniert nicht. Bin wohl zu spät dran, was?

    Ich tauche endlos durch das Meer, den Illuminaten hinterher, ich rette die Welt aus ihrer Not in einem goldenen Unterseeboot, nur ein Computer ist bei mir, er rechnet den Weltkrieg Nr. 4.

  • Quote

    Original von M*A*S*H 4077 Fan


    Wie schon gesagt, wenn es nach mir gehen würde, dann gäbe es erst eine Studiengebühr nach der vom Studiengang abhängigen Regelzeit, wobei man auch noch ein Semester als Toleranz einfügen könnte.


    Diese regelungen existieren bereits und nennen sich Langzeitsudiengebühren. Nur das da die Toleranzgrenze nicht nur ein, sondern 4 Semester beträgt. Ich weiß, dass Dir das zu viel an Toleranz ist. Aber wie sagtest Du so schön? Die Welt ist ungrecht und man kann es nicht jedem recht machen, warum also ausgrechnet Dir?


    Warum das bei Geisteswissenschaftlern anders läuft? Ganz einfach. Weil einem Lehrstuhl für Geschihcte kein Konzern Fördermittel nachwirft und die gleich während ihres Studiums vertraglich ans Unternehmen bindet (mit Praktikumsplatzgarantie, Forschungsmöglichkeiten,...)


    In England ist das anders. Da kann der Aufsichtsratschef Historiker sein und keinen stört es.
    Stöbert mal die Stellenangebote der FAZ, besucht die Zukunftsbörsen der Unis oder Unternehmen.
    Keiner sucht sucht Geisteswissenschaftler.


    Aber wenn die Pisastudie kommt,...
    Im Übrigen brauchst Du mir nicht die Grundzüge der Wirtschaft zu erklären. Und genau da liegt das Problem in diesem Land. Man kann Kultur nicht verökonomisieren.

  • Quote

    Original von JamieOReilly
    Charles Der Link funktioniert nicht. Bin wohl zu spät dran, was?


    Ist gut möglich
    bei mir hauts auch nicht mehr hin.


    Aber jetzt bin ich gar nicht im Bilde wie viel Stimmes es schon waren.


    Wer hat denn von euch als letzter geschaut?

  • Naja, wenn die Studiengebühren sinnvoll abgefedert werden, d.h. dass wenn ich z.B. nach dem Studium in einen Beruf komme, und danach meine Studienkosten bezahlen kann, bin ich gerne bereit für bein Studium zu berappen. Ist übrigens auch denen über gerecht die kein Studium absolviert haben!
    Wenn ich mir die derzeitige Situation an meinen Lehrstuhl in Bayern und an einen Lehrstul in Österreich anschaue wäre ich definitv bereit 200€ pro Semester mehr zu bezahlen, denn wer zahlt schafft an! D.h. wer als Professor seine Studenten langweilt, bzw. unnötigt aufhält (solls ja geben, hab ich gehört!) kann dahin gehen wo der Pfeffer wächst, da gehört der nämlich auch hin! Lieber finanzier ich mir über Ferienarbeit ein sinnvolles Studium als dieses kranke System weiter zu unterstützen. Der einzige Grund der mich in Bayern, bzw. Deutschland, noch hält ist meine Freundin bzw. Freunde.

  • Ist zwar schon sehr alt und interessiert wahrscheinlich inzwischen eh keinen mehr, aber der Vollständigkeit halber: Dieses Foruni-Ding ist ein Hoax und überdies datenschutzrechtlich äußerst bedenklich:


    http://www.hoaxbusters.de/static/rizzoArticle36.php

  • glücklicherweise muss ich noch keine studiengebühren zahlen, aber ich find die "semestergebühren" die wir haben, sind auch schon genug. schließlich sind das auch schon über 100 Teuro und dabei ham wir ne schlechte Mensa und eine noch schlechtere Bücherei (wenn man das Gebäude ohne Bücher so nennen kann)


    und übrigens: es gibt auch viele studenten, die ohne viel eigenes zutun länger brauchen und man kann ein studium mit regelstudienzeit von 14 semestern auch nicht mit einem mit acht semestern vergleichen!!


    wenn das Geld wirklich für das Studium also schlussendlich für die Studenten ausgegeben würde (was es nicht tut), wäre die Sachlage eine andere, aber studieren ist auch eine Art Ausbildung und die meisten Auszubildenen BEKOMMEN doch Geld, oder hat schon jemand davon gehört das der Malerlehrling dem Meister monatlich 400 Euro in die Tasche stecken soll?!?


    ?(

  • Quote

    Original von Mountie
    ... die meisten Auszubildenen BEKOMMEN doch Geld, oder hat schon jemand davon gehört das der Malerlehrling dem Meister monatlich 400 Euro in die Tasche stecken soll?!?


    ?(


    Nein!... es ist auch der ERSTE Bildungsweg. Will dieser sich weiterbilden (z.B. Meister/Techniker [zweiter Bildungsweg]), muss er dafür auch Kohle hinlegen!!


    Und Studenten, die machen das Abi (erster Bildungsweg [auch drei Jahre bei beim Lehrling]) und dann studieren (zweiter Bildungsweg), soll dieser auch Geld dafür hinlegen.


    Außerdem haben Studenten keine Sozialabgaben (außer sie verdienen über einem bestimmten Satz in einen Job), welche Lehrlinge haben (außer sie liegen unter dem Abgabesatz, nur ich kenne keinen Lehrberuf, der so wenig verdient).


    Mir ist aber auch klar, das die meisten Firmen Abi als Einstellungsvoraussetzung ansetzten. Die Firmen wollen halt nur das Beste vom Besten.

    Gruß Uwe


    Ich kenne Gelbe, die mir für rote Scheine, grüne Olive auf dem Schwarzmarkt besorgen können :) :)


    Edited once, last by Wölle ().

  • Quote

    Original von Wölle


    Nein!... es ist auch der ERSTE Bildungsweg. Will dieser sich weiterbilden (z.B. Meister/Techniker [zweiter Bildungsweg]), muss er dafür auch Kohle hinlegen!!


    Und Studenten, die machen das Abi (erster Bildungsweg [auch drei Jahre bei beim Lehrling]) und dann studieren (zweiter Bildungsweg), soll dieser auch Geld dafür hinlegen.


    was ist dann mit den Auszubildenen, die vorher das Abi gemacht haben?!? Die bekommen auch ihr Geld! Ich hab auch einen Nebenjob, ja, aber nur noch solange, bis der nächste Turnus wieder normal beginnt! Für gute zwanzig Stunden pro Monat bekomme ich knapp 100 Euro, ich gebe zu unversteuert, aber die Azubis, die ich kenne, haben meist mehr als ich, auch schon in ihrem ersten ausbildungsjahr und die ackern nicht Montag bis Freitag von acht bis acht und danach und WE noch für ein paar Kröten extra!


    Wenn das "normale" Semester bei mir weitergeht, kann ich nicht mehr nebenbei arbeiten, weil ich etwa 60 Stunden die woche in der Uni bin und danach noch lernen muss, damit ich kein Langzeitstudent werde!