Schulen zu langweilig ?!?!

  • Schule ist in den meisten Fällen eindeutig langweilig.
    Zum einen liegt das an den Lehrern, zum anderen aber auch an manchen Schülern. Die Bereitschaft zu Lernen ist teilweise echt im Keller, was eigentlich schade ist. Gut, ich bin auch nicht immer ganz bei der Sache, aber ich denke, dass so manchen Lehrern auch der Spaß am Unterrichten genommen wird, wenn sie sich immer mit einigen lernunwilligen Leuten rumschlagen müssen. Ihr verhalten schlägt sich oft auf dei ganze Klasse nieder. So gesehen kann ich auch manche Lehrer verstehen, abgesehen davon müsste der ganze Unterricht eigentlich schon anders aufgezogen werden. Aber auch kleinere Klassen wären ein großer Fortschritt.
    Und da wären wir wieder beim Punkt: Geld. Es fehlt einfach. Veraltete Lehrbücher, wenig Medien, zu wenig Räume,.... Ich glaube diese Lieste muss ich nicht weiterführen, da würden jedem genug dazu einfallen...

    " Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius 0 - und das nennen sie ihren Standpunkt." - A. Einstein

  • Stimmt!
    Und die haben auch – offensichtlich – einen Job.


    Ich verstehe die Erwartungshaltung der/mancher Schüler nicht. Lehrer sind nicht verpflichtet, ihren Unterricht spannend und unterhaltsam zu gestalten. Die Pflicht des Lehrers ist es, Wissen zu vermitteln – natürlich möglichst didaktisch geschickt. Und die Pflicht der Schüler (ja!) ist es, das Zeugs zu lernen, ob es nun spannend ist oder nicht. Im Endeffekt tun sie es für ihr eigenes Abschlußzeugnis und damit für ihre Chancen bei der Jobsuche.

  • So sehe ich das auch, und ich hab dieses Prinzip des Lernens von Anfang an begriffen, was heißt, dass ich mich zum Lernen freiwillig auf meinen Hintern setz und für mich lerne und für niemand anderes

  • Man sieht das ja auch bei den Schülern die nie lernen, schlechte Noten schreiben und sich anschließend über ihre Lehrer beschweren.

    Everyone thinks of changing the world, but no one thinks of changing himself. (Leo Tolstoy)

  • MOMENT
    ich bin auch noch schüler ich habe eigentlich gute noten, bis auf Englisch da steh ich zur zeit noch 5+, aber sonst habe ich nur 3. und 2. und beschwere mich nicht immer über die Lehrer
    (ich habe zwar auch eine beschisene rechtschreibung aber da ich in Deutsch eine 3. habe ist es halb so schlimm) :]

    "Aber Sie sind Corporal der amerikanischen Army."
    "Na ja, aber das ist nicht meine Schuld, Sir."


    "Wer sind Sie?"
    Houlihan "Major Burns und Houlihan, Sir."
    "Wer ist wer?"
    Hawk "Das ist egal; die sind austauschbar."

  • Das man für sich selbst lernt, hab ich schon lange begriffen.( Mein Durchschnitt ist 1,8, nur mal so nebenbei um den Verdacht, dass ich ein grottenschlechter, fauler Schüler bin, der sich nur beschwert, wegzuwischen). Ich will hier ja auch nicht sagen, dass die Lehrer die Schuld trifft. ABER:
    Manche haben einfach selber keinen Bock!!!
    Manche haben von ihrem eigenen Fach keinen Plan!!!
    Unser Englischlehrer z.B. ist ziemlich unfähig. Er kann nur Arbeiten korrigieren wenn er seine Lösungsbücher hat, schleppt ständig sämtliche Nachschlagwerke mit sich rum, damit er wenigstens ab und zu mal eine Frage klären kann...Von der Grammatik ganz zu schweigen. Das geht soweit, dass sogar schon die Kollegen im Lehrerzimmer lästern...Es ist einfach nicht zu bestreiten, dass manche Lehrer besser Büroangestellte geworden wären. Aber was ich eigentlich meinte mit "Unterricht anders" aufziehen:
    Das man mehr Gruppenarbeit macht z.B. Nur vom Abschreiben von der Tafel bleibt nämlich weder viel hängen noch versteht man dabei viel. Dafür muss man sich daheim um so länger hinsetzten um den Mist zu kapieren.
    Im Berufsleben ist heute nun mal Flexibilität und Teamwork gefordert, aber wenn man in der gesamten Schullaufbahn daraufsetzt den Leuten alles vorzukauen, dann sollte man sich später auch nicht wundern.

    " Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius 0 - und das nennen sie ihren Standpunkt." - A. Einstein

  • Ich bin gegen Gruppenarbeit. Ich finde es wesentlich besser, wenn man sich sein Wissen selbst aneignet, denn wenn bei uns Gruppenarbeit angesagt ist, macht ein armes Schwein die ganze Arbeit (was meistens ich bin X() und die anderen hören nicht zu, machen nur Blödsinn und lernen noch weniger, als wenn an der Tafel gearbeitet wird. Das hat sich bei uns schon mehrfach bestätigt...

  • @ Krümelmonster


    T oll E in A nderer M achts


    Gruppenarbeit ist kontraproduktiv, ich versteh selbst nicht, was in den Köpfen derer vorgeht, die immer Teamwork und Zusammenarbeit gross schreiben.
    Das ganze nennt man Ringelmann Effekt, der Herr Ringelmann fand heraus, dass sich Menschen in Gruppen immer weniger anstrengen, als wenn sie einzeln arbeiten. Das passiert auch noch völlig unbewußt, die einzelnen Personen sind fest davon überzeugt, sie würden sich wirklich anstrengen ;o)


    ...dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen und dieses ist:
    Sein, Wissen und Glückseligkeit

    Yoga Weisheit

  • Endlich mal jemand, der klar sieht und Gruppenarbeit auch als kontraproduktiv einstuft!!!
    Und weil ich zu den gutmütigen Leuten auf dieser Erde zähle, bleibt die Arbeit an mir hängen, und bei den anderen tritt dann der vom Oberscht genannte Ringelmann Effekt ein.... zum Kotzen! Gruppenarbeit ist teilweise echt fürn Ar*** X(

  • Da kann ich nur zustimmen. Ich habe auch zu oft erlebt, daß Gruppen-/Teamarbeit in Toll-Ein-Anderer-Macht’s ausgeartet ist. Grundsätzlich ist es ja gar kein so falscher Gedanke, im Sport (daher kommt ja ursprünglich der Begriff Team) ist es ja auch sinnvoll und nützlich. Aber im Berufs- und Schulleben macht Teamarbeit nur dann Sinn, wenn jedes Team-Mitglied eine klar definierte Aufgabe hat und die auch zuverlässig erfüllt/löst. Nur dann kann man hinterher die Ergebnisse zusammenschmeißen und ein gutes Ganzes daraus machen. Wenn jeder nur denkt, ich selbst brauche nichts zu tun, das macht das Team, dann funktioniert es halt nicht.


    @ Drusilla: Klar, daß es Lehrer gibt, die ihr eigenes Fach nicht beherrschen, hat wohl jeder von uns schon erlebt. Ich fand es in der Schule immer viel schlimmer, wenn ich das Gefühl hatte, einer hatte keine Ahnung, als wenn ich jemanden als Person nicht so nett fand. Im Zweifelsfalle: lieber einen guten, der zuweilen tobt, als einen schlechten, der immer lacht. Wie man Schulunterricht (für beide Seiten) interessanter und ansprechender gestalten kann, weiß ich auch nicht. Das setzt aber zuallererst mal voraus, daß sowohl Lehrer als auch Schüler überhaupt bereit sind, zu gestalten, was wie ich fürchte oft genug nicht der Fall ist – wie gesagt auf beiden Seiten.

  • Also ich denke Teamarbeit soll auch das soziale Verhalten der SchülerInnen fördern und natürlich kann das tierisch in die Hose gehen, wenn z.B. irgendwelche Chaoten keinen Boch haben (okay, ich war in meiner Schulzeit auch Chaot, aber ich wollte bei der Teamarbeit keinen mitreinreissen.)


    Obwohl manche Lehrer hielten sich auch für Soziologie-Experten so z.B. ein ehemaliger Klassenlehrer von mir, er erfand das sog. Soziogramm, damit sollte die Sitzordnung festgelegt werden. Also jeder Schüler konnte + und - vergeben (von +++ bis ---) und so legte der Lehrer dann die Plätze fest soweit geht´s ja noch, aber jeder bekam ein Diagramm mit Pfeilen und eine Nummer, wo jeder sehen konnte wie er bewertet wurde...
    Ganz toll nicht dass mensch merkte, dass er ein Aussenseiter ist (ich kam neu in die Klasse- Ehrenrunde), sondern mensch sah es schwarz auf weiss und die grössten "Gegner" wussten halt auch, dass mensch keine Freunde in der Klasse hat.


    @ Sarah
    So´ne Chemielehrerin hatte ich mal, also die musste ihr 2. Staatsexamen mit Sondergenehmigung 4 (!) ablegen bzw. wurde so oft geprüft.
    Hatte von Chemie nicht den blassesten, war eigentlich wohl ´ne ganze nette Frau, aber hatte leider auch pädagogische Defizite, also der Untericht sah dann so aus, ich kam meistens zu spät und ein Klassenkamerad machte irgendwie dann mehr oder weniger den Unterricht. Ach ja, die gute Frau verwechselte dann auch Wasser- mit Sauerstoff und zündelte dann mit einem Feuerzeug am falschen Schlauch...

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Nochmal was zur Gruppenarbeit, es ist ja grundsätzlich nichts verkehrtes dabei, wenn man im Team arbeitet, nur darf das Ergebnis nicht der Gruppe zugeordnet werden, jeder muss für einen bestimmten Teil selbst verantwortlich sein. Man kann das sehr schön am Vogelflug beobachten, wenn Vögel im Schwarm fliegen, dann bilden sie eine V-Form, weil so die Anstrengungen für den einzelnen Vogel geringer sind (fragt mich jetzt nicht nach den Aerodynamischen Details) Dennoch muss jeder Vogel für sich selbst fliegen und kann sich nicht auf die anderen verlassen.


    Und noch was zu den Situationen an den Schulen, bei uns gibts ein Schulmuseum, alle möglichen Klassen wurden früher gleichzeitig von einem Lehrer unterrichtet, in einem Klassenzimmer. Würde man heutzutage so unterrichten wär das Geschrei (zurecht wie ich finde) gross, und trotzdem ist aus den Leuten damals was geworden. Nur mal so als Denkanstoss.


    ...dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen und dieses ist:
    Sein, Wissen und Glückseligkeit

    Yoga Weisheit

  • Quote

    Original von DerEiserneOberscht
    Und noch was zu den Situationen an den Schulen, bei uns gibts ein Schulmuseum, alle möglichen Klassen wurden früher gleichzeitig von einem Lehrer unterrichtet, in einem Klassenzimmer. Würde man heutzutage so unterrichten wär das Geschrei (zurecht wie ich finde) gross, und trotzdem ist aus den Leuten damals was geworden. Nur mal so als Denkanstoss.


    Genau aus dem Grund halte ich nicht viel von diesem ganzen Schule-muß-Spaß-machen-Gesülze. Früher hat Schule auch nicht mehr Spaß gemacht als heute, da gab's eher noch ein paar mit dem Rohrstock (womit ich nicht sagen will, daß die Prügelstrafe wieder eingeführt werden sollte). Aber aus den Schülern ist später auch was geworden. Warum also etwas abschaffen, was in den letzten 2000 Jahren hervorragend funktioniert hat? Daß es heute nicht mehr funktioniert, liegt in erster Linie an Schülern, die keinen Bock haben und in zweiter Linie an den Eltern. Man kann nicht für alles den Lehrern die Schuld geben. Lehrer ist ein harter, wirklich anstrengender und kraftraubender Job. Da brauche ich mir nur meine Mutter (Mathelehrerin an einer Mittelschule) angucken. Sie ist manchmal nur noch am Verzweifeln. Und daß man dann als Lehrer irgendwann auch keinen Bock mehr hat, kann ich sehr gut nachvollziehen.

  • Quote

    Original von DerEiserneOberscht


    Das ganze nennt man Ringelmann Effekt, der Herr Ringelmann fand heraus, dass sich Menschen in Gruppen immer weniger anstrengen, als wenn sie einzeln arbeiten. Das passiert auch noch völlig unbewußt, die einzelnen Personen sind fest davon überzeugt, sie würden sich wirklich anstrengen ;o)


    Hast du etwa auch mal den Bericht im TV gesehen?
    Da wurden Studenten ausgesucht und jeder sollte einmal an einem Seil ziehen. Dann wurde ihnen gesagt, dass sie (also auch wieder einzeln) mit wieder Anderen (Lockvögel) gemeinsam am Seil ziehen sollen. Also die Kandidaten von vorhin an die erste Position und die Lockvögel dahinter. Der eine hat sich voll reingehängt und die Anderen (Lokvögel) haben nur so getan. Jetzt möchte man ja meinen, dass der eine wieder die gleiche Kraft gezogen hat wie bei dem Versuch als er ganz alleine gezogen hat. Dem war aber nicht so. Alle Kandidaten haben bei dem Gruppenziehen weniger Kraft aufgebracht wie beim Einzelversuch.


    Bei den Studentinen war das Ergebnis übrigens umgekehrt. Da hat sich jede für die Gruppe mehr ins Zeug gelegt wie beim einzelversuch.


    Also Frauen sind teamfähig und Männer nicht

  • Ich glaube, das ist ziemlich dünnes Eis, zu behaupten, Frauen seien teamfähig und Männer nicht. Da kommt es glaub ich immer auf die einzelnen Personen an. Da kann es schon mal passieren, dass auch Frauen nicht zusammen arbeiten können/wollen...

  • @ Charles


    Hab das mal in Clever (Mittwoch, 20;15 Sat1) gesehen, aber an nen Unterschied zwischen den Geschlechtern könnt ich mich jetzt nicht erinnern.
    Der Ringelmann Effekt wurde aber beim Tauziehen entdeckt.
    Hier ist die entsprechende Seite der Homepage von Clever
    http://www.sat1.de/shows/clever/wissensbuch/37997/


    Könnte es vielleicht auch an diesem Effekt liegen, dass der Kommunismus nicht wirklich funktioniert?!?


    Interessant ist der letzte Absatz:

    Quote

    Nicht zu verwechseln ist der Ringelmann-Effekt übrigens mit dem bekannteren „Trittbrettfahrer-Effekt“, bei dem sich die Person bewusst entscheidet, weniger Leistung zu bringen: „Ich kann zum Gesamtergebnis eh nicht viel beitragen!“ Wie gesagt, dieser Effekt ist bekannter – und ärgerlicher! Deshalb gibt es sogar einen Gegeneffekt: Leistungsträger gehen davon aus, dass es Trittbrettfahrer in der Gruppe gibt, und fahren ihre eigenen Anstrengungen bewusst zurück, weil sie die sozialen Faulenzer nicht mit durchziehen wollen. Das bezeichnet die Psychologie als den „Gimpel-Effekt“, manche nennen es auch den „Trottel-Effekt“!


    ...dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen und dieses ist:
    Sein, Wissen und Glückseligkeit

    Yoga Weisheit

  • Ich sag ja nicht, dass Frauen teamfähing sind und Männer nicht (Ich pinkel mir doch nicht selber ans Bein ;)) Aber in dem Bericht hat es halt so geheißen. Leider weiß ich nicht mehr was für ne Sendung es war. is aber möglich dass es Planetopia war.