Drehbuch (Version 1.0)

  • So ihr Lieben!
    Ich nehme mir jetzt mal einfach die Freiheit, die erst Version unseres Drehbuches hier reinzustellen.
    Für die letzte Szene habe ich selber ein paar Zeilen geschrieben, wenn First-Lady ihren Teil fertig hat, kann es gerne ersetzt werden.


    Und jetzt: Kritik, Verbesserungsvorschläge, Lob.


    Mir sind ein paar Sachen aufgefallen.

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    Erzähler. Mit dem Brief in seiner Hand läuft er zum Aktenschrank und nimmt einige Aktenmappen heraus, wobei ein ganzer Strahl Wasser in die Schublade rinnt. Doch Klinger liest unbeirrt weiter.

    Ist der Witz dabei nicht, daß Klinger die Schublade als Eimer für das Wasser benutzt, ungeachtet ihrer „rechtmäßigen Bewohner“? Das müßte man dann etwas anders deutlich machen. Vielleicht kann man diesen Einwurf auch ganz weglassen.

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    Na ja, diplomatisch wie ich bin fragte ich natürlich nach, auf wen er damit anzudeuten gesuchte, und er antwortete nur: „Keine SIE, mein Lieber, ein ER“.

    Ist jetzt vielleicht ein wenig spitzfindig, aber die indirekte Frage sollte auf einen Nominativ abstellen, sonst paßt die Antwort nicht richtig und es liest sich nicht flüssig. Also vielleicht einfach nur Ich fragte: „Wer ist denn das?“ und er antwortete

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    Naja, zumindest nennt er mich nicht mehr „Papi“.

    Ich fürchte, der kleine Danny versteht den Kommentar nicht ganz, da er ja nicht weiß, was Klinger am Morgen zu Potter gesagt hat.

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    Als dann auch noch unsere Oberschwester dies mitbekam, bemerkte sie, daß es unprofessionell wäre, daraufhin haben wir den OP vertagt.

    Auch der Witz kommt nicht so ganz. Natürlich haben sie nicht am nächsten Tag weiter operiert. Das war nur ein Scherz von Hunnicutt, der auf eine Gerichtsverhandlung anspielt. Frage ist, ob der Leser des Briefes, also der zehnjährige Lewis, das überhaupt kapiert.
    Damit wären wir beim nächsten. Etwas grundsätzliches. Die Briefe, die die Campbewohner schreiben, sind an Kinder gerichtet. Ich zumindest finde, so sollten sie auch geschrieben sein. Und in einem Brief an ein Kind haben die Alkoholprobleme von Pierce nichts zu suchen; ich spiele insbesondere auf den Brief von Mulcahy an. Sehr gut finde ich in dieser Hinsicht (ich muß ja auch mal loben) den Brief von Margaret gelungen. Sie erklärt Jimmy nämlich erst einmal, warum die Verletzung des Soldaten so schlimm ist.


    Das war erst mal alles von meiner Seite.
    Jetzt seid ihr dran. Was kann/sollte geändert werden?


    P.S. Ach ja, eines noch. Ich habe noch mal genau hingehört. Könnte sein, daß der Hund Erwin heißt. Daß ich Alvin verstanden habe, lag vielleicht an Rosies Aussprache. ;)

  • uff! öhm, also irgendwie fühle ich mich mit diesem endlos langen text ein bisschen überfordert! Wär es nicht sinnvoller Szene für Szene zu besprechen?


    Also die erste Szene ist ja glaub ich klar, da sind ja gerade Mal 2 Sätze selbst gedichtet *g*


    Kommen wir also zur zweiten Szene: Mulcahys Brief. Irgendwie fänd ich es gut, wenn die durch den Erzähler eingeleitet werden würde. ZUm Beispiel mit sowas wie "sich erinnernd zückt der Father einen Stift und macht sich daran eine Antwort zu schreiben" na ja, oder sowas.


    Dann zu dem Brief selbst:


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    Sie gehört der Koreanerin Rosie. Besonders die Captains Pierce und Hunnicutt sind hier öfters anzutreffen. Die Bar ist wohl der einzige Grund für die beiden, ein Ende des Krieges zu fürchten. Ihre Schuldendeckel muß Rosie mittlerweile stapeln.


    Das würd ich weglassen, und zwar aus demselben Grund den Sarah schon genannt hat, das interessiert das Kind nicht. und für den Zuhörer braucht man es auch nicht zu tun, das werden ja wohl wh nur Mash-Fans sein, und die kennen Rosies ja. das gleiche gilt auch für

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    der an den von Hawkeye erinnerte, wenn er aus eben dieser Bar kam,


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    Dann erinnerte ich mich an eine Episode aus meinem Priesterseminar. Ich erzählte Rosie, daß wir dort ebenfalls einen Hund gehabt hätten, der gerne Alkohol getrunken hätte. Und ich wußte auch noch, wie wir das Tier zum Anti-Alkoholiker gemacht hatten.


    Ich glaube auch das ist ein bisschen kompliziert für einen Brief an einen Grundschüler. Ich würde das eher zusammenfassen im Stil von "Plötzllich hatte ich eine Idee, wie ich den Hund kurieren könnte. (Dengleichen Trick hatten wir auch im Priesterseminar schon einmal angewendet.) Also bat ich...
    Das mitm Priesterseminar könnte man auch weglassen


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    Sie schaute mich etwas verwirrt an, deswegen erklärte ich:

    "Deswegen erklärte ich was ich vor hatte:" macht es irgendwie einfacher zu lesen.


    So, das wärs meinerseits Mal zu dieser Szene. Das ist jetzt ne rechte Reihe, aber das soll keineswegs heissen dass ich den text nicht toll finde, im Gegenteil! Ich finde das gesamte Skript super! Aber ich bin halt ein Perfektionist, und schliesslich soll unser Hörspiel ja alle begeistern ;) Das sind also einfach Mal Vorschläge von meiner Seite.

    -- Meerjungfrau und Begleiterin der Renelde und ihrer Crew --

  • Ich wollte es erst einmal ein wenig sacken lassen. Müssen ja alle Zeit haben, alles zu lesen und zu verdauen.


    Du hast natürlich recht, wir müssen uns da jetzt Szene für Szene noch mal durcharbeiten (keiner hat gesagt, daß das Drehbuchschreiben ein Zuckerschlecken wird).
    Ich habe halt mal den gesamten Text reingestellt, damit man mal alles zur Übersicht hat.


    Im wesentlichen sind wir uns ja einig. Bei dem Brief von Mulcahy muß noch ein wenig gefeilt werden. Die „Alkohol-Sätze“ müssen raus oder geändert werden.


    Ich habe übrigens auch eine perfektionistische Ader.
    Aber ich fürchte immer, die Leute hier vor den Kopf zu stoßen, wenn man zu eifrig mit sowas bei der Sache ist. Wir sollten allen Zeit geben, es in Ruhe zu lesen und ihre Meinung zu äußern.

  • ja, ich denke auch das ist gut so. Wir müssen andererseits aufpassen dass wir nicht alle immer nur Rücksicht aufeinander nehmen, denn dann ist das Risiko gross dass am Ende keiner so wirklich zufrieden ist, und schliesslich kritisieren hier nicht alle eine einzelne Person, sondern jeder kommt an die Reihe, in dem Sinne sollte man den Kommentar auch nicht zu persönlich nehmen ;) . Und es ist halt doch noch ein ziemliches Stück dass wir durchzuackern haben, deshalb dachte ich frage ich Mal ob hier überhaupt noch jemand ist. Das schreiben hat ja allen viel Spass gemacht, aber damit ist die Sache halt lange noch nicht fertig, und es wär ja schade wenn das jetzt plötzlich hängen bleibt

    -- Meerjungfrau und Begleiterin der Renelde und ihrer Crew --

  • *aufKalenderschiel* Es sind 11 Tage vergangen, ohne dass sich auch nur jemand zu dem Thema geäussert hätte. Alle Sprecher werden aufgefordert die Rollen zu verteilen, aber dann sollten wir auch dafür sorgen, dass es etwas zu sprechen gibt... Ich habe Verständnis wenn ihr Stress habt, ich habe das auch, und habe auch nicht die Zeit mich stundenlang durchs Skript zu wälzen, aber wir sollten die Sache am laufen halten, wenn es einfriert kommen wir nie vom Fleck. Sogar wenn es jeden Tag nur ein Satz ist, wir sollten voran kommen...

    -- Meerjungfrau und Begleiterin der Renelde und ihrer Crew --

  • OK, du hast ja recht. Ich wollte eigentlich noch Zeit geben, bis das Wochenende rum ist, aber von mir aus kann es auch gerne weitergehen.
    Hättest du Lust, schon mal weiterzumachen?
    Nimm dir den Brief her und ändere das ab, was wir schon besprochen haben (im wesentlichen ja wir beide ;)). Dann sehen wir weiter.
    (Wenn du nicht magst oder keine Zeit hast, gucke ich mal, daß ich mich morgen darum kümmere.)

  • okay, ich mache mich gleich Mal darüber her. Werde das dann voraussichtlich erst morgen posten. Und die anderen können ja dann noch sagen, was sie von den Änderungen halten, vor allem jene die die betreffende Szene geschrieben haben (müsste jetzt nachschauen wer das war).
    Und was das Wochenende betrifft: ich dachte genau andersrum und hoffte die Leute dazu ermutigen zu können, den Sonntag zu nutzen um sich damit zu beschäftigen ;)

    -- Meerjungfrau und Begleiterin der Renelde und ihrer Crew --

  • so, hier Mal der erste Teil, bis und mit dem Brief des fathers. Habe Mal alles rausgenommen/geändert was mir zu kompliziert erschien für einen Viertklässler


    -- Meerjungfrau und Begleiterin der Renelde und ihrer Crew --

  • ich habs mir jetzt (nachdem ich das mal wieder verschlampte Passwort wieder rausgekramt hab *gg*) auch mal ganz genau durchgelesen.
    Im Prinzip finde ich es schon super! Also ein ganz großes Lob an Euch!


    Die von Euch genannten sachen hätte ich jetzt auch angesprochen, und zudem noch eine Sache... die Szenenübergänge sind nicht so gut... sie wirken so abgehackt... zum beispiel am Ende von der Szene wo Margaret ihren Brief liest....


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    Ja, es stimmt, ich komme den Menschen, die wir behandeln, sehr nahe, und manchmal gibt es sogar Patienten, so wie diesen jungen Soldaten, die ich wahrscheinlich niemals vergessen werde.
    Erzähler. Zurück zum Sumpf, wo Winchester sich dazu herabgelassen hat, ebenfalls einen Brief zu beantworten. Doch wie es sich für einen Winchester gehört, antwortet er natürlich nicht in der einfachen, allseits gebräuchlichen Methode des Schreibens. Nein, er hält seine Antwort auf Tonband fest.


    ich finde da sollte der Erzähler noch die vorherige Szene beenden... sprich irgendwie sowas wie "gedankenverloren blickte sie auf den Brief während sie den Stift sinken lies...." oder irgendwie sowas... nicht brief zuende und dann direkt danach "zurück im sumpf..." der brief muss wirken...
    versteht ihr, was ich mein?
    und das ist bei den meisten szenen so...

  • hm, ja, das ist sicher ein gutes Stichwort, darauf sollten wir achten, vor allem wenn wir die Szenen jetzt auch wieder einzeln bearbeiten

    -- Meerjungfrau und Begleiterin der Renelde und ihrer Crew --

  • naja, ich sage mal so, die übergänge kann man dann quasi als letzten Schritt machen, wenn die einzelnen Teile fertig sind. Dann setzen wir sie, wie im obigen Beispiel, zusammen, und schreiben die Erzählertexte dann so, dass ein fließender Übergang entsteht ;)

  • @ Ayiana: Hast du bei den Dialogen auch was geändert außer dem einen Satz vor Beginn des Briefes oder nur den Brief selber?
    Letzter ist in meinen Augen so in Ordnung.


    Gudulas Einwand ist natürlich mehr als berechtigt. Von daher ist es ja doch ganz gut, daß wir mal alles hintereinander weg haben.
    Die Einteilung in Szenen war am Anfang ja auch dafür gedacht, daß wir den Text besser auf die verschiedenen Schreiber aufteilen konnten. Jetzt ist das eigentlich hinfällig und wir sollten das Skript als ganzes betrachten.


    Jetzt zum nächsten Schritt.
    Der nächste Übergang ist m.E. schon ganz gut, hier werden nämlich zunächst noch zwei Sätze zu Mulcahy gesagt, bevor es in den Sumpf geht.
    Dann kommt wieder eine Dialog-Szene, an der nicht geändert werden muß.
    Der Szenenwechsel zu Klinger ist dafür dann etwas abrupt. Hier sollte vielleicht auch etwas eingefügt werden. Etwa in der Art

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    Pierce. Der kleine Kerl hier hat genau den Nerv getroffen. Wir haben viele wieder an die Front geschickt und dann wurden sie getötet. – Was soll ich dem schreiben?
    Erzähler. Während im Sumpf Pierce weiter darüber nachgrübelt, welche Antwort er dem kleinen Ronnie schreiben soll, hat sich auch Klinger sich in seine Gemächer – das Büro des Kompanie-Sekretärs – zurückgezogen. Er findet sich, nachdem er das Messezelt verlassen hat, an seiner Schreibmaschine wieder, an der er gerade die Antwort auf einen Brief verfaßt hat. Er nimmt das Blatt aus der Maschine und beginnt, den Antwortbrief noch einmal durchzulesen.


    edit: Jetzt ist Gudu mir zuvorgekommen. Naja, ist vielleicht gar keine schlechte Idee, die Übergänge zu bearbeiten, wenn die Briefe selber so weit fertig sind.
    Ich kann mir ja dann mal den nächsten Brief, den von Klinger, vornehmen.

  • hört sich schonmal sehr gut an, Sarah! Ich denk, den rest muss dann der Erzähler mit Betonungen regeln. Ich binnens jespaant wie es zum schluss wirkt

  • Sarah : ich hab eigentlich nur den Brief geändert, und dann noch den Erzählertext unmittelbar davor eingefügt, mehr nicht. Ich denke mir den Übergängen können wir es nehmen wies kommt, wenn sich das beim ersten Durchgang schon ergibt ist schön, und ansonsten müssen wir es ganz am Schluss eh nochmals von Vorne bis HInten durchlesen, ich denke das ergibt sich dann von selbst. Ich werde mich auch Mal über den zweiten Teil beugen, und Mal suchen ob mir was auffällt


    edit: falsch, den Teil überlasse ich dir, den hab ich ja selbst geschrieben :D Da hatten wir ja schon die Sache mit dem Aktenschrank angesprochen, und ansonsten bin ich gespannt was ihr findet ;)


    ach ja, und Gudu, ich glaube gespannt sind wir alle *g* ;)

    -- Meerjungfrau und Begleiterin der Renelde und ihrer Crew --

    Edited 2 times, last by Ayiana ().

  • Na, und ich erst!


    Ja, natürlich hängt noch viel davon ab, wie es dann tatsächlich gesprochen wird. Was sich ein bißchen langweilig liest, kann richtig gut werden, wenn es richtig betont wird. Und unsere Sprecher sollen ja auch ein bißchen was leisten. ;)


    Ich hatte ja auch zu Anfang bei (fast) jedem in Klammern dahinter geschrieben, wie es zu sprechen ist, habe das aber inzwischen wieder rausgenommen, weil es beim Lesen ungeheuer stört und die Sprecher sich ja auch die Folge ansehen können, damit sie wissen, wie es gemeint ist.

  • ja, ich denke das sollten wir sowieso allen nahe legen, dass sie sich die Folge ansehen, und vor allem auf ihre Rolle achten, damit der Charakter der Person und die Stimmung wirklich gut rüberkommt. Aber ich denke das wird kein Problem sein. Und vielleicht können wir ja auch Mal von jeder Stimme ne Protoversion hören, bevor geschnibbelt wird, nicht dass dann irgendwo ein wichtiger Stimmungsausschnitt verloren geht oder so, das wäre schade. aber ich denke das ergibt sich wenns so weit ist

    -- Meerjungfrau und Begleiterin der Renelde und ihrer Crew --

  • Und weiter geht’s.

    Den Absatz mit der Schublade und dem Regen habe ich mal ganz rausgenommen.
    Die Passage mit „Romeo und Mercutio“ habe ich geändert wie angekündigt (siehe oben, Eröffnungsbeitrag).
    Alles andere waren nur kleinere Änderungen, ein paar Umformulierungen. Nach dem Querschäger habe ich mal noch einen Satz in Klammern eingebaut, weil ich glaube nicht, daß ein Viertklässer weiß, was ein Querschläger ist (ich hoffe mal, das weiß er nicht).

  • also ich finds gut so!
    Ausser dass du beim ersten Erzählertext ein "sich" zu viel drin hast. Ist wohl am einfachsten wenn du das direkt in diesem Posting editierst

    -- Meerjungfrau und Begleiterin der Renelde und ihrer Crew --