Illegale Kampfhundzucht

  • Das ZDFMagazin Frontal21 berichtet über illegale Kampfhundzuchten in Brandenburg. Teilweise werde die Tiere ganz ungeniert annonciert...


    Mir ist als erstes in den Sinn gekommen, das immer, wenn man etwas verbeitet einen Schwarzmarkt sschafft und auch dann die Kontrolle verlieren kann. (Hier könnte man jetzt die Brücke zu Drogen und NPD schlagen)


    Aber was denkt Ihr? Muß man jetzt Angst haben, das Kampfhunde noch gefährlicher werden, weil die Menschen, die diese jetzt kaufen wohl erst recht nicht wissen, was für ein Schätzchen sie da haben?



    BCAW

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    Geh in den Schuppen und schnitz was.

  • 8o Wie, die Leute haben das Tier öffentlich als abgerichteten Kampfhund verkauft??


    Ich finde es sowieso soooo schlimm, was die Menschen mit den armen Tieren machen... die dann wiederum verächtet werde, weil sie so sind, wie MEnschen sie gemacht haben...


    Ja, ich denke eine erhöhteAngst ist berechtigt, denn schlimm genug ists schon einen solch abgerichteten Hund als erfahrener Hundehalter zu besitzen, aber viel schlimmer doch noch, wenndas Herrchen keine Ahnug und sich der Gefahr nicth bewußt ist... :rolleyes:

  • Gut, sie wurden als Welpen verkauft. Aber das ist glaube ich nicht weniger schlimm, da das Tier ja noch erzogen werden muß.



    "Der tut nichts. Der will nur spielen!" Wenn cih an diesen Satz und die Zeitungsberichte denke, dann bekomme ich eine Gänsehaut.



    BCAW

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    Geh in den Schuppen und schnitz was.

  • Halte ich für unwahrscheinlich, aber denkbar.
    Wer so wenig Ahnung von Hunden hat, daß er einen Kampfhund nicht auf den ersten Blick erkennt, sollte sich besser erst noch ein wenig schlau machen, bevor er sich überhaupt irgendeinen Hund zulegt.
    Ich denke, daß diese illegalen Züchter in der Hauptsache von Leuten aufgesucht werden, die sich ganz bewußt so einen Hund zulegen wollen; die Kreise, die solche Hunde bevorzugen, sind hinlänglich bekannt.
    Denn wem es vorrangig ums Tier geht und nicht darum, anderen mit so einem Hund Angst zu machen, der geht in ein Tierheim, wo es genug Kampfhunde gibt, die auf ein sachverständig-liebevolles Zuhause warten.


    Abgesehen von der Illegalität halte ich es für verantwortungslos, Tiere zu vermehren, die ohnehin schon sehr schwer vermittelbar sind.

  • Ja, aber ist es nicht eher so, das gerade bei Welpen mehr auch dieser "Mitnahmeeffekt" Auftritt?


    Jemand der sich nicht auskennt, aber die Tiere toll findet, wird eher einen Welpen nehmen als ein ausgewachsenes Tier.



    BCAW

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    Geh in den Schuppen und schnitz was.

  • Das mit Sicherheit.
    Das ist auch der Grund dafür, warum kleinwüchsige Tiere- ob es Hunde oder Pferde sind, ist egal - oft so schlecht erzogen sind.
    Weil die geringe Körpergröße einen problemlosen Umgang signalisiert, was natürlich ein Trugschluß ist.

  • Das ist meiner Meinung nach absoluter Unsinn, jeder Hund kann in den falschen Händen zu einer Kampfmaschiene werden...


    Alle sog. Kampf- bzw Listenhunde sind von Natur aus sehr ruhige, gelassene Zeitgenossen, ihre Bindung zum Menschen ist weitaus enger als die von anderen Rassen.
    Und je nach dem, wie man einen Listenhund erzieht, ist er ein genialer Zeitgenosse für Kinder und Erwachsene...


    Hierzu nur ein Beispiel(Erwin, ein Listenhund!), sollte ich das mit dem Link hinbekommen http://www.staffmaster.at/staffmasterweltmeister2004.htm


    So es hat geklappt *g*


    Meine Meinung! Es ist absoluter Unsinn, die Zucht dieser Hunde zu verbieten:
    a.) tut es immer noch jemand
    b) das was nachkommt, wird noch viel gefährlicher und unberechenbarer...(zB: Kaukasische Hütehunde, Hybriden...)

    Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du oh Mensch sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.


    Schiffsärztin der Renelde a.D

  • Und genau das ist der Knackpunkt.


    Die Argument sind wohlbekannt.


    Aber Du kannst den Menschen nicht umerziehen. Bedeutet, die Hunde bleiben eine Gefahr! Und ich will nicht Angst haben müssen, irgendwann mal Maxns oder Hannas Kopf aus einem Gebiss nicht herausbekommen zu müssen, während das Herrschen rumbölkt ich solle das Tier nicht verletzen.



    BCAW

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    Geh in den Schuppen und schnitz was.

  • Du siehst es genau richtig, Hunde (also alle Rassen!) bleiben eine Gefahr, solange es den Menschen gibt.


    Aber in dieser ganzen Massenhysterie, die in der letzten zeit herrscht, bezüglich Kampfhunden (ich hasse dieses Wort) gehen Vorfälle wie diese...


    http://www.aboutourdogs.de/hunderassen.htm


    völlig unter...ungewöhnlich oft liest man Schäferhund (die nicht zu den listenhunden gehören...) naja lest doch mal selbst...

    Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du oh Mensch sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.


    Schiffsärztin der Renelde a.D

  • Das Problem ist, das man nicht sehen kann, ob das Tier erzogen ist, oder nicht......
    Insofern tut es mir um die vielen Hunde Leid und auch um die vielen Besitzer, die mitgestraft werden. Aber solange halt nur ein einziger Mensch verletzt werden kann, muss er geschützt werden.


    Oder anders gesagt: Rassen und Handel verbieten ist nicht in Ordnung, aber solange nciht ausgeschlossen werden kann, das der Handel und der Verkauf zu Verletzungen führt, dann muß auch über dieses nachgedacht werden. Sicherlich gibt es aber auch noch andere Lösungen, die aber wohl auch am Geld scheitern würden.



    BCAW

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    Geh in den Schuppen und schnitz was.

  • Sorry, aber ich finde das Verbot insofern sinnvoll, als genug dieser armen Kreaturen unsere Tierheime bevölkern.
    Der Verein Bullterrier in Not klagt bei "Tiere suchen ein Zuhause", daß sie kaum noch wissen, wohin mit den nun mal schwer vermittelbaren Tieren.
    Wer so einen Hund möchte, geht doch eher zum Züchter, wo er ein junges Tier bekommt, als ins Tierheim, wo nicht unbedingt die Vorgeschichte des Tieres bekannt ist.
    Dadurch haben die Tierheimhunde noch geringere Chancen, zumal die Schutzgebühren gar nicht mal so niedrig sind.


    Ich bin generell gegen das Züchten (bzw. Vermehren, denn Züchten heißt Verbessern und es gehören erhebliche Kenntnisse der Genetik dazu) von Tieren, deren Lebensqualität schon von vornherein gefährdet ist und für die es genug Alternativen gibt.
    Warum, zum Geier, müssen Tiere unbedingt größer, kleiner, plüschiger, aggressiver gezüchtet werden? Nur damit wir Menschen unsere Perversionen dadurch ausleben können?
    Braucht die Natur nackte Katzen und Hunde, die durch ihre platte Nase kaum noch atmen können? Ratten ohne Schwanz, deren Bewegungsfähigkeit dadurch enorm eingeschränkt ist? (Liste beliebig erweiterbar)


    Kampfhunde haben es schwer. Sie sind keine Hunde für jedermann. Warum macht man es diesen Tieren noch schwerer, indem man noch von ihnen produziert, sie, deren Zukunft ungewiß ist.


    Ich bin für das Zuchtverbot, freilich aus anderen Gründen als der Gesetzgeber!

  • Wie oben schon gesagt wird im Grunde sind ja die "Menschen" schuld, die diese Tiere züchten bzw. ausbilden. Also mir tut´s immer wieder in der Seele weh wenn ich höre dass ein vermeintlicher Kampfhund eingeschläfert werden muss.
    Aber wo beginnt der Kampfhund und wo endet er ? Ist ein Rottweiler (ist ja eine Rasse die auch schon langgegezüchtet wird) ein Kampfhund oder nicht ? Oder wie sieht´s mit Dackeln aus, diese Hunde sind machmal ja auch "hirnlose" Wadenbeisser, die wild um sich schnappen ?

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Ich sehe das ähnlich wie Teddy.. Erstens kann ich den Begriff Kampfhund nicht leiden, denn, wenn man das möchte, dann kann man aus jedem (!) Hund eine agressive Kampfmaschine machen..


    Schaut euch bitte mal an, was in den sogenannten Schäferhundvereinen abgeht... Die brüllen ihre Tiere generell nur an, und die werden auch abgerichtet... Und das ganze wird dann verharmlost und die Zeitung schreibt nen Bericht über die tollen Erfolge...Und laufen hier einige dieser Hunde frei durch den Ort, und es wurden schon mehrere Leute gebissen....


    Meine Schwester hatte mal einen Pit-Staff-Mischling zur Pflege. Ein wirklich total süsser Kerl...Der hat bei mir im Bett gepennt und wollte eigentlich nur schmusen. An diesem Hund konnte ich kein bisschen Agressivität entdecken...


    Ich finde, solange die Tierheime so mit solchen Hunden überfüllt sind, und durch das Gesetz so hohe Auflagen existieren, wie z.b. die unverschämt hohe Steuer, solange sollte man die weitere Zucht verbieten... Dann sollte man ganz klar sagen, dass der zukünftige Besitzer einen Wesenstest machen sollte, damit halt solche Poser nicht mehr an solche Tiere kommen...


    Ich bin mir ganz sicher, solch ein Hund in lieben, erfahrenen Händen, und ihr habt einen idealen Familienhund!!


    Nur, sorry, wenn ich das hier so lese, dann sind doch auch einige dabei, die die Hunde von vornerein verurteilen , nur weil sie einer bestimmten Rasse angehören... Sorry, da wirds mir schlecht!

  • Der Begriff Kampfhund kommt allerdings nicht von ungefähr.


    Tatsache ist, Hunde wurden speziell für Hundekämpfe gezüchtet.
    Dabei wurde auf allgemeine Körperstärke, ein kräftiges Gebiß, Schmerzunempfindlichkeit und Aggressivität selektiert.
    Für die Selektion auf die letzten beiden Merkmale habe ich überhaupt kein Verständnis; für den Verwendungszweck in den Kämpfen, deren Dasein wiederum nur der Perversion der Menschen entspringt, die sich an sowas ergötzen, macht es Sinn.


    Tatsache ist, daß diese Eigenschaften der Kampfhundrassen Probleme machen können, da alle diese Rassen gleichzeitig nach einem dominanten Alpha-Tier verlangen, ansonsten übernehmen sie die Führung.


    Insofern sehe ich einen, wenn auch nur geringen Unterschied, zwischen den speziell für Kämpfe gezüchteten Hunden und anderen starken, dominanten Rassen wie Schäferhund, Rottweiler, bei denen der Beschützer- und Hütetrieb ebenfalls stark ausgeprägt ist. Jedoch wurden diese Hunde zumindest nicht in Sachen Schmerzunempfindlichkeit gezüchtet.
    Jedoch macht es keinen Unterschied, ob ein Kind von einem anerkannten Kampfhund oder einem Schäferhund oder Rottweiler angefallen wird.


    Schlecht erzogene Tiere sind in jedem Fall eine Gefahr, da z.B. auch ein kleinerer Hund ein Kind vor ein Auto zerren kann, nur weil er auf der anderen Straßenseite eine Katze oder einen anderen Hund gesehen hat.


    Die Tiere an sich sind nie das Problem, das ist immer der Mensch, entweder mit Absicht oder aus Gedankenlosigkeit.

  • Quote

    Original von Tomcat
    [...]
    Nur, sorry, wenn ich das hier so lese, dann sind doch auch einige dabei, die die Hunde von vornerein verurteilen , nur weil sie einer bestimmten Rasse angehören... Sorry, da wirds mir schlecht!


    Ja! Hier!


    Weil die keinen Schild um den Hals haben "guter Hund" "Schlechter Hund" und mir die heilen Gliedmasen meiner 5 jährigen wichtiger ist, als jeder Hund dieser Welt ;)


    Aus diesem grund werde sie nach dem aussehen von mir beurteilt und wenn das Raster passt, dann wird ein ganz großer Bogen gemacht!

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    Geh in den Schuppen und schnitz was.

  • Also so gesehen muss ich Michael auch recht geben, ich mein´jeder der einen Hund hält muss auch ein gewisses Verantwortungsgefühl haben, ob´ jetzt ein Tier der Kampfhundrassen angehört oder nicht. Ich hatte als unser Chico noch lebte (ein Schäferhund) auch mal öfters Streit mit meinem vater, weil der wenn er mit ihm Gassi ging auch in der Innenstadt ihn nicht an die Leine nahm, finde ich unmöglich sowas. (Auch wenn´s ein lieber Hund war.)
    Einmal war ich ja selbst erschreckt, ging mit ihm (also dem Hund) durch die Stadt auf einmal stürmt ein Kind auf uns zu, freudig am rufen "Wauwi, Wauwi". Die Eltern bekommen bald einen Herzinfarkt (weil hinzukam noch, dass ich Tarnhosen, Stiefel und einen bunten Iro trug - ist ja auch nicht unbedingt vertrauensentwickelnd), na ja, ich nahm Chico kurz, aber er wusste auch nicht so recht was da auf ihn zukam (er versteckte sich hinter meinen Beinen), gut das Kind rannte auch nicht weiter die Eltern kamen hinzu und das Kind durfte ihn streicheln, war auch ganz gut so, weil ich denke Kindern generell dazu anzuhalten Angst vor Hunden zu haben ist auch nicht so das Wahre.
    Ich mein´ich sah einmal wie Chico reagierte als ich an einem Strassenlokal vorbei lief und irgendwelche nazispacken nette Sachen riefen wie "Zecke verrecke" "Geh´doch nach Auschwitz) usw. der Hund reagierte recht renitant, hätte ich ihn nicht an der Leine gehabt er wäre wohl auf die losgestürmt... (wäre zwar auch nicht unbedingt Schade drum gewesen...).

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Ok, ihr geht nach dem Aussehen... Unser Hund, Smokey, ist ein Australian Shepherd, also ein Hütehund, er ist gross, kräftig, schwarz, wiegt gut 35kg und hat ein respektables Gebiss....
    Und er hat noch nie gebissen!! Würdet ihr vor ihm auch einen Bogen machen, nur Aufgrund seines Äusseren?


    Würdet ihr vor einem Menschen einen Bogen machen, nur weil er vielleicht etwas zerlottert rumläuft? Vielleicht aber euer bester Kumpel sein könnte...


    Jetzt mal ehrlich, irgendwo kann ich ja eure Sorge verstehn, aber dann müsstet ihr vor jedem Hund nen Bogen machen, weil die kleinen oft giftiger sind als die grossen...


    Vielleicht solltet ihr euch Familienhunde anschaffen, damit ihr und eure Kids den richtigen Umgang mit Hunden lernen, denn oft werden Leute gebissen, weil sie aus Furcht die Hände nach oben reissen, schreiend wegrennen, usw.. Der Hund versteht das dann entweder als angriff oder als Aufforderung zum spiel...


    Denkt mal drüber nach!!