Legalisierung von Marihuana

  • Hab gerade was Interessantes in den (Un-)Weiten des Internets gefunden. Auf www.cannamail.de.vu kann man einen Brief unterschreiben, der an die Bundesdrogenbeauftragte Marion Caspers-Merk geschickt werden soll (ist natürlich nur was für die Befürworter einer Drogenreform). Darin wird geschildert, inwieweit die deutsche Drogenpolitik einerseits gegen das Grundgesetz verstößt und warum sie andererseits sowieso als gescheitert betrachtet werden kann.


    MfG Semsemnamm

  • Haschisch legal?
    Grüne wollen Modellversuch für Cannabisverkauf
    Von Anke Engelmann

    »Ruhestörender Lärm« führte gestern in Friedrichshain-Kreuzberg zu 1500 Cannabis-Pflanzen. Polizisten trafen in einer Wohnung überraschend auf diese Gewächse und weiterführende Hinweise. Die gab es auch im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Er beriet am Donnerstag in einer Anhörung über Anträge von Bündnisgrünen und FDP über »neue Wege in der Berliner Drogenpolitik«.
    Nach den Vorstellungen der Grünen soll in der Hauptstadt künftig der Besitz von bis zu 30 Gramm Cannabis straffrei sein. Außerdem wollen die Bündnisgrünen in einem Modellversuch den »Verkauf von Cannabis in ausgesuchten Geschäften« einführen, wie es in ihrer Erklärung heißt.
    Die FDP geht sogar noch weiter und fordert auf Bundesebene eine »Änderung des Betäubungsmittelgesetzes« insofern, als Cannabis und Cannabisprodukte aus dem Artikel1 vollständig gestrichen werden sollen, erklärte gestern der Abgeordnete Martin Matz (FDP). Cannabis müsse dabei mit Alkohol und Tabak gleichgesetzt werden. Endlich müsse ein pragmatischer Umgang mit der so genannten weichen Droge gefunden werden, forderte Matz und erklärte die Prohibitionspolitik der letzten Jahre für »gescheitert«.
    Die Sitzung des Abgeordnetenhauses war gut besucht. Immer wieder musste die Vorsitzende die Anwesenden ermahnen, sich entsprechend der Hausordnung zu verhalten, nicht zu applaudieren oder sich während der Redebeiträge demonstrativ lautstark zu unterhalten. Über dergleichen lautes Gerede durch die CDU beklagte sich der als Sachverständige geladene Richter Andreas Müller vom Amtsgericht Bernau, der eine Klage beim Bundesverfassungsgericht eingeleitet hat, weil »die Kriminalisierung von Cannabis in der gegenwärtigen Form verfassungswidrig« sei.
    Professor Dieter Kleiber, Psychologe von der Freien Universität Berlin stellte klar, dass die Mär von der ständig steigenden Zahl von Haschisch-Konsumenten »statistisch nicht gesichert ist«. Auch sei Haschisch keine Einstiegsdroge, weil viele Jugendliche ihren Konsum nach mehreren Versuchen wieder einstellten. Nahezu übereinstimmend kamen drei der vier Experten zu dem Ergebnis, dass ein Jugendschutz in der augenblicklichen Form nicht möglich sei und befürworteten eine kontrollierte Abgabe. Anders die CDU-Fraktion. Sie forderte, auf den Modellversuch zu verzichten. Es sei hinlänglich bekannt, dass »Cannabis die Gesundheit nachhaltig schädige« und »mit zu den gefährlichsten Drogen hierzulande« gehöre.
    Skeptisch betrachtet die PDS den Vorstoß der Grünen, eine kontrollierten Abgabe von Marihuana einzuführen. So bezeichnete die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses Steffi Schulze (PDS) dem ND gegenüber den Vorstoß der Grünen zum Modellversuch als »problematisch«. Die erste Aufgabe des Landes sei die »Förderung der Prävention«, kritisierte sie. Vorrangig dafür sollten die finanziellen Mittel eingesetzt werden.
    Der Koalitionsvertrag zwischen SPD und PDS legt für die Regierungsparteien »eine moderne und wirksame Drogenpolitik« in der Hauptstadt fest. Dazu gehört auch die Prüfung, »inwieweit der Besitz einer für den Eigenverbrauch bestimmten geringen Menge« sowie »die Abgabe geringer Mengen weicher Drogen entkriminalisiert« werden können. Es sei zu erwarten, dass eine »breite Koalition« einer weitgehenden Freigabe von Cannabis zustimmen wird, meinte bereits im Vorfeld Roswitha Steinbrenner, Sprecherin der Gesundheitssenatorin Heidi Knake-Werner (PDS). Nun seien die Parlamentarier gefragt, damit endlich eine bundeseinheitliche Regelung gefunden werden könne. Eine endgültige Entscheidung über Freigabe und Modellversuch falle jedoch erst in etwa vier Wochen, erläuterte Elfi Jantzen, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion der Bündnisgrünen. Zunächst müssen die »rechtlichen und landesrechtlichen Möglichkeiten« einer kontrollierten Abgabe geprüft werden.
    [ND, 9.1.2004]


    Quelle: http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=47118&IDC=5

  • Semsemnamm, ich frag mich nur, wann es mal gut ist mit dem Thema.
    Ich dachte allen Ernstes, dass wir das jetzt "lang genug" beredet haben.
    So ziemlich jeder hat seine Meinung dazu kundgetan.
    Warum schickst Du nicht einfach Deine neuen Berichte zu dem Thema den Leuten, die es interessiert als PN?


    Grüße,
    Gudula

  • Ich dachte nur, daß das noch irgendwie dazu gehört, vor allem, weil es vielleicht endlich die zumindest von mir ersehnte Wende in der deutschen Drogenpolitik einleitet. Leute, die das Thema nicht oder nicht mehr interessiert, brauchen es ja auch einfach nicht zu lesen. Aber vielleicht interessiert es ja doch den einen oder anderen. Das ist wie bei einer Zeitung: Was ich lesen will, lese ich, was nicht, das ignoriere ich.


    MfG Semsemnamm

  • Es ist doch nicht das erstemal, daß "alte" Threads durch irgendjemanden wieder ausgebuddelt wurden.
    Dieses Recht muß für alle gelten.
    Wenn Leute hier meinen, das Thema sei für sie erledigt, muß das auch nicht heißen, daß andere das genauso sehen.

  • Was ja auch in Ordnung ist. Irgendwie habt Ihr ja beide Recht, den einen hängst halt raus, die Anderen wollen mehr Informationen.
    Und im Prinzip steht es jedem frei diesen Thread zu lesen, oder nicht.



    BCAW

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    Geh in den Schuppen und schnitz was.

  • Quote

    Bei Besitz von bis zu 15g Cannabis zum Eigenkonsum sollen künftig alle Ermittlungsverfahren in Berlin eingestellt werden. Den von den Grünen und der FDP vorgeschlagenen Modellversuch zur staatlich kontrollierten Abgabe von Cannabis an Erwachsene will die Koalition aus SPD und PDS jedoch nicht mittragen.


    Quelle: http://www.cannabislegal.de/neu/index.htm#2004-02-27-be


    Eigentlich ein bißchen schade, finde ich, gerade von der PDS habe ich ein bißchen mehr erwartet. Schließlich ist die PDS eine der am meisten für die Legalisierung argumentierenden Parteien.


    Ein Modellversuch wäre DIE Gelegenheit gewesen, herauszufinden, wie sich der Konsum von Cannabis durch eine Legalisierung, oder sagen wir mal Entkriminalisierung, verändern würde. Gleichzeitig wäre es DIE Möglichkeit, eventuelle finanzielle Vorteile für den Staat explizit festzustellen. Schätzungen diesbezüglich habe ich schon mal gelesen:


    Quote

    Bei einer Regulierung des Cannabismarktes ist ein Steuervolumen durch direkte Cannabissteuern und Umsatzsteuer von mindestens ca. 530 Mio. € pro Jahr zu erwarten. Auch erheblich höhere Einnahmen scheinen nicht unrealistisch.
    Durch die dafür notwendige Legalisierung von Cannabis würde der Staat von ca. 1 Mrd. € an jährlichen Repressionskosten ca. 500 Mio. € einsparen und Kapazitäten für die Verfolgung anderer Straftaten bzw. für die Erhöhung der öffentlichen Sicherheit freimachen.
    Durch weitere wirtschaftliche Auswirkungen sind mindestens 13.500 neue Arbeitsplätze und mindestens 200 Mio. € pro Jahr für die Staatskassen (Einkommensteuer und Sozialversicherungen) zu erwarten.
    Wie oben aufgeführt ziehen wir von diesen insgesamt 1.23 Mrd. € 20 % ab.


    Selbst bei sehr vorsichtigen Schätzungen und Annahmen kann man davon ausgehen, dass bei einer Cannabislegalisierung mindestens 984 Mio. € pro Jahr direkt in die Staatskassen fließen. Ein Vielfaches davon scheint wahrscheinlich.


    Quelle: http://www.cannabislegal.de/politik/dhv-zahlen.htm


    Auf der verlinkten Seite ist auch nachvollziehbar, wie man zu diesen Zahlen gelangt ist. Das hier zitierte ist "nur" die Zusammenfassung.


    Auf jeden Fall hätte man durch diesen Modellversuch zumindest am Beispiel Berlin konkrete Zahlen sammeln können.


    MfG Semsemnamm

  • Ich finde wenn man Cannabis legalisieren würde könnten die Leute sich damit abspannen und würden dann nicht so viel Scheiß anstellen.
    Viele Verbrechen passieren, weil es in Deutschland keine Möglichkeit gibt sich mal abzureagieren. (Alles ist illegal) Da käme doch so eine bestimmung gut an oder?


    Imperator (Mit der Macht des Grases)

  • Ich möchte nun, da ich alle Fakten genauestens studiert habe, und mir ein eigenes nicht von dritten beeinflusstes Urteil gebildet habe (Ironie muss sein) hier auch meinen Senf dazugeben.


    Quote

    Dafür gibt's ja die Möglichkeit des holländischen Modells - Konsum nur an speziell dafür vorgesehenen Plätzen (Coffee-Shops) oder bei sich zu Hause - in Holland ist Konsum in aller Öffentlichkeit auch verboten.
    Es ist klar, daß Cannabis nicht frei verkauft werden darf. Cannabis sollte meiner Meinung nach apothekenpflichtig sein.


    Warum denn das, wenn es so harmlos ist


    Quote

    Alkohol ist weit gefährlicher als Cannabis, das ist inzwischen bewiesen! Wenn Cannabis verboten ist, dann müßte es Alkohol erst recht sein - ständig müssen Menschen sterben, weil irgend so ein Typ im absoluten Alkohol-Vollrausch total durchdreht, oder sich einfach nur in ein Auto setzt und mit 2,5 Promille sämtliche Fußgänger ummäht.


    Dem stimme ich zu, es sollte alles verboten werden, Kaffee, Alkohol und Tabak


    Quote

    Untersuchungen haben gezeigt, dass Marihuana die Nebenwirkungen von medizinischen Behandlungen, wie z.B. bei einer Chemotherapie lindern kann. Das dazu einzusetzen, finde ich in Ordnung, aber nicht damit sich irgendwelche Junkies das letzt bisschen Hirn ausräuchern


    Da ist nichts gegen einzuwenden. Morphium z.B. wird auch in der Medizin eingesetzt, aber versucht doch mal es in der Apotheke zu kaufen, weil ihr euch ein schönes Wochenende machen wollt ;o)


    Quote

    Ich glaube, das erste Mal Kiffen überzeugt viele davon, es wieder sein zu lassen. Wenn man es dann aber erst mehrmals getan hat, findet man Gefallen daran...


    Genau das ist das hinterlistige daran, genau wie bei Zigaretten.
    Bäh, das ist ja so scheusslich, da kann ich ja leicht wieder aufhören. und dann ist es meist schon zu spät Psychische Abhängigkeit lässt mich z.B. des Nachts bei Eis und Schnee zum nächsten Zigarettenautomaten fahren.

    Quote

    Darüber hinaus wäre eine Besteuerung von Marihuana sicher nicht schlecht, um die Staatskassen wenigstens ein bißchen zu füllen. Außerdem würde eine neue Industrie entstehen, die Arbeitsplätze schafft.


    Wenn es so einfach wäre. Also ob alle, die es bis jetzt illegal vertickt haben sich dann nen Gewerbeschein besorgen und Mehrwertsteuer und Canabissteuer abführen, oder es sogar ganz sein lassen, wenn es in Apotheken erhältlich ist. Momentan ist es ja verboten, trotzdem wird erfolgreich geschmuggelt, was sollte eine Legalisierung daran ändern? Und wer geht dann noch in die Apotheke, bezahlt meinetwegen das 3 Fache wegen der Steuer anstatt wie gehabt es vom Dealer seines Vertrauens zu beziehen.


    Quote

    Tatsache ist, daß die meisten Heroinabhängigen früher mal Cannabis kosumiert haben, aber der gewöhnliche Kiffer wird nicht gleich harte Drogen nehmen.


    Richtig, als Einstiegsdroge würde ich es nicht bezeichnen.

    Quote

    Außerdem würde genau dieses Problem durch eine Legalisierung zusätzlich außer Kraft gesetzt. Der Kiffer kommt nur an harte Drogen ran, weil der Dealer, bei dem er es kauft, meist auch harte Drogen hat und ihm diese anbietet


    Das Problem wird sich durch Legalisierung auch nicht lösen, siehe oben mit der Industrie


    Anmerkung:
    Ich habe die Zitate zufällig ausgewählt, und möchte mit meinen Kommentaren niemanden nahe treten. Mir ist klar, dass jedes Argument wiederlegt werden kann, sei es für oder gegen die Legalisierung.
    Ich bin gefühlsmässig dagegen, Substanzen jeglicher Art die Menschen auf welche Art auch immer Abhängig machen können zu legalisieren. vor allem aus kommerziellen Gründen. Mir ist auch klar, dass man Alkohol und Tabak nicht mehr verbieten kann, aber es wär mir lieber nie von diesen Dingen erfahren zu haben.
    Heute ist es Canabis, morgen vielleicht Kokain, es lassen sich bestimmt viele Argumente dafür finden, rein Pflanzlich, die Ureinwohner Columbiens nehmen es schon seit Uhrzeiten usw....


    ...dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen und dieses ist:
    Sein, Wissen und Glückseligkeit

    Yoga Weisheit

  • Quote

    Original von DerEiserneOberscht


    Warum denn das, wenn es so harmlos ist


    Damit eine gewisse Alterskontrolle gewährleistet werden kann. Es soll ja schließlich nicht jeder 14jährige Cannabis kaufen können.


    Quote


    Dem stimme ich zu, es sollte alles verboten werden, Kaffee, Alkohol und Tabak


    Ja klar, und am besten auch Schokolade und Fernsehen. ALLES kann süchtig machen, woran man Spaß finden kann. Es kommt immer auf die Menge an. Auch Autofahren - soll das jetzt auch verboten werden? Dann viel Spaß.


    Quote


    Da ist nichts gegen einzuwenden. Morphium z.B. wird auch in der Medizin eingesetzt, aber versucht doch mal es in der Apotheke zu kaufen, weil ihr euch ein schönes Wochenende machen wollt ;o)


    Seit wann kann man denn Morphium mit Cannabis gleichsetzen?


    Quote


    Wenn es so einfach wäre. Also ob alle, die es bis jetzt illegal vertickt haben sich dann nen Gewerbeschein besorgen und Mehrwertsteuer und Canabissteuer abführen, oder es sogar ganz sein lassen, wenn es in Apotheken erhältlich ist. Momentan ist es ja verboten, trotzdem wird erfolgreich geschmuggelt, was sollte eine Legalisierung daran ändern? Und wer geht dann noch in die Apotheke, bezahlt meinetwegen das 3 Fache wegen der Steuer anstatt wie gehabt es vom Dealer seines Vertrauens zu beziehen.


    Natürlich ist das nicht so einfach. Aber die Dealer werden es doch ein bißchen schwerer haben, ihr Zeug zu verticken, wenn man es stattdessen auch legal kaufen kann, noch dazu in einer besseren Qualität (da staatlich kontrollierter Anbau) und zum selben Preis. Wegen der Steuer wird nämlich das Zeug nicht gleich das Dreifache kosten. Fahr mal nach Holland, dort sind die Preise in etwa dieselben wie hier auf dem Schwarzmarkt. Und obendrein können durch die zusätzlich eingenommenen Gelder (und durch die eingesparten zwecks weniger Gerichtsverhandlungen) die illegalen Dealer effektiver bekämpft werden.


    Quote


    Richtig, als Einstiegsdroge würde ich es nicht bezeichnen.


    Weil's auch nicht stimmt. Hat sogar das Bundesverfassungsgericht bestätigt.


    Quote


    Das Problem wird sich durch Legalisierung auch nicht lösen, siehe oben mit der Industrie


    Doch, das Problem wird durch eine Legalisierung gelöst, wie man in Holland sieht. Ich habe es schon mehrfach erwähnt, daß in Holland mit der Legalisierung der Konsum sämtlicher, harter wie weicher Drogen, zurückgegangen ist (nur mal so nebenbei: Das Land Holland hat absolut weniger Cannabiskonsumenten als die Stadt Berlin!). Daß weniger harte Drogen konsumiert werden, liegt schlichtweg daran, daß die Märkte für harte und weiche Drogen durch eine Legalisierung getrennt werden. Der kleine Kiffer, der nichts anderes will als sein Gras, kriegt im Coffeshop auch nichts anderes angeboten, im Gegensatz zum örtlichen Dealer, der meist auch diese ganze Chemie-Scheiße im Angebot hat.


    Quote

    Heute ist es Canabis, morgen vielleicht Kokain, es lassen sich bestimmt viele Argumente dafür finden, rein Pflanzlich, die Ureinwohner Columbiens nehmen es schon seit Uhrzeiten usw....


    Das ist ein Schuß ins Knie. Kokain ist nicht rein pflanzlich. Es wird zwar aus der Coca-Pflanze hergestellt, die auch ca. 70% des Kokains ausmacht. Aber die restlichen 30% sind pure Chemie. Das ist bei Cannabis definitiv nicht der Fall. Gras z.B. ist die reine Blüte der Pflanze - unverändert, wohlgemerkt. Und Haschisch ist, wenn es nicht gestreckt wird (was bei legalem Verkauf auch nicht passieren würde) auch nur das daraus herausgepreßte Harz.


    Sieh dich mal auf der Seite http://www.cannabislegal.de um. Dort finden sich Zahlen und Fakten zur Cannabislegalisierung. Wie man zu den Zahlen (die ich auch weiter oben gepostet habe) kommt, ist dort auch gut nachvollziehbar.


    Nix für ungut, falls ich dir hier auf den Schlips getreten bin, tut es mir leid. Ich möchte niemandem meine Meinung aufzwingen, ich möchte nur informieren und zum Nachdenken anregen. Übrigens haben nach Holland mehrere Länder den Cannabiskonsum zumindest liberalisiert. Die Schweiz z.B. benutzt dasselbe Modell wie Holland, Großbritannien hat Ende letzten Jahres Cannabis in die am geringsten zu bestrafende Stufe ihres BtmG gesetzt (das ist die Stufe für rezeptpflichtige Arzneimittel). Und auch Kanada wollte Cannabis zumindest für medizinische Zwecke freigeben.


    MfG Semsemnamm

  • Kein Thema,
    wenn 2 einer Meinung sind, ist einer überflüssig ;o)


    Ich kenne die Seiten der Cannabis Befürworter, die Argumente sind wohl durchdacht.


    Ich halte es jedoch dennoch für bedenklich, "Genussmittel" jeder Art aus kommerziellen Gründen zu legalisieren.


    ...dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen und dieses ist:
    Sein, Wissen und Glückseligkeit

    Yoga Weisheit

  • Sagen wirs mal so. Alkohol und Zigaretten sind legal obwohl sie die viel schlimmeren Drogen sind auserdem sterben an den Folgen des Konsums von Alkohol und Zigaretten jedes Jahr 100erte von Leuten auf der ganzen Welt. Wieviel Leute starben nach dem Genuss von MJ????
    hmmmmm, lasst mich mal überlegen......KEINER!!!!!!!!
    Und lasst es mich in ein Zeitrahmen zusammenfassen: JEMALS!!!!!!!!

    ....but figure B can´t keep his hands off of figure D because she´s got such a great figure.


    Don´t ask: "What can I do for my country". Ask: "What´s for lunch!"


  • Quelle: http://www.cannabislegal.de/cln/cln157.htm#6


    Am interessantesten finde ich ja die Bemerkung, daß sich Vertreter mehrerer Regierungen empört zeigten, daß ein Kritiker zu der Konferenz zugelassen worden war. Da sieht man mal wieder, wie ernst es mit unserer "Demokratie" wirklich ist.


    MfG Semsemnamm

  • *mal wieder den alten Thread ausgrab und Staub runterpust*


    Ich habe mal wieder zwei interessante Artikel gefunden, die sowohl für Befürworter als auch für Gegner einer Cannabisreform von Interesse sein könnten:


    Der erste Artikel beschäftigt sich mit umfassenden Tests, die in Bezug auf die Fahrtauglichkeit unter Einfluß von Cannabis gemacht wurden. Hierzu wurden zuerst Testpersonen mit verschieden hohen THC-Konzentrationen im Blut in einem Fahrsimulator, dann auf einem abgesperrten Stück Autobahn und zum Schluß auf einem für den normalen Verkehr freigegebenen Stück Autobahn getestet. Dies beinhaltete Tests zum Halten der Spur, zum Fahren in einer gleichmäßigen Geschwindigkeit und zum Folgen eines vorausfahrenden Fahrzeugs in gleichbleibendem Abstand und entsprechendem Reagieren auf dessen Aktionen (Bremsen, Beschleunigen). Fazit des Ganzen:


    Quote

    Die Auswirkungen von Marihuana auf die Fahrtüchtigkeit wurden mit denen anderer Arzneimitteln und Alkohol verglichen. Es wurde gefolgert, daß die Wirkungen von THC nach Dosierungen von mehr als 300 :g/kg nie die von Alkohol in einer BAK von 0,8 Promille übersteigen, und im Vergleich zu vielen Arzneimitteln keinesfalls unüblich waren. Dennoch unterscheiden sich die Wirkungen von THC qualitativ von vielen anderen Drogen. Erkenntnisse aus der vorliegenden und aus früheren Studien legen den Schluß nahe, daß, zumindest in Experimenten, Alkohol eine riskantere Fahrweise, THC jedoch eine größere Vorsicht zur Folge hat. THC scheint sich auch auf eine andere Art qualitativ von anderen Drogen zu unterscheiden: Die Konsumenten scheinen eher dazu fähig zu sein, die ungünstigen Wirkungen beim Fahren unter Drogeneinfluß zu kompensieren.


    Quelle: http://archiv.hanflobby.de/rec…c-im-strassenverkehr.html


    Im zweiten Artikel geht es um die Hintergründe des Cannabisverbots, die ja in diesem Thread schon ansatzweise angesprochen wurden. Von wirtschaftlichen Interessen (insbesondere der USA) ist die Rede, von der Rolle der UNO in diesem ganzen Verbotsspiel bis hin zu möglichen Zukunftsentwicklungen.


    Quelle: http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/pok/4382.html

  • also ich bin voll für die legalisierung von Marihuana, da ich denke, das Alkohol viel gefährlicher ist, als Hanf. Von Alkohol kann man körperlich abhängig werden, von Hanf meines wissens nach nicht.
    Na gut, fahren sollte man mit beiden Substanzen nicht.

    Ich tauche endlos durch das Meer, den Illuminaten hinterher, ich rette die Welt aus ihrer Not in einem goldenen Unterseeboot, nur ein Computer ist bei mir, er rechnet den Weltkrieg Nr. 4.

    Edited once, last by JamieOReilly ().

  • Oje, das ist aber eine Argunentation. Glaubst Du damit einen Kritiker zu überzeugen? Etwas legalisieren, weil etwas anderes Erlaubtes gefährlicher ist?


    Im Umkehrschluß müßte man dann doch sagen: Das Gefährlichere müßte auch verboten werden.



    Michael

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    Geh in den Schuppen und schnitz was.

  • @best
    Das meine ich ja damit. Diesen Irrsinn Alk zu erlauben aber Cannabis zu verbieten......In hoheren regelmäßigen Dosen ist Cannabis auch schädlich, aber wenns danach ginge, müßten sie sogar Wasser verbieten. Eine Frau hat mal ausversehen Spülmittel getrunken und in einer Giftnotrufzentrale angerufen. Die haben ihr gesagt, sie müsste viel trinken. In der Panik hat sie fast 20 l (kann mehr oder weniger sein) getrunken und ist gestorben. Aber nicht am Spülmittel.

    Ich tauche endlos durch das Meer, den Illuminaten hinterher, ich rette die Welt aus ihrer Not in einem goldenen Unterseeboot, nur ein Computer ist bei mir, er rechnet den Weltkrieg Nr. 4.

  • Wollt mich gerade dazu äußern, aber ich muss noch eben Einen zu Ende bauen!

    Der Flag-Code: "Mary war belämmert bei den Lämmern. Meier-Dödel und Dudel-Dödel fressen an Weihnachten den Baum auf. Unterschrift: Dein dich inbrünstig röchelnder Sohn, Königin Viktoria."