• Ihr fragt euch sicher, was ich damit sagen will...also kurz und bündig...


    Geht es euch vielleicht auch so, oder ging es euch mal so? Ich habe einen Beruf gelernt (Krankenschwester) aber ich kann mir absolut nicht mehr vorzustellen darin zu arbeiten (mal abgesehen von der schlechten Arbeitsmarktlage, macht es einfach keinen Spass mehr)


    Meine Berufung habe ich in der Tierpflege gefunden (arbeite da auch im Moment) und würde gerne eine entsprechenede Ausbildung machen.


    Jetzt stellt sich mir die Frage, habe ich "nur Flausen im Kopf" wie meine Mama sagt, oder soll ich es wagen!


    Habt ihr mit sowas mal Erfahrungen gemacht, was würdet ihr einem guten Freund raten, wenn er das gleiche "Problem" hätte?


    Edit: Also es soll hier nicht speziell um mich gehen, sondern dient einfach zur Orientierung für alle die, denen sich diese Frage (mal) stellt oder die sich damit beschäftigen...

    Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du oh Mensch sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.


    Schiffsärztin der Renelde a.D

    Edited once, last by radarsteddy ().

  • Hi Eva!
    Also, ich selber habe eine solche Erfahrung noch nicht gemacht, ich arbeite seit dem Studium ja auch erst seit etwa einem Jahr und kann mir zur Zeit nichts anderes vorstellen.


    Um dir einen gescheiten Rat geben zu können, habe ich erst mal noch ein paar Fragen.
    Ich habe es so verstanden, daß du eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht hast. Wie lange hast du denn in diesem Beruf gearbeitet und hast du aus eigenem Antrieb aufgehört oder – hart ausgedrückt – wurde dir gekündigt? Warum möchtest du in diesem Job nicht mehr arbeiten?
    Und wie bist du dann zur Tierpflege gekommen? Welche Stelle hast du da jetzt genau?
    Und wie würde in diesen Bereich die Ausbildung aussehen, wie lange, wo, etc?
    Und – da du das selber im Krankenhausbereich ansprichst – wie sind denn da die Jobaussichten?
    Letztendlich die Frage, die du dir natürlich stellen mußt (nicht unbedingt uns hier beantworten) ist die finanzielle.

  • Hmm


    Ich will jetzt nicht irgendwie Hoffnungen zerstörren aber Arbeit ist nun mal Arbeit und nicht Vergnügen! Keiner hat gesagt, dass Arbeit Spaß macht und nur die wenigsten finden Arbeit, die ihnen auch über längere Zeit gefällt. Wenn dir dein Beruf zur Zeit aus dem Hals raus hängt würd ich deswegen nicht alles hinschmeißen...
    Trotzdem freut es mich für dich, dass du zur Zeit anscheinend etwas gefunden hast, das dir gefällt. Versuch das einfach mal weiter zu machen und schau mal wie es dir nach ein paar Monaten noch gefällt...

  • Wenn das finanziell hinhaut noch mal eine Ausbildung zu machen, warum denn eigentlich nciht ?
    Ich mein´ bringt doch auch nichts wenn Du dann doch mal wieder als Krankenschwester ("Für immer krank möcht´ich sein, für immer krank, für immer bei der Krankenschwester..." "sing" - Goldene Zitronen), weil Du nichts anderes findest bzw. keine andere Ausbildung hast, ist das wahrscheinlich für beide Seiten nicht so toll.
    Und ich mein´ wenn Deine Geburtsdatum im Steckbrief stimmt, dann bist Du ja nach der zweiten Ausbildung auch nicht so alt...
    Oder such Dir doch einen reichen alten Mann... :D

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

    Edited once, last by Matthias ().

  • @ radarsteddy

    Quote

    Meine Berufung habe ich in der Tierpflege gefunden (arbeite da auch im Moment) und würde gerne eine entsprechenede Ausbildung machen.


    Wenn dir die Arbeit gefällt, dann denke ich gibts keinen Grund etwas anderes zu machen. Das Geld sollte zwar nicht gänzlich unwichtig sein, aber was nutzt aller finanzieller Reichtum wenn einem die Arbeit zuwider ist.


    Quote

    Jetzt stellt sich mir die Frage, habe ich "nur Flausen im Kopf" wie meine Mama sagt, oder soll ich es wagen!


    Das kann immer mal passieren, dass der vermeintliche Traumberuf dann doch nicht so das wahre ist. Ich hab auch schon hin und wieder die Berufe gewechselt ;o) aber in jedem hab ich irgendwas gelernt, was ich jetzt gut gebrauchen kann (Einzelhandelskaufmann, Monteur, Staplerfahrer, LKW Fahrer, IT Manager, Versicherungsvertreter)
    Derzeit bin ich Powerseller bei eBay und kann da irgendwie alles gebrauchen (bis aufs Stapler und LKW fahren)
    Wir sind ja nicht für die Arbeit da, die Arbeit ist für uns da, um uns unserer Bestimmung näher zu bringen.


    @ Charles

    Quote

    Ich will jetzt nicht irgendwie Hoffnungen zerstörren aber Arbeit ist nun mal Arbeit und nicht Vergnügen! Keiner hat gesagt, dass Arbeit Spaß macht und nur die wenigsten finden Arbeit, die ihnen auch über längere Zeit gefällt. Wenn dir dein Beruf zur Zeit aus dem Hals raus hängt würd ich deswegen nicht alles hinschmeißen...


    Seh ich anders, Arbeit muss in erster Linie Spass machen, denn nur so kann man sie gut erledigen. Und ich glaube auch, dass unter anderem die derzeitige Wirtschaftliche Lage darin begründet ist, viele tun ihren Job, weil sie eben müssen, und dann halt mittelmäßig bis schlecht.
    Ok, jetzt alles hinschmeissen ist auch nicht optimal, aber man kann sich z.B. mal Gedanken machen, warum einem der Beruf nicht gefällt. Es gibt da ne Geschichte von 2 Verkäufern, kurz formuliert konnte der eine die Kunden sehr gut Beraten, hatte aber große Schwierigkeiten mit der Abrechnung und dem Bestellwesen. Der andere war sehr sorgfältig was das schriftliche betraf, war aber ein schlechter Verkäufer. Die Firmenleitung entschied sich von beiden zu trennen, da kam die Idee, der eine macht nur noch den Verkauf, während der andere sich nur um Schriftlichen Angelegenheiten kümmerte (die richtigen Waren bestellen, Rechnungen schreiben etc.), so konnten beide ihr bestes geben, was auch der Firma zugute kam.


    ...dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen und dieses ist:
    Sein, Wissen und Glückseligkeit

    Yoga Weisheit

  • Hallo Eva, Du hast doch die Schwesternausbildung fertig. Also kann Dir das keiner mehr nehmen.
    Und Du bist noch so herrlich jung, dass Du wirklich noch was Neues in Angriff nehmen solltest, wenn Du Dir das wünschst. Sonst bedauerst Du womöglich Dein Leben lang, es nicht versucht zu haben.
    Vielleicht versteht Deine Mutter Dich besser, wenn Du noch eine Zeitlang da weiter arbeitest, wo Du jetzt bist, um Dir ganz sicher zu werden.
    Es sei denn, Du hast eine Ausbildungsstelle in Aussicht, wo Du schnell zugreifen musst.
    Ich wünsch Dir viel Glück bei Deiner Entscheidung :) :)

    Through early morning fog I see visions of the world to be...



  • Quote

    Original von Wyzo
    Oder such Dir doch einen reichen alten Mann... :D


    Genau! Vielleicht stellt sich ja Wyzo zur Verfügung. :P


    Aber jetzt mal im Ernst. ;)
    Ich finde, das allerwichtigste an der Arbeit ist, dass sie Spaß macht. Man verbringt damit ja im Normalfall einen Großteil seines Tages, und wer möchte schon seine Zeit mit etwas verbringen, das ihn nervt oder zu dem er sich zwingen muss?
    Vor allem wenn man so wie Du, radarstaddy, schon konkrete Vorstellungen hat, was man gerne machen möchte, sollte einen eigentlich nichts mehr davon abhalten (meine Meinung).

    Sie gehören zur Army, Frank. Wenn ich Sie anritze, bluten Sie wahrscheinlich kakifarben.
    (Henry Blake)

  • Ja,finde ich auch.
    In meinen Augen ist es schlimm,wenn man nicht Spaß hat an seiner Arbeit, weil, wie Conny ja schon sagte, bist du einen Großteil deines Lebens damit beschäftigt.
    Das wäre,als ob mein sein Leben verwirkt.

    It's like a dream you try to remember
    But it's gone
    It's just overkill


    ...



  • OK, dann mal etwas allgemeiner.
    So ein Wechsel des Berufs ist ja schon eine Entscheidung, die man nicht leichtfertig treffen sollte.
    Wichtig ist doch, sich zu fragen, warum man einen Wechsel wünscht. Ist es, weil die neue Tätigkeit einen wirklich überzeugt hat „Ja, das ist das richtige für mich“. Dann kann man die Sache mit Schwung angehen.
    Oder ist es einfach nur, weil der bisherige Beruf einem nicht mehr gefällt. Ich habe vielleicht leicht reden, ich habe in meinem kurzen Berufsleben noch keine wirklich schlechten Erfahrungen gemacht, aber Tätigkeiten, die einem nicht gefallen, oder auch Kollegen, mit denen man nicht klarkommt, hat man immer mal. In solchen Fällen reicht dann vielleicht ein Arbeitsplatz-Wechsel. Denn wenn der neue Beruf nur ein Ventil ist, um den Ärger über den alten abzulassen, dann kommt da auf Dauer auch nichts gescheites bei rum.
    Mein genereller Rat kann nur sein, sich die Sache reiflich zu überlegen und nicht übereilt und aus einer Laune heraus zu entscheiden. Und sich auch mal nach weiteren Möglichkeiten umsehen/-hören.

  • Quote

    Original von Conny


    Genau! Vielleicht stellt sich ja Wyzo zur Verfügung. :P


    Alt ja, aber reich ????? Nun wirklich nicht.

    Man kann die eigene Situation erst wirklich klären und die Ängste auflösen, wenn man sie fühlen kann, nicht aber in Diskussionen darüber. Erst dann hebt sich der Schleier, ...auf der langen Reise, die man angetreten hat.
    Alice Miller

  • Solange es finanziell möglich ist, würde ich immer dazu raten, sich weiterzubilden. Denn mal ganz allgemein betrachtet ist es in der heutigen Zeit nie schlecht mehrere Standbeine zu haben.... und viele Arbeitgeber suchen flexible Mitarbeiter ...


    Und wenn es ein großer Wunsch von dir ist, Eva, dann solltest du ihn dir auch erfüllen, damit du es später nicht bereust. Du bist wirklich noch Jung, warum solltest du nicht einfach nochmal neu durchstarten? Ich finde es sowieso fast unmöglich sich nach der Schulzeit für einen Beruf zu entscheiden, den man dann ein ganzes Leben erfüllt nachgeht. Wer das schafft, hat einfach nur großes Glück gehabt, aber die meisten Menschen orientieren sich nochmal neu oder in eine andere Richtung...


    Ich habe auch zwei abgeschlossene Berufsausbildungen und konnte meine Fachhochschulreife nachmachen ... und darüber bin ich sehr froh, denn das kann mir keiner mehr nehmen und ich kann mich viel weitgefächerter im Berufsleben umgucken ....


    Ich wünsche dir bei deiner Entscheidung viel Erfolg und hoffe doch, daß du sie uns auch mitteilst :D.

  • Hmm, ich glaube ich bin da auch so ein Beispiel für...
    Pflasterer gelernt und arbeite ja auch hin und wieder noch in dem Job, wenn das Wetter und die Auftragslage es zulassen.
    Und meine Liebe hab ich ja im Netz, im proggen gefunden.
    Es gab schon oft die Frage könnte es reichen, sich in seinen Traum zu stürzen und sich selbst verwirklichen!? Aber meist kam dann doch wieder das Gehirn, das einem sagte du hast deinen Job-du hast dort dein Geld- was ist wenn es net klappt mit deinem Traum?
    Kurz und gut, ich bleibe in meinem "geliebten" Beruf und werde diesen Schritt nicht wagen.
    Aber warum sollst du es nicht machen?
    Ich würde Für und Gegen abwiegen und dann mal sehen.

  • Wahrscheinlich kommt es auch immer auf die Lebensumstände an. Einem Single ohne Kindern wird es mir Sicherheit leichter fallen, alles hinzuschmeißen und was Neues anzufangen. Für einen Familienvater sieht das schon anders aus.


    Im Moment habe ich auch nicht so viel Spass an meiner Arbeit, aber ich habe ein Bild meiner Kinder auf dem Schreibtisch stehen, das erleichtert einem die Motivation. Hätte ich keine Kinder und einen richtig tollen Traumjob, bei dem ich Chancen sehe, mir dort eine Zukunft aufzubauen, würde ich es riskieren.

    "Ich glaube das kleine Scherzchen wurde soeben ins Fegefeuer verdammt"

  • Hey, Eva!
    Also, ich denke, wenn Du ne Ausbildungsstelle bekommen kannst, und das mit dem Verdienst auch noch so hinhaut, dass Du nicht am Hungertuch nagen musst, dann solltest Du es machen! Sofern Du danach auch ne entsprechende Stelle in aussicht hast.
    Zum Thema Krankenschwester, zum einen kann Dir die Qualifikation keiner mehr nehmen, und falls Du doch irgendwann wieder Lust hast, in dem Job zu arbeiten, und es auch mal wieder Stellen gibt, dann kannst Du das ja immer noch tun.
    Ich finde es gar nicht schlecht, wenn man mehrere Qualifikationen hat.


    Und Arbeit ist zwar nicht Vergnügen, sollte einem aber schon liegen und in sofern auch . zumindest zeitweise, Spass machen. Sich auf die Arbeit zwingen zu müssen ( hatte ich auch ne Weile), ist nix, es macht einen nur unzufrieden.

  • Hör nicht auf Deine Mama, hör auf Dein Herz!
    Probiers aus und wenn es Dir mehr Spaß macht: Tu es!


    Sicher, bei allen Berufen gibt es Sachen, die einen ankotzen. Und Du wirst auch als Tierpfleger das eine oder andere Mal fluchen. Aber man kann versuchen, einen Beruf zu erwischen, der einen liegt, anstatt sich durch einen Beruf zu schleppen, den man nicht (mehr) mag.

    Take my love.
    Take my land.
    Take me where I cannot stand.
    I don't care, I'm still free
    You can't take the sky from me

  • Hör nicht auf Deine Mama, hör auf Dein Herz!
    Probiers aus und wenn es Dir mehr Spaß macht: Tu es!


    Sicher, bei allen Berufen gibt es Sachen, die einen ankotzen. Und Du wirst auch als Tierpfleger das eine oder andere Mal fluchen. Aber man kann versuchen, einen Beruf zu erwischen, der einen liegt, anstatt sich durch einen Beruf zu schleppen, den man nicht (mehr) mag.

    Take my love.
    Take my land.
    Take me where I cannot stand.
    I don't care, I'm still free
    You can't take the sky from me

  • andererseits..... hätte ich immer auf meine Mami gehört, wär mir viel Kummer erspart geblieben. (Aber auch viel Spass!!!)


    Heutzutage ist ein sicherer Job eine ganze Menge wert, "mach was dir Spass macht" ist schnell gesagt, aber das Beste wär, du probierst es und lässt Dir noch ein Hintertürchen offen....

    "Ich glaube das kleine Scherzchen wurde soeben ins Fegefeuer verdammt"

  • andererseits..... hätte ich immer auf meine Mami gehört, wär mir viel Kummer erspart geblieben. (Aber auch viel Spass!!!)


    Heutzutage ist ein sicherer Job eine ganze Menge wert, "mach was dir Spass macht" ist schnell gesagt, aber das Beste wär, du probierst es und lässt Dir noch ein Hintertürchen offen....

    "Ich glaube das kleine Scherzchen wurde soeben ins Fegefeuer verdammt"

  • Hallo Eva!
    Ein bischen spät, aber vielleicht liest du es ja doch noch. An meiner FH gibt es viele Studenten, die sich in ihren Endzwanzigern noch dazu entschieden haben ihr Abi nachzuholen und zu studieren. Sie haben quasi ihr sicheres Einkommen aufgegeben, was nicht immer einfach war, aber sind jetzt viel glücklicher. Da du ja wirklich noch jung bist (gut ich bin auch nicht viel älter), ist ein Berufswechsel zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch etwas einfacher, als später. Und wenn in der Tierpflege die Berufsaussichten besser sind, umso besser.


    Außerdem ist Krankenpflege ein sehr harter Beruf, da kann ich verstehen, wenn es dir keinen Spaß mehr macht.

  • Also ich habe seit meiner Ausbildung zum Industrieelektroniker schon so manchen Beruf ausgeübt.
    Begonnen habe ich mit einem Studium, doch dann kam das leidige Thema Geld. Also habe ich erst angefangen nebenher als Elektriker zu arbeiten. Dann habe ich Vollzeit als Hausmeisterassistent gearbeitet. Anschließend bin ich in den Garten und Landschaftsbau gegangen. Zur Zeit arbeite ich in einer kleinen Firma die Autoteile übers Internet verkauft.
    Jeden dieser Jobs habe ich gerne gemacht. Jeder Job hatte seine eigenen Reize. Und ich würde alles wieder so machen.


    Also mein Tip, wenn es Dir spaß macht und Du damit ein auskommen hast, dann mache es.